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Im Umfeld von Yura verbinden sich eine lange bewirtschaftete Terrassenlandschaft, Thermalwasser-Orte und das Kulturerbe von La Calera. Für die Reiseplanung lassen sich diese Schwerpunkte gut unterscheiden: Yura Viejo steht für Landwirtschaft und Aussicht, während in La Calera Kirchenbau, Kalköfen und eine Zeremonie Ende August zum lokalen Profil gehören.

Terrassen zwischen La Calera und Yura Viejo

Zwischen La Calera und Yura Viejo erstrecken sich landwirtschaftliche Terrassen über mehr als zwölf Kilometer entlang des Río Yura. Sie sind mindestens 1,50 Meter hoch. Angelegt wurden sie in vorinkaischer Zeit von der Wari-Kultur; später entwickelte die Ethnie Cabana-Collagua sie weiter. Ihre kulturelle Blütezeit erreichten die Terrassen zwischen 600 und 1200 n. Chr. Die zeitliche Abfolge macht die Landschaft zu einem Zeugnis verschiedener Epochen.

Die Bewohner von Yura Viejo nutzen die Terrassen weiterhin für den Anbau von Weizen, Mais, Kartoffeln, Knoblauch, Zwiebeln, alverjón, Oregano und Kürbis. Dabei arbeiten sie mit traditionellen Werkzeugen wie Yunta und Hacke. Die Kulturlandschaft verbindet somit archäologische Geschichte mit fortgesetzter landwirtschaftlicher Nutzung.

Aussicht und Weg zum Corontorio

Der natürliche Mirador de Coipata liegt im Anbau Yura Viejo am linken Ufer des Río Yura, auf dem Hügel Coipata. Von dort bietet sich ein Rundumblick von 360 Grad auf das traditionelle Dorf Yura Viejo und seine Terrassenlandschaft.

Bei Yura Viejo liegt die Catarata de Corontorio, auch Catarata de Capua genannt. Der Wasserfall ist etwa 40 Meter hoch und zwischen zwei Felswänden eingeschlossen. Eine Wegbeschreibung im MINCETUR-Inventar von 2024 veranschlagt für die Trekkingroute vom Hotel de Turistas de Yura zum Cañón de Corontorio etwa zwei Stunden. Der anschließende Abschnitt zur Catarata ist ungefähr einen Kilometer lang und mit rund 30 Minuten angegeben. Die Zeitangaben beziehen sich auf zwei Etappen. Wenn Sie die Route einplanen, prüfen Sie vorab die aktuelle Wegsituation.

Thermalwasser in unterschiedlichen Formen

Im Complejo de Aguas Termales de Yura umfasst Pozo Tigre fünf kleine Bereiche mit schwefelalkalischem Wasser. Die Piscina Tadeo Haenke enthält schwefelhaltiges Wasser, das reich an Eisen, Magnesium und Natrium ist.

Die Poza Zamácola ist ein beckenartiges Wasserbecken bei den Restaurants im Anexo Los Baños. Vom Hotel de Turistas aus gelangt man über den Pozo El Tigre dorthin; anschließend dauert der Fußweg etwa drei Minuten. Vor einem Besuch lohnt es sich, die aktuelle Zugangssituation zu prüfen.

Baugeschichte und Tradition in La Calera

Die Kirche Virgen del Rosario in La Calera stammt aus dem Jahr 1896 und wurde aus rosafarbenem Sillar errichtet. Die stillgelegten Kalköfen des Ortes gelten als Überreste republikanischer Architektur; zwei Kalköfen werden von der Gemeinde geschützt. Kirche und Öfen bieten damit unterschiedliche Einblicke in die Baugeschichte des Umfelds.

In La Calera ist eine pago a la tierra genannte Zeremonie mit Ende August verbunden. Dabei werden der Mutter Erde unter anderem Wein, Chicha, Obst, Talg, Tierföten und mistura dargebracht. Wenn Sie eine Reise rund um diesen Termin planen, erkundigen Sie sich vorab nach dem konkreten Jahresprogramm.

Weitere Reiseziele entdecken: Cabanaconde, Coporaque, Cotahuasi, Yanahuara District, Camana, Paucarpata, Yanque, Pinchollo.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Arequipa.

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