In Ica treffen religiöses Erbe, historische Architektur und die nahe Wüstenlandschaft von Huacachina aufeinander. Das Santuario del Señor de Luren, die Plaza de Armas und das Museo Regional geben der Stadtgeschichte unterschiedliche Anknüpfungspunkte; die Laguna de Huacachina ergänzt die Perspektive um Dünen und Uferpromenaden.
Religiöses Erbe und Stadtgeschichte
Das Santuario del Señor de Luren bewahrt das berühmte Bildnis des Señor de Luren, des Schutzpatrons der Stadt Ica. Auch die Feierlichkeiten und Prozessionen zu seinen Ehren gehören zum nationalen Kulturerbe Perus. Das Heiligtum liegt im Zentrum von Ica und verbindet diese religiöse Bedeutung mit einer markanten Architektur: Der Bau hat neoromanische Formen mit eklektischen Nuancen, einen Grundriss in Form eines lateinischen Kreuzes und eine Fläche von etwa 2.100 Quadratmetern.
Ein weiterer Bezugspunkt für die Stadtgeschichte ist die Plaza de Armas de Ica. Don Luis Gerónimo de Cabrera gründete sie 1563. Der zweispitzige Obelisk auf dem Platz stellt die Kulturen Nasca und Paracas dar. So treffen an diesem Ort Gründungsgeschichte und eine Darstellung regionaler Kulturgeschichte aufeinander.
Die Casona del Marqués de Torre Hermosa zeigt eine andere architektonische Spur. Sie zählt zu den wenigen erhaltenen Zeugnissen der vizeköniglichen Architektur in Ica. Das Gebäude hat Erdbeben und das städtische Wachstum überstanden; besonders auffällig ist sein aus Stein gearbeitetes Rokokoportal. Für die Einordnung der historischen Bauten sind damit sowohl die Architektur des Heiligtums als auch die erhaltene Casona aufschlussreich, ohne dass sie dieselbe Stilrichtung vertreten.
Sammlungen im Museo Regional de Ica
Im Museo Regional de Ica „Adolfo Bermúdez Jenkins“ bewahren die Sammlungen auch menschliche Überreste mit einem konkreten archäologischen Zusammenhang. Dazu gehören 52 Überreste, die im Rahmen des Forschungsprojekts „Proyecto Nasca“ während der Grabungskampagnen 2017–2018 im Zeremonialzentrum von Cahuachi und am Fundort Estaquería geborgen wurden.
Ein Spendenabkommen mit JICA ermöglichte die Anschaffung und Einrichtung von Ausrüstung für die angemessene Ausstellung und Konservierung prähispanischer Objekte. Dazu zählen Objekte aus den Kulturen Nazca, Paracas, Ica, Huari und Inka. Die Sammlungsthemen reichen damit über eine einzelne Kultur hinaus und ergänzen die architektonischen Zeugnisse der Stadt um archäologische Bestände.
Das Museum empfängt das Publikum an jedem ersten Sonntag im Monat kostenlos. Planen Sie den Museumsbesuch für einen ersten Sonntag im Monat, wenn Sie den freien Eintritt nutzen möchten.
Die nahe Wüstenlandschaft Huacachina
Im näheren Umfeld von Ica liegt die Laguna de Huacachina, umgeben von einer ausgedehnten Wüstenlandschaft, großen bewachsenen Dünen und Uferpromenaden. Damit unterscheidet sich die Landschaft deutlich von den religiösen, historischen und musealen Themen im Stadtgebiet.
Für die Strecke von der Plaza de Armas de Ica zur Laguna de Huacachina sind fünf Kilometer auf asphaltierter Straße angegeben. Mit dem privaten Auto dauert die Fahrt etwa 15 Minuten; je nach Verkehr kann die Fahrzeit variieren. So lässt sich ein Besuch der Laguna als kurzer Abstecher mit dem Auto von der Plaza de Armas aus einplanen.
Bei der Suche nach Hotels in Ica können Sie überlegen, ob die religiösen und historischen Orte der Stadt oder auch die Landschaft bei Huacachina den Schwerpunkt Ihres Aufenthalts bilden sollen. Für die Einschätzung der Umgebung sind dabei zwei unterschiedliche Maßstäbe hilfreich: die kulturellen Orte in Ica selbst und die bezifferte Fahrt von der Plaza zur Laguna. So lässt sich die Wahl des Reiseziels an den Interessen Ihrer Reise ausrichten, ohne Stadtgeschichte und Wüstenlandschaft gleichzusetzen.
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