Die Pfarrkirche und mehrere Wanderwege geben einem Aufenthalt in Oberaurach zwei unterschiedliche Schwerpunkte: sakrale Kunst und Routen mit jeweils eigenen Stationen. Für Ihre Planung lohnt es sich, beides getrennt zu betrachten. Bei der Kirche steht die Kunstgeschichte im Vordergrund; bei den Wanderungen können Sie sich an Ausgangspunkten, Höfen, Kapellen und weiteren genannten Zielen orientieren.
Pfarrkirche: Rupert und spätgotische Kunst
Die Pfarrkirche in Oberaurach wurde 1427 dem heiligen Rupert geweiht. Ihre Außenfresken stammen aus der Zeit um 1440 und zeigen sieben Szenen: Ölberg, Geißelung, Dornenkrönung, Kreuztragung, Kreuzigung, Beweinung und Auferstehung. Die Folge reicht damit von den Passionsszenen bis zur Auferstehung. Im Inneren befindet sich eine spätgotische Statue des heiligen Rupert aus dem Jahr 1480.
Die Kirchweihe und die Statue beziehen sich auf denselben Heiligen, während die Fresken eine erzählerische Abfolge bilden. So treten innerhalb der Kunstgeschichte der Pfarrkirche unterschiedliche Formen nebeneinander: ein Heiligenbildnis und ein Zyklus mit mehreren Szenen. Wenn Sie bei einem Aufenthalt in Oberaurach auch historische Kunst einplanen möchten, bieten die Fresken und die Rupert-Statue konkrete Motive, auf die sich Ihr Interesse richten kann.
Wanderrouten mit unterschiedlichen Stationen
Die Sonnbergrunde beginnt an der Kirche Oberaurach. Ihr Verlauf führt über den Hallerwirt, Hof Filzen und Hof Bachern in Richtung Bichlalmlift-Talstation/Bichlhof und weiter nach Unteraurach und Oberaurach. Die Kirche als Ausgangspunkt und die anschließend genannten Höfe machen diese Wegfolge von den anderen Routen unterscheidbar. Gelände und saisonale Bedingungen können variieren; berücksichtigen Sie diese bei Ihrer Planung.
Die Tour Bischof führt durch Oberaurach, vorbei an den Erbhöfen und zum Wildpark. Im Vergleich zur Sonnbergrunde nennt sie die Erbhöfe und den Wildpark als markante Punkte. Damit können Sie die beiden Routen anhand ihrer beschriebenen Stationen unterscheiden: Die eine beginnt an der Kirche und führt über mehrere Höfe, die andere verläuft an den Erbhöfen vorbei zum Wildpark. Für die Tour Bischof können alpine Wetter- und Wegbedingungen eine Rolle spielen.
Die Route Kochau beginnt am Wander-Infoplatz Aurach. Sie führt über Oberaurach, Waldkapelle, Kochau, Götschenkapelle, Pocherkapelle, Grüntal, Hechenmoos, Traidl und Auwirt nach Unteraurach. Die Folge der Orts- und Kapellennamen gibt der Routenbeschreibung einen eigenen Charakter. Zusätzlich führt ein kurzer, steilerer Weg direkt zu einer Kapelle. Wenn Sie zwischen den genannten Möglichkeiten abwägen, ist dieser Weg durch seinen ausdrücklichen Hinweis auf Kürze und stärkere Steigung von den längeren Stationsfolgen zu unterscheiden. Winterliche Bedingungen können die Wanderung beeinflussen.
Auch die 3-Gänge-Tour hat einen klar benannten Ausgangspunkt: die Bichlalm-Sessellift-Talstation. Von dort führt die Route über die Bichlalm in Richtung Gebrajoch und Gaisbergsattl zum Wildpark Aurach und zum Hallerwirt in Oberaurach, anschließend zurück zur Bichlalm-Sessellift-Talstation. Zu dieser Tour gehört außerdem eine Menübeschreibung. Ihr Startpunkt und die Rückkehr zur Talstation unterscheiden sie von der Sonnbergrunde, die an der Kirche beginnt. Restaurantzeiten können variieren; wenn Sie den Hallerwirt in Ihre Planung einbeziehen, prüfen Sie die Zeiten vorab.
Für einen Wandertag sollten Sie die jeweiligen Bedingungen der gewählten Route berücksichtigen: Bei der Sonnbergrunde können Gelände und Jahreszeit eine Rolle spielen, für die Tour Bischof alpine Wetter- und Wegverhältnisse und bei Kochau winterliche Bedingungen. So lässt sich die Auswahl an den tatsächlich beschriebenen Routenmerkmalen ausrichten, statt alle Wege als gleichartige Option zu behandeln.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Aurach Bei Kitzbühel.