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Naguszewo verbindet archäologische Zeugnisse am Ort mit einer ausgeprägten Kirchen- und Landschaftsgeschichte im nahe gelegenen Rumian. Für die Themenwahl lohnt es sich, beide Ebenen auseinanderzuhalten: Der Grabhügel und eine Siedlungsspur gehören zu Naguszewo, während die barocke Pfarrkirche und die alten Winterlinden in Rumian liegen. So bleibt der örtliche Schwerpunkt erkennbar, während das nahe Umfeld einen eigenen kulturellen Bezug erhält.

Archäologie und historische Bezüge

Zu Naguszewos archäologischen Zeugnissen gehören der Grabhügel „Kurhan Naguszewo“ und eine archäologische Siedlungsspur, Fundstelle 1. Damit sind im Ort zwei unterschiedliche archäologische Formen verbunden: ein Grabhügel und Spuren einer Siedlung.

Nach einer lokalen historischen Darstellung kam Naguszewo im Dreizehnjährigen Krieg von 1454 bis 1466 zum Königreich Polen, während das nahe Groszki im Deutschordensstaat verblieb. Die Grenze zwischen den beiden heutigen Dörfern war damit damals eine Staatsgrenze. Dieser historische Bezug ordnet Naguszewo in eine Zeit ein, als die benachbarten Orte verschiedenen Herrschaftsgebieten angehörten.

Zur Gründungs- und Landverleihungsgeschichte gibt es unterschiedliche Darstellungen. Eine lokale historische Darstellung berichtet, dass Bischof Wawrzyniec Gembicki am 9. Januar 1609 in Lubawa die Erneuerung der Landverleihung für Naguszewo als Lokationsurkunde bestätigte. Zur historischen Landverleihung gehörten 30 włóki erblich bewirtschaftbaren Landes für die Familie Nagoszewskich sowie das Fischereirecht am Rumiańskie-See.

Auch die Pfarrgeschichte verbindet die Orte: Eine bischöfliche Visitation von 1706 verzeichnete mehrere Personen aus Naguszewo, die zwischen 10 und 50 Floren für den Bau der Pfarrkirche in Rumian zugesagt hatten. Historisch gehörte Naguszewo ab 1850 zur Pfarrei in Rumian. Die beiden Angaben zeigen unterschiedliche Verbindungen zur Kirche: zunächst Zusagen für ihren Bau, später die Zugehörigkeit zur Pfarrei.

Die Pfarrkirche und Naturdenkmale in Rumian

Im nahe gelegenen Rumian steht die hölzerne Pfarrkirche St. Barbara, 1714 im Barockstil errichtet und als Denkmal geschützt. Zu ihrer Ausstattung gehören ein spätrenaissancezeitlicher Heilig-Kreuz-Altar, ein barocker Altar sowie ein Hauptaltar aus dem 18. Jahrhundert. Die drei Altäre vereinen damit unterschiedliche Stil- und Zeitbezüge in einem Bauwerk.

Die Kirche besitzt außerdem eine von Paul B. Voelkner 1909 gebaute Orgel mit neobarocker Außengestaltung. Rund um das Gebäude stehen alte Winterlinden, die als Naturdenkmale gelten; der größte Baum hat einen Stammumfang von 423 cm. In Rumian treffen so Baugeschichte, künstlerische Ausstattung und geschützte Bäume aufeinander. Wer die Themen für einen Aufenthalt ordnet, kann den archäologischen und ortsgeschichtlichen Bezug Naguszewos von diesem Kirchen- und Naturdenkmalensemble unterscheiden.

Aktivitätszone und Verbindung der Orte

In Naguszewo wurde eine offene Aktivitätszone mit Geräten für Outdoor-Fitness, einem Ruhebereich und gestalteten Grünflächen errichtet. Sie ergänzt die historischen Themen um eine gestaltete Fläche für Bewegung und Pause. Die Kreisstraße 185039N verbindet Naguszewo und Rumian; damit ist der räumliche Bezug zwischen den beiden Orten auch als Straßenverbindung benannt.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Soldau.

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