Der Carnaval de Pampamarca wurde zum Kulturerbe der Nation erklärt, weil er als lokale Ausprägung des andinen Karnevals ursprüngliche Merkmale seiner Organisation und eine besondere musikalische Ausdrucksform bewahrt. Die Erklärung stammt aus dem Jahr 2020 und wurde 2025 in einem regionalen Regierungsdokument bekräftigt. Die Besonderheit liegt damit sowohl in der Gestaltung des Festes als auch in seiner Musik.
Pampamarca: Festkultur und koloniale Geschichte
Das historische Dorf Pampamarca war das erste von Spaniern gegründete Dorf in der Provinz Aymaraes; gegründet wurde es 1578. Eine weitere historische Zeitebene bildet der Templo Nuestra Señora de las Mercedes de Pampamarca. Die Kolonialkirche wurde zwischen 1781 und 1814 aus Lehmziegeln und Stein errichtet und besitzt ein Retabel im Mestizenbarock. Wer sich für Geschichte interessiert, kann so zwei unterschiedliche Zeitmarken in Pampamarca betrachten: die Dorfgründung im 16. Jahrhundert und die Bauzeit der Kirche mehr als zwei Jahrhunderte später.
Auch architektonisch treffen hier verschiedene Aspekte aufeinander: die genannten Baumaterialien und das Retabel im Mestizenbarock. Für Reisende, die Orte gern über ihre Geschichte und ihre Bauformen kennenlernen, ergänzen diese Details den Blick auf Pampamarca um eine konkrete architektonische Facette.
Hochlandnatur: Tierlebensräume und Waldpfade
Im Wald Bosque de Piedras de Pilluni, in der Gemeinde San Miguel de Mestizas innerhalb von Aymaraes, finden Vikunjas, Vizcachas, Hochlandvögel sowie Lamas und Alpakas Lebensraum. Für Naturinteressierte liegt der besondere Anknüpfungspunkt hier in der Vielfalt der genannten Tierarten.
Ein anderer Naturfokus erwartet Sie beim Bosque de Queuñas de Lankanki in Cotaruse. Der Wald umfasst etwa 51 Hektar und liegt zwischen 3.600 und 4.200 Metern Höhe in den Naturregionen Suni und Puna. Wege und Pfade führen in den Wald hinein. Während Pilluni durch seinen Tierlebensraum charakterisiert ist, geben in Lankanki Höhenlage, Naturregionen und Waldwege konkrete Orientierung für das Interesse an Landschaft und Wald.
Fest und praktische Orientierung
Auch Chalhuanca bringt eine andere Facette der Festkultur in Aymaraes ein. Die Fiesta Mayor Señor de Ánimas, auch Fiesta Mayor de Apurímac genannt, ist ein religiöses Fest im Distrikt Chalhuanca in der Provinz Aymaraes. Mit dem 31. Juli ist eine Prozession durch die Straßen der Stadt verbunden. Der Vergleich mit Pampamarca zeigt zwei unterschiedliche Schwerpunkte: dort die besondere Organisation und Musik des andinen Karnevals, hier ein religiöses Fest mit Prozession.
Für die Baños Termales de Pincahuacho ist die Strecke von der Autohaltestelle nach Pincahuacho zu den Bädern 7 Kilometer lang. Die Fahrt per Taxi über eine unbefestigte Straße dauert etwa 25 Minuten. Da sich Straßenbedingungen und Fahrzeit ändern können, prüfen Sie beides am besten vor der Fahrt.
Weitere Kontraste im übergeordneten Reiseziel Apurímac
Im übergeordneten Reiseziel Apurímac bietet der Bosque de Piedras de Pampachiri einen weiteren Landschaftsaspekt. Er ist auch als Pankula Pampa de Pabellones bekannt und umfasst etwa 60 Hektar. Seine Felsformationen werden auf Ausbrüche der Vulkane Qarwarasu und Sotaya vor mehr als vier Millionen Jahren zurückgeführt. Das ergänzt die Naturthemen Aymaraes’ um eine geologische Perspektive im übergeordneten Reiseziel.
In der Provinz Andahuaylas liegt die Laguna de Pacucha, ebenfalls im übergeordneten Reiseziel Apurímac. Der See bietet Lebensraum für Pejerrey und gezüchtete Forellen; an den sandigen, schilfbestandenen Ufern leben außerdem verschiedene Wildvögel. Besucher können Fahrräder und Quads mieten oder eine Fahrt mit Tret- oder Ruderboot unternehmen. Die Verfügbarkeit der Mietangebote kann sich ändern, erkundigen Sie sich dazu vor Ort.
Auch beim Carnaval o Pukllay zeigt sich die kulturelle Vielfalt Apurímacs. Das Fest findet im Gebiet der bäuerlichen Gemeinschaft von Pomacocha, im Distrikt Pomacocha in der Provinz Andahuaylas, statt. Am 10. Juni 2026 wurde es durch die Vizeministerialresolution Nr. 167-2026-VMPCIC/MC zum Kulturerbe der Nation erklärt. Es bewahrt landwirtschaftliche, viehwirtschaftliche, musikalische und rituelle Praktiken und ist eine repräsentative Ausprägung des immateriellen Kulturerbes von Apurímac. Das Fest ist eine lebendige Tradition; einzelne Aktivitäten und Termine können variieren. Der Name Carnaval begegnet damit in unterschiedlichen lokalen Zusammenhängen: in Pampamarca mit seinen Organisationsmerkmalen und seiner musikalischen Ausdrucksform, in Pomacocha mit einem breiteren Bündel landwirtschaftlicher, viehwirtschaftlicher, musikalischer und ritueller Praktiken.
Für die Suche nach einer Ferienwohnung kann die gewünschte Entdeckungsrichtung eine hilfreiche Orientierung sein: Stehen Dorfgeschichte, Kirchenarchitektur und Festkultur im Mittelpunkt, oder interessieren Sie sich vor allem für Tierlebensräume und Waldpfade? So lässt sich die Suche an Ihren Reiseinteressen ausrichten, ohne Aymaraes auf ein einziges Thema zu reduzieren.
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