Zum Inhalt

In Szymbark treffen eine gotische Burg und eine geschützte Kiefernallee auf weitere markante Landschaftsmerkmale: den See Szymbarskie und einen verwilderten Park westlich der Burg. Die Burg verbindet eine Baugeschichte des 14. Jahrhunderts mit einer klaren heutigen Besuchsgrenze. Ihr Hof ist derzeit nicht zugänglich; von außen lässt sich die Anlage dennoch betrachten.

Die Burg von Szymbark

Die erste Bauphase der Burg dauerte von 1378 bis 1386. Die Anlage ist eine gotische Ruine aus dem 14. Jahrhundert und gilt als zweitgrößte Burg Polens nach Malbork. Als Verteidigungskomplex des Typs Castellum gilt sie in ihrer Form als einzigartig; zugleich diente sie als Residenz des Propstes des pomesanischen Domkapitels. Verteidigung und Residenz beschreiben damit zwei historische Funktionen derselben Anlage.

Seit den Sicherungs- und Beräumungsarbeiten in den 1960er-Jahren ist die Burg eine dauerhaft erhaltene Ruine und wird nicht genutzt. Die erste Bauphase und die späteren Sicherungsarbeiten markieren zwei weit auseinanderliegende Abschnitte ihrer Geschichte: Auf den Bau folgte die dauerhafte Erhaltung als Ruine.

Der Burghof von Szymbark kann derzeit nicht besichtigt werden, weil sich die Burg in Privatbesitz befindet; prüfen Sie den Besuchshinweis vor der Reise erneut. Von außen können Sie die Burg betrachten, indem Sie um ihre Mauern und durch den ehemaligen Park am See Szymbarskie spazieren. Im Burghof wurden Szenen für den Film „Król Olch“ mit John Malkovich gedreht.

Aleja Napoleona und die Landschaft

Die Aleja Napoleona ist eine etwa 200 Jahre alte Kiefernallee, die aus Szymbark hinausführt und vollständig als Naturdenkmal geschützt ist. Nach lokaler Überlieferung führte sie von Szymbark in Richtung des Schlosses in Kamieniec, in dem Napoleon 1807 zwei Monate lang stationiert war. Die Napoleon-Verbindung bleibt dabei als lokale Überlieferung einzuordnen.

Die Schutzangaben unterscheiden sich im Umfang: Die Allee ist vollständig als Naturdenkmal geschützt, während im verwilderten Park westlich der Burg viele der großen Eichen und Buchen als Naturdenkmale ausgewiesen sind.

Der nahe bei Szymbark gelegene See Szymbarskie liegt in der Pufferzone des Landschaftsparks. Seine Fläche wird mit 165,2 Hektar angegeben, seine Tiefe mit 25,1 Metern. Zusammen mit der aus dem Ort hinausführenden Allee und dem Park westlich der Burg ergibt sich so ein Landschaftsbild mit unterschiedlichen räumlichen Bezügen.

Besuch und Umgebung

Die Stiftung Zamek Szymbark richtete eine Website ein, die eine virtuelle Besichtigung der Burg aus dem 14. Jahrhundert und des sie umgebenden Parks ermöglichte. Im näheren Umfeld liegt außerdem der Friedhof der Familie von Finckenstein. Wenn Sie einen Besuch dort einplanen, prüfen Sie die Zugangsmöglichkeiten vorab.

Weitere Reiseziele entdecken: Wola, Janowo, Dobrzyki, Urowo, Siemiany, Kiemiany, Kałduny, Szałkowo.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Iławski.

Unterkünfte suchenAnzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.