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Die drei dicht beieinanderliegenden Skilifte, mehrere Wanderungen mit klaren Routenverläufen und die Geschichte der Walser geben Gurtis unterschiedliche Schwerpunkte. Für die Planung lohnt sich zuerst die Frage, ob Skifahren, eine bestimmte Wanderung oder lokale Kultur und Landschaft im Mittelpunkt stehen soll. Bei den Touren helfen Start, Ziel und Wegart, die Möglichkeiten auseinanderzuhalten.

Skifahren und winterliche Einkehr

Das Skigebiet Gurtis verfügt über drei Lifte, die in unmittelbarer Nähe zueinander liegen. Der Baliefer Lift, umgangssprachlich auch Baby Lift genannt, eignet sich für erste Fahrversuche auf Skiern. Seit 2018 wird das Gurtiser Lädele als Einkehrmöglichkeit und Treffpunkt für Jung und Alt geführt; im Winter wird dort das Liftstüble bewirtschaftet. Wenn Sie das Liftstüble als Einkehr einplanen, prüfen Sie vor Ihrem Besuch die aktuellen Öffnungszeiten.

Wanderungen mit unterschiedlichen Routenverläufen

Die Wanderung vom Alpencamping Nenzing über Latz durch das reizvolle Galinatal endet in Gurtis. Der Herrenweg nimmt Gurtis dagegen als Ausgangspunkt: Er steigt zur Alpe Gamp auf und führt auf historischen Pfaden durch dichte Bergwälder. Damit unterscheiden sich die beiden Routen sowohl in ihrer Richtung als auch in ihrem Wegbild. Die eine führt nach Gurtis, die andere beginnt dort und verläuft zur Alpe. Diese Gegenüberstellung hilft bei der Auswahl, wenn ein bestimmtes Tourenziel oder ein konkreter Ausgangsort entscheidend ist.

Die Überschreitung der Hohen Köpfe von Gurtis führt über einen alpinen Steig mit gesicherten Abschnitten. Im Vergleich zum Herrenweg mit seinen historischen Pfaden durch dichte Bergwälder ist hier der alpine Wegcharakter mit gesicherten Passagen das markante Unterscheidungsmerkmal. Eine weitere Route führt von Bazora über die Bazoraalpe zur Gurtisspitze und wieder zurück nach Bazora. Start und Ziel liegen bei dieser Route in Bazora; das ist ein anderer Tourenbezug als bei den Wegen, die in Gurtis beginnen oder enden.

Die Gurtisspitze ist ein markanter Aussichtsberg. Auf einer Wanderung nach Gurtis eröffnen sich beeindruckende Ausblicke auf die Drei Schwestern und auf die markante, terrassenartige Form des Goppaschrofen.

Kirche, Walsergeschichte und Kirchenchor

Gurtis verbindet auch zwei historische Maßstäbe. Die heutige Kuratienkirche Gurtis zu unserer lieben Frau Mariä Heimsuchung besteht seit 1791. Der Zuzug der Walser im 14. und 15. Jahrhundert gab Gurtis einen großen Aufschwung und prägte das Leben in der Parzelle von Nenzing. Die Kirche verweist damit auf ein konkretes Jahr; die Walsergeschichte reicht weiter zurück und prägte das Leben in der Parzelle.

Auch der Kirchenchor gehört zur Ortsgeschichte. Zu Zeiten von Kaplan Battlog war er so bekannt, dass der Fürsterzbischof von Salzburg, Franz Albert Eder, seine Reise unterbrach und zu Fuß nach Gurtis ging, um ihn zu hören.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Nenzing.

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