Im Parque Nacional Santa Fe und seiner Umgebung sind mehr als 300 Orchideenarten identifiziert worden. Weitere Entdeckungen reichen von Wanderwegen im Schutzgebiet bis zu einer karibischen Küste im Norden des Distrikts. So lässt sich Santa Fe durch sehr unterschiedliche Landschaften erkunden – mit Wasserfällen und Regenwald ebenso wie mit lokalen Kunsthandwerks- und Esskultur-Erlebnissen.
Regenwald, Orchideen und Wege
Der Parque Nacional Santa Fe umfasst 700 km² tropischen Regenwald. Innerhalb des Schutzgebiets liegt der Sendero de Loma Grande. Am südlichen Ende des Parks erhebt sich der Cerro Tute auf 1.050 Meter; entlang seiner 4×4-Zufahrt öffnen sich weite Blicke auf die Landschaft, die mit zunehmender Höhe weiter werden. Die Orchideenvielfalt ist ein weiterer Naturakzent: Mehr als 300 Arten wurden im Park und seiner Umgebung identifiziert; weitere Erhebungen können die Zahl verändern.
Für einen kürzeren Weg führt die Wanderung nach Alto de Piedra auf einer Strecke von 1 km zu drei Wasserfällen, die 10 bis 15 Meter hoch sind. Der Weg gilt als leicht bis mittelschwer. Am Bermejo warten Wasserfälle von 35 Metern Höhe am Rand des Parque Nacional Santa Fe. Die leicht bis mittelschwere Hin- und Rückwanderung umfasst 2,5 km und dauert ungefähr 1,5 Stunden. Ein anderer Charakter kennzeichnet den Sendero de los Tucanes: Der im Allgemeinen ebene Weg ist 2 km lang und verbindet Alto de Piedra mit La Piquera.
Wer mehr Zeit für eine Tour einplant, kann den Cerro Mariposa in den Blick nehmen. Der Weg steigt über 3,5 km von 850 auf 1.400 Meter an; für die typische Hin- und Rückstrecke von 7 km werden durchschnittlich etwa acht Stunden angegeben. Die Routen unterscheiden sich damit sowohl in ihrer Streckenlänge als auch in den genannten Gehzeiten. Prüfen Sie vor einer Wanderung die aktuellen Wegverhältnisse, denn sie können sich ändern.
Historische Pfade und lokale Kultur
Der historische Chilagre-Weg ist mehr als 35 km lang. Er führt von der Gemeinde Piragual in Richtung der historischen Goldminen von Cocuyo, folgt dem Río Santa María bis zu dessen Quellgebiet und überquert die kontinentale Wasserscheide. Die Route verbindet damit die Geschichte der Goldminen mit einer markanten geografischen Linie. Sie bietet einen anderen Blick auf die Region als die kürzeren Wege zu den Wasserfällen.
Auch lokale Kultur lässt sich auf verschiedene Weise entdecken. Auf der Finca El Salto gehören Petroglyphen und Kunsthandwerk ebenso zu den Erlebnissen wie eine kulinarische Kostprobe mit hausgemachter Schokolade aus vor Ort angebautem Kakao. Erkundigen Sie sich vor einem Besuch bei der Finca, ob die Kostprobe angeboten wird. Auf der Finca María y Chon steht eine Verkostungstour zum Prozess der Kaffeeherstellung im Mittelpunkt; auch dieses Angebot sollten Sie vor der Anreise direkt dort bestätigen.
Zu den mit Santa Fe verbundenen Kunsthandwerksformen zählen Pintado-Hüte, Ngabe-Kleidung sowie Schmuck und Gemälde von Kunsthandwerkern. Die Asociación de Productores de Orquídeas de Santa Fe veranstaltet jährlich eine Orchideenausstellung; informieren Sie sich vor der Reise über die Termine. Der Mercado Agrícola y Artesanal liegt neben der Kirche in Santa Fe.
Karibikküste im Norden des Distrikts
Calovebora ist ein karibisches Stranddorf im nördlichen Teil des Distrikts Santa Fe. Es liegt am Strand und am Calovebora-Fluss, dort, wo die asphaltierte Straße 33 endet. Der Strand wird als wild und windgeprägt beschrieben. Bootsfahrten führen in die Flussmündung oder zu nahe gelegenen Stränden; klären Sie Bootsangebote und Strandbedingungen vor Ort. Auch die Straßenverhältnisse können sich ändern, daher lohnt es sich, die aktuelle Lage vor der Fahrt zu prüfen.
Zwischen den Wegen im Regenwald, den historischen Verbindungen und der Küste liegen sehr verschiedene Möglichkeiten, Santa Fe kennenzulernen. Weitere Reiseziele entdecken: Santa Fe, Soná.
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