In Kals treffen unterschiedliche Arten des Unterwegsseins aufeinander: Eine lange Talrunde lässt sich in kürzere Abschnitte gliedern, im Dorfertal führen Wanderwege durch eine vielfältige Landschaft, und im Ortszentrum erzählt ein geschichtlicher Rundgang von der Kalser Vergangenheit. Welche Route Sie wählen, hängt vor allem davon ab, wie viel Zeit Sie für eine Wanderung einplanen und ob Natur- oder Kulturthemen im Vordergrund stehen.
Wanderungen nach Zeit und Thema wählen
Der Talrundweg ist 19,5 Kilometer lang und dauert etwa sechs Stunden. Wer nicht die ganze Runde gehen möchte, kann einzelne Etappen wählen oder Abkürzungen nutzen. Damit bietet die Tour verschiedene Möglichkeiten, den zeitlichen Umfang der Wanderung anzupassen, ohne die Runde als Ganzes einzuplanen.
Im Dorfertal beginnt eine weitere Wanderung beim Hotel Tauerwirt. Sie führt entlang des Baches durch die Dabaklamm bis zum Kalser Tauernhaus und eignet sich als Familienwanderung. In den Sommermonaten ist das Dorfertal mit dem Nationalpark-Wanderbus erreichbar. Der Geschichte(n)weg Dorfertal setzt einen anderen Schwerpunkt: Hörbäume vermitteln Audiogeschichten von Sennerinnen, Bergbauern, Bergführern, Hüttenwirten und weiteren kundigen Kalsern über das Leben im Tal.
Auch längere Touren lassen sich in Abschnitten betrachten. Die Glocknerkrone wird in fünf Tagesetappen über rund 60 Kilometer erwandert; bei jeder Etappe sind Zu- und Abstieg möglich, sodass sich die Etappen auch als Tageswanderungen nutzen lassen. Bei der GlocknerRunde können Wanderer nach einer einzelnen Etappe in Kals absteigen und übernachten. Für die Planung macht es daher einen Unterschied, ob Sie eine einzelne Tageswanderung, mehrere Etappen oder eine Übernachtung nach einer Etappe im Blick haben.
Für eine rollstuhlgerechte Tour führt die leichte Rollitour im Kalser Ködnitztal auf einem barrierefreien Wanderweg in Richtung Großglockner bis ans Talende. Am Parkplatz Glocknerwinkel kann ein geländegängiger SwissTrac kostenlos genutzt werden. Die Tourbedingungen können saisonal variieren; prüfen Sie das Angebot und die Bedingungen daher vor dem Besuch.
Kalser Geschichte und Handwerk entdecken
Der Kulturweg Ködnitz ist ein geschichtlicher Rundgang durch den Ködnitzer Dorfkern im Ortszentrum von Kals. Er ergänzt die Wanderungen um einen Ortsweg, dessen Thema die Geschichte des Dorfes ist. Zu den historischen Bauwerken gehört die St.-Georgs-Kirche, die älteste Kirche in Kals. Sie wurde auch als Wehrkirche erbaut – der Name verweist damit neben ihrer kirchlichen Funktion auf den Wehrcharakter des Bauwerks. Die Kirchenruine St. Peter ist ein Sakralbau aus dem 16. Jahrhundert, errichtet von Angehörigen der Görzer Dynastie.
Bei den Kalser Stockmühlen zeigt Müller Johann, wie aus Getreide Mehl hergestellt wird. Die Glocknerausstellung ist eine Erlebnisausstellung im Kalser Glocknerhaus. Zusammen mit dem Kulturweg und den Kirchen eröffnet sie verschiedene Zugänge zu Geschichte, Handwerk und Kultur in Kals.
Der Erholungsraum Schotterfluren umfasst einen Grillplatz und einen Fischteich. Er setzt damit einen anderen Akzent als die historischen Ortswege und Ausstellungen. Wer den Aufenthalt nicht nur um längere Wanderungen herum plant, kann die Kalser Angebote nach ihren unterschiedlichen Themen ordnen: Dorfgeschichte im Ortszentrum, Handwerk bei den Stockmühlen und Erholung im Bereich Schotterfluren.
Nationalpark, Großglockner und Winterangebote
Das Dorfertal im Nationalpark Hohe Tauern umfasst Wasserfälle, Schotterfluren, Moore, Lärchenwälder, blütenreiche Wiesen, Gletscher, Seen und alpine Tierwelt. Das Großglocknerpanorama bietet einen Blick auf den 3.798 Meter hohen Großglockner. Die dortige Ausstellung vermittelt Wissenswertes über die BIG FIVE des Nationalparks Hohe Tauern: Steinbock, Gams, Murmeltier, Steinadler und Bartgeier.
Auch Klettern und Bergsteigen gehören zu den beschriebenen Möglichkeiten. Der Klettergarten verfügt über 32 Kletterrouten sowie fünf Mehrseillängen-Routen mit Schwierigkeitsgraden von 3+ bis 8-. Der Kletterpark ist im Sommer vom Parkplatz Lucknerhaus aus zugänglich. Vom Ködnitztal aus kann der Großglockner über die Lucknerhütte und die Stüdlhütte bestiegen werden; weiter führen die genannten Routen über die Erzherzog-Johann-Hütte oder den Stüdlgrat.
Für den Winter weist das Großglockner Resort Kals-Matrei 44,6 Pistenkilometer und 4,6 Kilometer Skirouten aus. Diese veröffentlichten Angaben können sich zwischen den Saisonen ändern; prüfen Sie die Werte für die Saison Ihrer Reise.
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