In Assling können Sie zwischen Naturbeobachtung, Bewegung und Baugeschichte unterschiedliche Schwerpunkte setzen. Ein konkretes Maß für einen Besuch im Wildpark ist der rund 1,5-stündige Rundgang; bei den Kirchen erzählen Bauphasen und Kunstwerke von ganz anderen historischen Zusammenhängen. Auch das Vitalpinum verbindet Natur mit Einblicken in die Herstellung ätherischer Öle.
Natur und Tierwelt entdecken
Der Wildpark Assling erstreckt sich über 80.000 m² Wiesen- und Waldfläche. Dort leben insgesamt 35 verschiedene Tierarten. Ein Rundgang von etwa eineinhalb Stunden ermöglicht die Beobachtung von Hirschen, Murmeltieren, Luchsen und weiteren alpenländischen Wildtieren; unterwegs gibt es Informationen zu ihren Besonderheiten. Wenn Sie Tiere füttern möchten, können Sie artgerechtes Futter an der Kassa oder an Automaten kaufen. Prüfen Sie diese Besucherinformation vor Ihrem Besuch, falls das Füttern zu Ihrer Planung gehört.
Auch der Pustertaler Almwanderweg bietet Naturbezüge: Entlang des Weges begegnen Sie seltenen Pflanzen und Tieren sowie zahlreichen Almhütten. Die heimische Bevölkerung nennt solche Hütten „Kasern“. Das ist ein lokaler Begriff, den Sie beim Blick auf die Almwelt wiedererkennen können.
Bewegung und besondere Perspektiven
Die Sommerrodelbahn Assling verbindet eine Bergfahrt mit einem kleinen Schlepplift, eine rasante Abfahrt und den Blick auf die Lienzer Dolomiten. Für eine Skitour ist die Compedal Schihütte ein beliebtes Ziel. Ihre nach Südwesten ausgerichtete Terrasse bietet Platz für etwa 70 Personen. So stehen für Bewegung unterschiedliche Anlässe im Raum, von der Sommerrodelbahn bis zum Skitourenziel.
Ein konkreter Radbezug liegt in Thal: Dort befindet sich das Freizeitzentrum ViTHAL direkt am Drautal-Radweg. Diese Lage ist eine hilfreiche Orientierung, wenn Sie Assling im Zusammenhang mit dem Radweg betrachten.
Kirchen und Geschichte in Assling
Die Pfarrkirche St. Justina verbindet mehrere Zeitschichten. Erstmals urkundlich erwähnt wurde sie 1177; die heutige Kirche entstand um 1500. 1633 wurde ihr Inneres barockisiert und das Gotteshaus neu eingeweiht. An der Nordwand befindet sich ein gotischer Flügelaltar, der dem Barbarameister, einem Schüler Friedrich Pachers, zugeschrieben wird. Archäologische Grabungen auf dem Kirchenfels lassen auf eine ehemals bedeutende und ausgedehnte Burganlage schließen – eine historische Deutung, keine gesicherte Beschreibung einer erhaltenen Burg.
Auch die Filialkirche St. Korbinian hat eine klar überlieferte Baugeschichte: Sie wurde 1460/1465 während der Herrschaft von Graf Leonhard von Görz-Tirol erbaut und 1468 von Weihbischof Kaspar von Salzburg eingeweiht. Die Kirche ist nur während der Gottesdienste geöffnet; Kirchenbesichtigungen sind nach telefonischer Voranmeldung bei der Pfarrkoordinatorin Christa Czopak unter +43 681/20424350 möglich. Melden Sie einen Besichtigungswunsch vorab an und prüfen Sie die Besuchsmöglichkeit vor Ihrer Anreise.
In Oberthal weist die Filialkirche St. Ulrich gotische Merkmale auf, die auf eine Entstehungszeit um etwa 1400 hindeuten könnten. Ihr Hochaltarbild zeigt den Kirchenpatron St. Ulrich und die 14 Nothelfer. Wer sich für Funde statt für Kirchenkunst interessiert, findet im Archäologieraum Assling wichtige Stücke aus archäologischen Ausgrabungen im Gemeindegebiet.
Öle und Heilpflanzen im Vitalpinum
Das Vitalpinum erstreckt sich über 6.500 m² und vermittelt Wissen über die Gewinnung und Herstellung ätherischer Öle, die Wirkung von Heilpflanzen und ätherischen Ölen sowie die Geschichte der Firma Brüder Unterweger, der ersten Tiroler Latschenölbrennerei. Im Vitalpinum lässt sich Natur mit allen Sinnen erleben. Der Ort verbindet damit einen Naturbezug mit Einblicken in die Verarbeitung pflanzlicher Rohstoffe und in die Geschichte des Unternehmens.
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