Lorüns liegt auf 583 m Seehöhe am Taleingang der Fremdenverkehrsregion Montafon. Der Ort befindet sich zwischen den Gebirgszügen Räthikon und Verwall; Gavalina beziehungsweise Davenna werden ebenfalls als Bergzüge genannt. So treffen eine markante Berglandschaft und eine bis ins Mittelalter zurückreichende Siedlungsgeschichte aufeinander.
Landschaft und Erholung
Der Schuttkegel Prazalanz ist eine naturnahe Kulturlandschaft mit artenreicher Flora. Verschiedenartige Waldbiotope zählen ebenfalls zu den landschaftlichen Besonderheiten von Lorüns. Ein Gemeindebulletin vom August 2022 bezeichnete die Wiesenlandschaft auf Prazalanz als häufig genutztes Naherholungsgebiet. Die Flora charakterisiert Prazalanz als Naturraum; die Erwähnung als Naherholungsgebiet ergänzt das um eine Nutzungsperspektive aus 2022.
Die Ill in der Ortsgeschichte
Die Ebene in der Talenge am Eingang des Montafons war trotz früherer Hochwassergefahr durch die Ill bereits im Mittelalter besiedelt. Um 1500 stand in Lorüns eine Kapelle, die wegen der Gefährlichkeit der Ill für den Ort dem heiligen Johannes Nepomuk geweiht war. In diesen beiden historischen Bezügen übernimmt der Fluss unterschiedliche Rollen: als Gefahr für die besiedelte Ebene und als Anlass für die Kapellenwidmung.
Kirche, Bau und Glasarbeiten
Die Pfarrkirche des heiligen Johannes Nepomuk in Lorüns wurde von 1956 bis 1960 nach den Plänen des Architekten Otto Linder errichtet. Am 7. Juni 1964 wurde sie durch Weihbischof Bruno Wechner geweiht. Bei der künstlerischen Ausstattung sind verschiedene Glasarbeiten zu unterscheiden: Die Glasmosaikfenster wurden 1963 und 1964 eingebaut und stammen vom Maler Hubert Berchtold. Betonglasfenster befinden sich an der Südwand und unter der Empore; ausgeführt wurden sie von W. Derix in Rottweil. Die katholische Pfarrkirche ist in einer Denkmalschutzverordnung des Bundesdenkmalamtes für den Bezirk Bludenz als unbewegliches Denkmal erfasst. Bei den Mosaiken sind Künstler und Einbauzeit benannt, bei den Betonglasfenstern dagegen die Lage im Kirchenraum und der ausführende Betrieb.
Radtour und Wege
Als konkrete Radoption führt die Tour von Lorüns nach Partenen. Sie kann mit City-, Trekking- oder E-Bikes befahren werden. Vom Bahnhof Lorüns ist es nicht weit bis zum Startpunkt. Damit sind Zielort, mögliche Fahrradtypen und die Orientierung am Tourbeginn die konkreten Planungsaspekte dieser Route.
Gemeindebulletins vom August 2022 beschreiben den Wanderweg „Diebschlössle“ mit einem Abzweig in Lorüns an der ehemaligen „Alte Stroß“ vom rechtsseitigen Illuferweg. Der Illdammweg wird als Teil des regionalen „Illweges“ genannt; Urlaubsgäste begingen ihn laut Mitteilung. Prüfen Sie vor dem Aufbruch die aktuelle Beschilderung und die Wegverhältnisse. Die Radroute nach Partenen und die Wanderwege bieten unterschiedliche Orientierungspunkte: ein Ziel und eine Fahrradwahl auf der einen, konkrete Wegführung und aktuelle Verhältnisse auf der anderen Seite.
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