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Die Provincia de Tarma lässt sich über mehrere sehr unterschiedliche Reiseanlässe erschließen: religiöse Traditionen in Muruhuay, Felskunst und Höhlen in Palcamayo und Huaricolca sowie ein markierter Weg im Santuario Nacional Pampa Hermosa. Die Kontraste reichen von einer jährlichen Pilgerpraxis über Höhlenmalereien mit einer weit zurückreichenden Datierung bis zu einer Wanderung mit angegebener Gehzeit. Für die Planung hilft es, diese kulturellen Orte und die konkret beschriebenen Wegabschnitte als verschiedene Schwerpunkte zu betrachten.

Pilgerkultur in Muruhuay

Die Festividad del Señor de Muruhuay wurde mit der Resolución Viceministerial N.° 067-2017-VMPCIC-MC vom 21. April 2017 als Immaterielles Kulturerbe der Nation anerkannt. Ihr wichtigster Austragungsort ist das Santuario de Muruhuay. Das Heiligtum zieht jedes Jahr Tausende Pilger an und verbindet katholische Riten mit andinen kulturellen Ausdrucksformen, darunter dem traditionellen Tanz der Chonguinada.

Auch die Ursprungserzählung gehört zum Profil des Heiligtums: Der Überlieferung zufolge wird seine Entstehung mit dem wundersamen Erscheinen eines Kreuzbildes auf einem natürlichen Felsen am Hang des Cerro Shalacoto verbunden. Anerkennung, Pilgerpraxis und Überlieferung beschreiben unterschiedliche Seiten desselben religiösen Ortes – seine kulturelle Bedeutung, seine Riten und die lokale Erzählung zu seinem Ursprung.

Felskunst und Höhlen in Palcamayo und Huaricolca

In Palcamayo liegt die Gruta de Huagapo. Ihre Felsmalereien zeigen Tiere und Jagdszenen und werden ungefähr auf die Zeit von 10.000 bis 6.000 v. Chr. datiert. Die Höhle gilt als eine der tiefsten Südamerikas. Die Motive und ihre ungefähre Zeitstellung geben diesem Ziel einen anderen Schwerpunkt als die Felskunststätten im Distrikt Huaricolca.

Das Mincetur-Inventar vom 21. April 2025 führt das Santuario Rupestre de Pintish Machay als Felskunststätte auf 4.075 m Höhe im Distrikt Huaricolca der Provinz Tarma. Die Stätte besteht aus zwei nahezu benachbarten Felsüberhängen mit Felskunst aus der andinen Lithikzeit. Wer sich für die Form einer Felskunststätte interessiert, findet hier also zwei Felsüberhänge; in Huagapo stehen dagegen die Tier- und Jagdmotive samt ihrer ungefähren Datierung im Vordergrund.

Einen weiteren Akzent setzt die Caverna de Mama Huari, ebenfalls in Huaricolca. Das Mincetur-Inventar vom 13. April 2025 beschreibt sie als Karsthöhle mit einer Höhe von 10 m und einer Tiefe von 14 m. Eine lokale Legende verbindet sie mit der Geschichte Huaricolcas und der Verarbeitung von Kamelidenfasern. Ihre messbaren Höhlenmaße und die überlieferte Verbindung zur lokalen Geschichte bieten einen anderen Zugang als die Bildmotive von Huagapo oder die lithikzeitliche Felskunst von Pintish Machay.

Wegplanung im Santuario Nacional Pampa Hermosa

Im Besucherbereich des Santuario Nacional Pampa Hermosa in Huasahuasi steht der mehr als 600 Jahre alte Cedro El Abuelo. Der markierte Weg dorthin ist 2 km lang und erfordert etwa zwei Stunden Gehzeit. Diese Angabe bezieht sich auf den genannten Weg und ist eine konkrete Orientierung für die Zeitplanung.

Die Beschreibung des Zugangs zum Besucherbereich nennt eine eigene Folge von Transport- und Fußabschnitten: 25 km mit einem geländegängigen Fahrzeug von San Ramón nach Nueva Italia, anschließend 500 m zu Fuß bis zum Refugio El Abuelo und weitere 2,5 km zu Fuß bis zur Pampa de los Cedros Centenarios. Für die Planung lassen sich so die Gehzeit auf dem markierten Weg und die genannten Abschnitte der Zuwegung getrennt betrachten, statt die rund zwei Stunden als Zeitmaß für den gesamten Besuch zu lesen.

Ein weiterer Kulturbezug im Reiseziel Junín

Im weiteren Reiseziel Junín ist auch die Huayligía oder Huaylegía der Provinzen Jauja und Tarma im Departamento Junín als Kulturerbe der Nation anerkannt. Eine offizielle Erklärung aus dem Jahr 2024 hält diese Anerkennung fest. Sie ergänzt den Blick auf regionale Traditionen, während die Festividad del Señor de Muruhuay ihren konkreten Austragungsort am Santuario de Muruhuay hat.

Weitere Reiseziele entdecken: Muruhuay, La Merced, Chanchamayo, Satipo, Concepción, Tarma, Huancayo.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Junín.

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