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Wer Cocachimba als Ausgangsort für Gocta wählt, findet eine Verbindung aus Wasserfallroute und Naturbeobachtung: Das Refugio del Colibrí Cola de Espátula liegt in Cocachimba am Eingang zu den Gocta-Wasserfällen. Im gemeinschaftlichen Tourismusangebot ist die Catarata Gocta die Hauptattraktion; daneben gehören Vogelbeobachtung, weitere Wasserfallbesuche und Zuckerrohr zu den Aktivitäten. Für die Planung lohnt es sich, die Wegabschnitte und ihre unterschiedlichen Zeitangaben auseinanderzuhalten.

Gocta zu Fuß oder teilweise zu Pferd

Der Wanderweg vom Hauptplatz von Cocachimba zur zweiten Fallstufe der Catarata Gocta ist 5,5 Kilometer lang und dauert zu Fuß ungefähr zweieinhalb Stunden. Die Route weist insgesamt 396 Meter Anstieg und 372 Meter Abstieg auf. Unterwegs wird die Hängebrücke „La Golondrina“ überquert. Während der Regenzeit von Dezember bis April ist der Wasserfluss auf der Route besonders eindrucksvoll.

Ein Teil des Zugangs lässt sich zu Pferd zurücklegen. Der Abschnitt vom Hauptplatz bis zur Pferdestation ist mit 3,2 Kilometern angegeben und dauert zu Pferd ungefähr eine Stunde und 50 Minuten. Diese Angaben betreffen einen anderen Abschnitt und eine andere Fortbewegungsart als die Wanderung bis zur zweiten Fallstufe. Dieser Unterschied ist beim Einschätzen des Zeitbudgets wichtig. Die Route zur Catarata Gocta verbindet damit einen konkreten Fußweg mit einer teilweise möglichen Pferdeetappe, ohne dass die beiden Zeitwerte direkt vergleichbar wären.

Kolibris, Vogelwelt und Schutzgebiet

An den Futterstellen des Refugio del Colibrí Espátula können der endemische Marvelous Spatuletail und weitere Kolibriarten beobachtet werden. Dazu zählen Purple-collared Woodstar, White-bellied Woodstar, Speckled Hummingbird, Andean Emerald, Little Woodstar und Grey-chinned Hermit. Von Cocachimba aus führt ein Vogelbeobachtungsprogramm auf einer Wanderung zur nahe gelegenen Basis der 771 Meter hohen Catarata Gocta. Es umfasst Erläuterungen zur natürlichen Umgebung und zu den Wassereinzugsgebieten der nordöstlichen Anden; beim Besuch des Refugio sind Nahbeobachtung, Fotografie und die Beobachtung von fünf bis sechs weiteren Arten vorgesehen.

Rund um die nahe bei Cocachimba gelegene Catarata Gocta wurden ungefähr 110 Vogelarten registriert. Unter ihnen sind der endemische Colibrí Cola de Espátula der Amazonas-Region, der Carpintero de Pecho Jaspeado, die Tucaneta Esmeralda, der Gallito de las Rocas, der Tucán Andino, der Zorzal del Marañón und der Trogón Enmascarado. Die Wasserquellen und die biologische Vielfalt der Catarata Gocta werden durch das private Naturschutzgebiet Área de Conservación Privada „Comunal San Pablo – Catarata Gocta“ geschützt. Anerkannt wurde es mit der Ministerialresolution Nr. 115-2019-MINAM.

Gemeinschaftliches Angebot und Aufenthaltsdauer

Zum gemeinschaftlichen Tourismusangebot gehören neben Gocta Besuche der Wasserfälle Golondrina, Lejía und Cajuache. Auch die Teilnahme am Mahlen von Zuckerrohr in einer Trapiche-Zuckermühle ist Teil der Aktivitäten. Huarapo, ein traditionelles Getränk aus Zuckerrohr, wird als Erfrischung während der Erkundung der Umgebung hervorgehoben. So stehen Wasserfallbesuche und Naturbeobachtung neben einem Einblick in die Zuckerrohrverarbeitung und einem lokalen Getränk.

Für Cocachimba werden zwei Tage und eine Nacht als empfohlener Aufenthalt angegeben. Die Asociación Comunal de Turismo de Cocachimba ist die zuständige gemeinschaftliche Tourismusorganisation. Für die Landfahrt von Chachapoyas nach Cocachimba werden ungefähr 42 Kilometer und etwa eine Stunde genannt; die tatsächliche Fahrzeit kann je nach Bedingungen variieren. Wenn Sie Ihre Reise planen, berücksichtigen Sie diese ungefähre Angabe und prüfen Sie die Fahrzeit für Ihren Termin.

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