St. Jodok verbindet Schmirntal und Valsertal: Von hier zweigen beide Täler ab. Zugleich ist der Ort Ausgangspunkt für Besuche im Naturschutzgebiet Valsertal; am Bahnhof beginnt und endet die Padauner-Kogel-Route. Klettermöglichkeiten an der Stafflacher Wand und historische Bauwerke ergänzen die Auswahl. Wenn Sie Ihre Reise planen, können Sie zunächst entscheiden, ob Wandern, Klettern, Natur oder Ortsgeschichte den Schwerpunkt bilden soll.
Valsertal und Bergsteigerdörfer
Das Valsertal ist seit 1942 Naturschutzgebiet und seit 2001 Natura-2000-Gebiet. Das Naturschutzgebiet reicht bis zum Tuxer Hauptkamm; St. Jodok ist Ausgangspunkt für Besuche. Auch als Verbindung zwischen den Tälern ist der Ort markant: Von hier zweigen sowohl das Schmirntal als auch das Valsertal ab. St. Jodok, Schmirn und das Valsertal gehören seit 2012 zur Initiative der Bergsteigerdörfer. Diese Verbindung aus geschützter Landschaft und benannten Tälern gibt Natur- und Wanderplänen einen konkreten regionalen Rahmen.
Ein anderes Natur- und Kulturerlebnis bietet der Kurs „Almluft & Ziegenduft“. Dazu gehören eine Wanderung zu einer 2.000 m hohen Hochalm im Valsertal und der Besuch von Erichs „Land-Art-Kunstreich“. In Vals umfasst der Kurs außerdem gemeinsame Ausflüge mit einer Ziegenherde und die Herstellung von Frischkäse. Wenn Sie statt eines Gipfelziels mehrere unterschiedliche Aktivitäten in den Mittelpunkt stellen möchten, ist dieser Kurs eine eigene Möglichkeit neben der Bergtour.
Padauner Kogel und Stafflacher Wand
Die Padauner-Kogel-Route beginnt und endet am Bahnhof St. Jodok. Die Bergtour auf den Padauner Kogel ist technisch wenig anspruchsvoll. Vom Gipfel reicht der Rundumblick zum Olperer, zum Brenner, zu den Stubaier Alpen und bis nach Innsbruck in der Ferne. Der Bahnhof als Start- und Endpunkt bietet eine klare Orientierung für die Route; der Gipfelblick bildet einen anderen Schwerpunkt als ein Besuch im Tal oder am Klettergebiet.
An der Stafflacher Wand gibt es zwei unterschiedliche Kletterangebote. Der Peter-Kofler-Klettersteig befindet sich in St. Jodok und hat den Schwierigkeitsgrad B–C. Der Klettergarten Stafflacher Wand Links umfasst 40 Routen mit Schwierigkeitsgraden von 1+ bis 7+. Das Klettergebiet an der Stafflacher Wand liegt 15 Gehminuten vom Bahnhof St. Jodok entfernt. Für Ihre Planung hilft die Unterscheidung zwischen Klettersteig und Klettergarten: Die beschriebenen Angaben geben jeweils die konkrete Form und Schwierigkeit des Angebots an.
Kirche und Eisenbahn
Die gotische Pfarrkirche zum Hl. Jodok in St. Jodok wurde 1425 erbaut und 1784 umgebaut und barockisiert. Die beiden Daten machen den zeitlichen Abstand zwischen ihrem Bau und der späteren Veränderung sichtbar. Bei St. Jodok befindet sich außerdem ein besonders imposanter, gekrümmter Eisenbahntunnel. Durch den Tunnel gewinnt die Bahn bei der Umfahrung des Ortes an Höhe. In Vals befinden sich die katholische Pfarrkirche hl. Jodok und der Friedhof.
Anreise und Wahl der Unterkunft
Im Haupttal verkehrt die S-Bahn-Linie S3 zwischen Innsbruck und Brenner. Die Regionalbuslinie 571 verbindet St. Jodok mit Schmirn, die Linie 572 St. Jodok mit Vals. Prüfen Sie die Fahrpläne für Ihre Reisedaten, denn Fahrpläne und Routen können sich ändern. Bei der Wahl Ihrer Unterkunft lohnt es sich, den geplanten Schwerpunkt zu berücksichtigen: Die Padauner-Kogel-Route, die Stafflacher Wand und Besuche im Valsertal führen zu unterschiedlichen Zielen. Stimmen Sie Ihre Planung und die passenden Verbindungen deshalb auf die Orte ab, die Sie besuchen möchten.
Weitere Reiseziele entdecken: Wildermieming, Aldrans, Ranggen, Steinach Am Brenner, Seefeld In Tirol, Statz, Neustift Im Stubaital, Birgitz.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Innsbruck-Land.