Pettnau erschließt sich über konkrete Spuren seiner Geschichte: die Filialkirche in Oberpettnau, den denkmalgeschützten Mellaunerhof und den Weg zum sogenannten Einsiedel. Zugleich gibt es in der Umgebung Möglichkeiten für Spaziergänge, Wanderungen und Erkundungstouren. Für Ihre Reiseplanung stehen damit Kulturgeschichte und Zeit im Freien als unterschiedliche Schwerpunkte nebeneinander. Haltestellen in mehreren Ortsteilen und Verkehrsangaben ergänzen die Orientierung.
Kirchen und Baugeschichte
Die Filialkirche in Oberpettnau wurde 1412 erbaut. Sie besitzt Decken- und Altargemälde von Josef Anton Zoller; ein Teil der Barockfiguren stammt von Johann Perger. Baujahr und Künstlernamen setzen verschiedene Akzente: Sie ordnen den Kirchenbau zeitlich ein und lenken zugleich auf konkrete Teile seiner künstlerischen Ausstattung.
Die Pfarrkirche St. Georg zu Leiblfing ist ein romanischer Bau; eine Renovierung soll bereits 1090 erfolgt sein. Ihr Turm wurde 1710 erbaut und verbindet einen Zwiebelhelm mit einer schlanken Spitze. Die Jahreszahlen beziehen sich auf unterschiedliche Vorgänge: 1090 nennt eine mögliche Renovierung, 1710 das Baujahr des Turms. So stehen ein früherer, unsicherer Renovierungstermin und ein späterer Turmbau nebeneinander.
Der Mellaunerhof und seine Geschichte
Der denkmalgeschützte Mellaunerhof ist ein historisches Gasthaus in Pettnau; der Betrieb als Gasthaus besteht seit etwa 1600 ohne nennenswerte Unterbrechung. Das spätgotische Eingangsportal ist mit Breccie eingefasst. Die Fassade wurde barockisiert und im 20. Jahrhundert mit Malereien versehen. Im Mellauner Hof befindet sich zudem die „Alte Selche“, die sich vom Erdgeschoss bis ins Dachgeschoss erstreckt. Der Hof steht an einer ehemaligen Fährstelle über den Inn, an einer der Hauptrouten durch das Inntal. Damit kommt zur Baugeschichte auch die frühere Verkehrsrolle des Ortes hinzu.
Der Weg zum Einsiedel und Natur in der Umgebung
Am Nordhang von Pettnau führt ein Weg zum sogenannten Einsiedel. Er umfasst Kreuzwegstationen von Johann Obrleitner; am Einsiedel steht eine Kapelle zu Ehren von „unserem Herrn im Elend“. Die Stationen geben dem Weg einen religiösen Bezug, während die Kapelle den Zielort mit einer eigenen Widmung verbindet. In der Umgebung von Pettnau gibt es außerdem viel Natur für Spaziergänge, Wanderungen und Erkundungstouren. Aktivitäten im Freien ergänzen so die historischen Orte um einen anderen Schwerpunkt für den Aufenthalt.
Im regionalen Umfeld von Pettnau liegt das Skigebiet Seefeld. Wenn Sie winterliche Aktivitäten einplanen, prüfen Sie die saisonalen Einrichtungen vor der Reise.
Orientierung für die Anreise
Bushaltestellen befinden sich in Oberpettnau bei Sauplatzl und beim Gasthof Mellaunerhof, in Unterpettnau beim Gemeindeamt sowie in Leiblfing. Der nächste Eisenbahnanschluss ist die Haltestelle Hatting, etwa 1 km von Leiblfing entfernt. Wenn Sie mit Bus oder Bahn planen, prüfen Sie die aktuellen Verbindungen vor der Reise. Die genannten Haltestellen und der ungefähre Abstand zum Eisenbahnanschluss bieten erste Orientierungspunkte für Ihre Anreise.
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