Stadtmauerfragmente mit gotischen Tortürmen, die Basilika St. Thomas des Apostels und Wege durch das Drwęca-Tal geben Nowe Miasto Lubawskie einen ausgeprägten kulturhistorischen Charakter. Der Ort liegt im Tal der mäandrierenden Drwęca; sein östlicher Teil befindet sich im Landschaftsschutzgebiet Obszar Chronionego Krajobrazu Doliny Dolnej Drwęcy. Auch der historische Marktplatz bewahrt seinen besonderen Charakter. Das städtebauliche Ensemble von Nowe Miasto Lubawskie wurde 1957 in das Denkmalregister eingetragen.
Basilika und mittelalterliche Baukunst
Mit dem Bau der Kirche des heiligen Thomas des Apostels wurde um 1300 begonnen. Im Inneren der Basilika stehen mehrere Altäre aus dem 17. und 18. Jahrhundert; hinzu kommen ein spätrenaissancezeitlicher Chor und eine Orgel aus dem frühen 17. Jahrhundert. Eine gotische Wandmalerei aus der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts befindet sich im Hauptschiff. Sie stellt den gekreuzigten Christus dar. Im Vorraum haben die Gewölbekonsolen die Form menschlicher Köpfe mit teuflischen Fratzen. Die unterschiedlichen Bauteile und Ausstattungsstücke führen so durch mehrere Jahrhunderte Kirchenkunst, ohne dass sich das Interesse auf eine einzelne Epoche beschränkt.
Stadtmauer, Tortürme und Museum
Der Bau der Stadtmauern begann in den 1330er-Jahren. Von der mittelalterlichen Befestigung sind Fragmente mit den gotischen Tortürmen Brodnicka und Lubawska erhalten. Am Lubawska-Turm blieben trotz späterer Veränderungen originale Schießscharten und charakteristische Erker bewahrt. Die Türme bieten damit konkrete architektonische Details, an denen sich erhaltene Teile der Wehrarchitektur beschreiben lassen.
Der Brodnicka-Turm ist auch als Baszta Kurzętnicka bekannt. Im 19. Jahrhundert wurde er in ein Stadtarchiv umgewandelt; seit 1959 befindet sich dort das Muzeum Ziemi Lubawskiej. Seine Sammlungen veranschaulichen Geschichte und Alltag der Bewohner der Region über mehrere Jahrhunderte. Prüfen Sie vor einem Museumsbesuch die aktuellen Öffnungszeiten. Zum historischen Stadtbild gehören außerdem der Pfarrfriedhof mit Grabsteinen, einer neoklassizistischen Leichenhalle, angrenzenden Grabkapellen und einem Friedhofstor.
Zu Fuß und mit dem Rad unterwegs
Der 13 Kilometer lange Wanderweg TO-2215 verbindet Nowe Miasto Lubawskie mit dem gelben Wanderweg im Drwęca-Tal. Er beginnt nahe dem ehemaligen Bahnhof und führt über Nawre, Nowy Dwór Bratiański und Chrośle nach Radomno. Eine weitere Möglichkeit ist die 12,8 Kilometer lange Radroute zwischen Nowe Miasto Lubawskie und Kurzętnik, die durch das im Natura-2000-Netz geschützte Drwęca-Tal verläuft. Beide Strecken sind ähnlich lang, unterscheiden sich aber in Verkehrsmittel, Verlauf und Ziel. Die Familienradroute beginnt am Marktplatz und führt über die Kościelna-, Działyńskich- und Tysiąclecia-Straße. Prüfen Sie vor der Tour den aktuellen Zustand der ausgewiesenen Wege.
Auch der Jakobsweg Camino de Santiago verläuft durch Nowe Miasto Lubawskie. Sein weiterer Verlauf führt durch das Drwęca-Tal und Wälder sowie an den Ufern der Seen von Ermland und Masuren entlang. Damit treffen in der Umgebung Routen mit unterschiedlichen Schwerpunkten aufeinander: die örtlich beschriebene Familienradroute, eine bezifferte Wanderstrecke nach Radomno, eine Radverbindung nach Kurzętnik und der überregionale Pilgerweg. Die Wegangaben helfen, diese Möglichkeiten auseinanderzuhalten, ohne sie zu einer einzigen Tour zusammenzufassen.
Kulturveranstaltungen
Das Kinoteatr Harmonia verfügt über 197 Sitzplätze und kann bei Kulturveranstaltungen und Konzerten bis zu 300 Personen aufnehmen. Neben den Kirchen- und Turmbauten erweitert dieser Veranstaltungsort das kulturelle Bild der Stadt um ein Angebot für Film, Konzerte und weitere Kulturveranstaltungen.
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