Die Baños Termales de Aguas Calientes liegen im Zentrum von Machu Picchu Pueblo, auf etwa 2.164 Metern Höhe in der Naturregion Yunga. Sechs Becken unterschiedlicher Größe und Temperatur prägen die Anlage. Kunst im öffentlichen Raum, die lokale Steinbearbeitung und Ziele in der Umgebung ergänzen dieses Bild. Für Ihre Reiseplanung lohnt es sich, die Bäder im Ort von den natürlichen Quellen außerhalb und den Zielen in der Umgebung zu unterscheiden.
Thermalbäder und natürliche Quellen
Die sechs Becken der Baños Termales de Aguas Calientes unterscheiden sich in Größe und Temperatur. Daneben gibt es außerhalb von Machupicchu Pueblo eine weitere Form natürlicher Thermalquellen: Etwa 500 Meter vom Ort entfernt treten sie neben dem Río „Aguas Calientes“ dauerhaft an fünf verschiedenen Stellen aus dem Untergrund hervor. Ihre Temperaturen liegen zwischen 36 und 48 °C. Die Becken der Anlage im Zentrum und diese Quellen außerhalb sind also zwei unterschiedliche geografische Bezugspunkte, auch wenn beide mit Thermalwasser verbunden sind.
Diese Unterscheidung hilft, Ortsangaben bei der Tagesplanung richtig einzuordnen: Die Bäder liegen im Zentrum von Machu Picchu Pueblo; die fünf Stellen mit natürlichen Quellen befinden sich außerhalb des Ortes. Die ungefähre Entfernung der Quellen bleibt dabei eine Orientierung und keine genaue Weg- oder Gehzeitangabe.
Crónicas de Piedra im Stadtraum
Die Crónicas de Piedra sind ein Freilichtmuseum im städtischen Bereich von Machupicchu Pueblo. Die Skulpturen stehen an der Plazoleta de Wiñaywayna, im Parque Wiñaywayna und an den Zugängen zu den Thermalbädern. Sie begleiten Besucher auf ihrem Weg durch diese Bereiche. Der Rundgang verläuft durch öffentliche, von Besuchern genutzte Räume und vermittelt andine und inkaische Vorstellungen, Mythen und spirituelle Inhalte.
So begegnet die Kunst nicht nur an einem einzelnen Ausstellungsort, sondern an mehreren genannten Plätzen im Ort. Die Skulpturen sind Teil des Rundgangs durch öffentliche Bereiche; ihre Positionen lassen sich deshalb von den Thermalbädern bis zu den beiden Wiñaywayna-Orten unterscheiden. Wer sich für die kulturellen Themen interessiert, findet hier eine andere Perspektive als bei der Beschäftigung mit den Becken oder der Landschaft.
Serpentinstein und Handwerk
In der Umgebung kommt Serpentinstein reichlich vor. Das Gestein mit grünen Farbtönen und natürlichen Adern wird für detailreiche Skulpturen und dekorative Gegenstände verwendet. Mit diesen Arbeiten sind überlieferte Vorstellungen von Fruchtbarkeit, Schutz und Verbundenheit mit der Erde verbunden. Die Asociación Rumimaki Machupicchu ist eine Vereinigung örtlicher Handwerker, die sich organisiert der Bearbeitung des Steins widmen.
Die Serpentinsteinbearbeitung gilt als eine für den Distrikt repräsentative Handwerkstradition. Örtliche Meisterhandwerker haben sie an nachfolgende Generationen weitergegeben. Damit stehen die Kunstwerke der Crónicas de Piedra und das Handwerk in einer gemeinsamen materiellen Umgebung, ohne dass jede Skulptur aus Serpentinstein bestehen muss: Die beschriebenen Steinobjekte umfassen Skulpturen und dekorative Gegenstände, während der Rundgang zugleich kulturelle Vorstellungen und Mythen vermittelt.
Museum und Garten in der Umgebung
Das Museo de Sitio Manuel Chávez Ballón liegt nahe der alten Ruinenbrücke, etwa 30 Gehminuten von Machu Picchu Pueblo entfernt. Es ist das wichtigste archäologische Interpretationszentrum des Historischen Heiligtums von Machu Picchu. Der botanische Garten des Museums ermöglicht die Beobachtung einheimischer Pflanzen, Vögel und Schmetterlinge. Dazu zählen Orchideen, Begonien und Farne ebenso wie der Felsenhahn, Tangaren und Kolibris.
Der Museumsbesuch verbindet damit archäologische Interpretation und die Beobachtung einheimischer Natur. Die ungefähre Gehzeit gibt eine Orientierung für die Einordnung in den Tagesplan; sie macht das Museum nicht zu einem Ziel im Ortszentrum. Wenn Sie beide Themen interessieren, können Sie den Museumsbesuch und den Garten als eigenen Schwerpunkt neben den Bädern und der Kunst im Stadtraum betrachten.
Verbindungen für die Reiseplanung
Für die Verbindung von Machu Picchu Pueblo beziehungsweise Aguas Calientes zum Parque Arqueológico Nacional de Machu Picchu ist eine touristische Busfahrt über 10 Kilometer mit einer Dauer von 30 Minuten angegeben. Prüfen Sie den aktuellen Fahrplan, bevor Sie den Besuch fest einplanen, denn Transportdetails können sich ändern.
Eine andere Strecke führt vom Bahnhof Ollantaytambo nach Machu Picchu Pueblo beziehungsweise Aguas Calientes: Für die Zugfahrt sind 43 Kilometer und 1 Stunde 32 Minuten angegeben. Diese Zeit- und Streckenangaben beziehen sich auf unterschiedliche Verbindungen und Verkehrsmittel. Für die Reiseplanung sollten sie daher nicht als zwei Varianten derselben Fahrt verstanden werden; prüfen Sie auch hier den Fahrplan für Ihre Reisedaten.
Unterkunft nach den geplanten Besuchen auswählen
Für Ihre Unterkunftsplanung ist zunächst hilfreich, die Ziele nach ihrer Lage zu ordnen: Die Thermalbäder und Crónicas de Piedra liegen im Ort, während Museum und botanischer Garten in der Umgebung liegen. Die Verbindung zum Parque Arqueológico Nacional ist wiederum ein eigenes Planungsthema. Überlegen Sie, welche dieser Schwerpunkte Sie in Ihren Aufenthalt einbeziehen möchten, und planen Sie Wege und Fahrpläne entsprechend.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Aguas Calientes.