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Das historische Zentrum Cajamarcas vermittelt durch seine zivilen und religiösen Gebäude aus Lehmziegeln und Vulkangestein ein außergewöhnliches Zeugnis der spanisch-andinen Kultur. Zugleich wird der Carnaval de Cajamarca an vielen Orten der Stadt gefeiert. Für Ihre Reiseplanung ergeben sich so zwei unterschiedliche Zugänge: die Baugeschichte und das Festprogramm, ergänzt durch markante Plätze und Museen.

Karneval: mehrere Schauplätze, unterschiedliche Programmpunkte

Der Carnaval de Cajamarca wird in der ganzen Stadt gefeiert. Zu den Schauplätzen zählen Straßen, die Plaza de Armas, das Kolosseum und Plätze. Im Programm stehen Wettbewerbe der Comparsas und Patrullas sowie ein Karnevalsumzug mit geschmückten Festwagen. Die Formate unterscheiden sich: Bei den Wettbewerben stehen Comparsas und Patrullas im Mittelpunkt, während beim Umzug die Wagen den Zug prägen. Typisch für den Carnaval de Cajamarca ist Sancochado, auch Puchero genannt. Das Gericht wird aus verschiedenen Fleischsorten, Schweineschwarte sowie Kohl oder Weißkohl zubereitet. So verbindet der Festschwerpunkt unterschiedliche Programmpunkte mit einer klar benannten kulinarischen Tradition.

Historische Mitte und Plaza de Armas

Die einzigartige Architektur des historischen Zentrums umfasst die Zeit vom 16. bis zum 19. Jahrhundert. Diese zeitliche Spannweite gehört zu seinem besonderen Charakter: Die zivilen und religiösen Gebäude aus Lehmziegeln und Vulkangestein vermitteln zusammen das Zeugnis spanisch-andiner Kultur. An der Plaza de Armas werden einzelne architektonische Details konkret. Der Platz bewahrt seine quadratische Form; in seiner Mitte steht ein achteckiger Steinbrunnen aus dem 17. Jahrhundert. Die Catedral de Cajamarca, auch Santa Catalina genannt, liegt an der Plaza. Sie wurde Ende des 17. und Anfang des 18. Jahrhunderts erbaut.

Kirchen und historische Ensembles

Das Conjunto Monumental Belén ist ein bedeutendes koloniales historisches Monument. Zum Ensemble gehören die Iglesia Belén, ein herausragendes Beispiel der barocken Kunst Cajamarcas, das ehemalige Männerhospital, die Verwaltungsstellen der DDC und DIRCETUR sowie das Departementsarchiv. Damit umfasst die Beschreibung des Ensembles sakrale Baukunst ebenso wie frühere Krankenhausnutzung, Verwaltung und Archiv. Zum Komplex der Iglesia de San Francisco gehören das Kloster und das Museo de Arte Religioso mit seinen bekannten Katakomben. Kloster und Museum können besichtigt werden. Für einen konkreten Besuch empfiehlt es sich, die aktuellen Besuchsmöglichkeiten zu prüfen, da sich betriebliche Einzelheiten ändern können.

Museen und besondere Geschichtsorte

Das Museo Arqueológico y Etnográfico del Conjunto Monumental Belén ist Teil des Conjunto Monumental Belén und befindet sich im ehemaligen Frauenhospital. Von der Plaza de Armas aus liegt es etwa 130 Meter entfernt, entsprechend rund acht Gehminuten; der Weg ist asphaltiert. In Wechselausstellungen werden Kostüme gezeigt, die von vier traditionellen Stadtvierteln für den Carnaval Cajamarquino angefertigt wurden. Da Ausstellungsinhalte wechseln können, prüfen Sie bei Interesse die aktuellen Ausstellungen.

Einen anderen Ausstellungsschwerpunkt hat das Museo de la Marioneta „Manuel Nicanor Taica Llalle“ mit seinen drei Dauerausstellungsräumen. Der Vergleich ist für Ihre Auswahl hilfreich: Im Marionettenmuseum sind drei Dauerausstellungsräume benannt, während das Belén-Museum Kostüme in Wechselausstellungen zeigt. Die beiden Museen setzen damit unterschiedliche Akzente innerhalb der Cajamarquinischen Kultur.

Ein eigener architektonischer Bezug ist das Cuarto del Rescate. Es gilt als Cajamarcas wichtigstes historisches Monument und als einziges erhaltenes Beispiel inkaischer Architektur der Stadt. Von der Plaza de Armas ist es eine halbe Häuserzeile entfernt. So lässt sich die inkaische Architektur als eigener Bezug neben der spanisch-andinen Zeitspanne des historischen Zentrums einordnen.

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