Hinter einem Tor aus dem Jahr 1800 erhebt sich die Kirche St. Peter und Paul in Zagórów. Ihr spätbarocker Umbau, Kunstwerke aus älteren Jahrhunderten und der Markt auf dem Duży Rynek geben dem Ort unterschiedliche Anknüpfungspunkte: Architektur und sakrale Kunst auf der einen, ein wiederkehrender Markttag auf der anderen Seite.
Kirche St. Peter und Paul: Baugeschichte und Raum
Zwischen 1740 und 1760 wurde die Kirche durch die Stiftung des Abts von Ląd, Antoni Mikołaj Łukomski, im spätbarocken Stil umgebaut. Die Spanne verortet die Bauphase in der Mitte des 18. Jahrhunderts; das Tor aus dem Jahr 1800 setzt dazu einen späteren zeitlichen Bezugspunkt. Zusammen geben Stifter, Stil und zwei Zeitangaben einen konkreten Rahmen für die historische Einordnung, ohne den Umbau auf ein einzelnes Jahr zu verkürzen.
Der Innenraum ist einschiffig und hat einen rechteckigen Chor. In den Armen des Querschiffs liegen zwei Kapellen, die der Muttergottes und dem Heiligen Kreuz gewidmet sind.
Werke und Ausstattung
Im Hauptaltar befindet sich in einem Rokokorahmen ein Bild der Muttergottes mit dem Kind aus der Mitte des 17. Jahrhunderts. Seitlich des Hauptaltars stehen Skulpturen der Heiligen Petrus und Paulus aus dem 16. Jahrhundert. Das Gewölbe ist mit einer Polychromie, einer mehrfarbigen Ausmalung, von Aleksander Przewalski gestaltet. Przewalski war Maler und Bildhauer sowie Schüler von Jan Matejko. Zur Ausstattung gehören außerdem spätbarocke Seitenaltäre, ein Rokoko-Taufbecken und eine Kanzel, die mit den Wappen Pobóg und Ślepowron geschmückt ist.
Eine Kapelle ist der Muttergottes gewidmet, und auch das Hauptaltarbild zeigt die Muttergottes mit dem Kind. So taucht dieses Motiv sowohl in der Raumwidmung als auch im Altarbild auf. Die Zeitangaben machen eine weitere Unterscheidung möglich: Die Skulpturen stammen aus dem 16. Jahrhundert, das Bild aus der Mitte des 17. Jahrhunderts; der Umbau gehört in die Mitte des 18. Jahrhunderts. Die datierten Kunstwerke lassen sich so zeitlich von der spätbarocken Bauphase unterscheiden.
Markt und regionale Orientierung
Auf dem Duży Rynek findet jeden Mittwoch und Samstag ein Markt statt. Wenn Sie den Markt als Anlass für Ihre Reise wählen, richten Sie Ihre Planung auf einen dieser Wochentage aus und prüfen Sie den Termin vor der Abreise lokal. Das ist eine andere Planungslogik als bei der Kirche: Beim Markt zählt der passende Wochentag, beim Interesse an der Kirche stehen Bauform, Kunstwerke und ihre zeitliche Einordnung im Vordergrund.
Zagórów liegt nahe der Warthe im Powiat Słupecki der Woiwodschaft Großpolen. Der Straßenabschnitt zwischen Zagórów und Ląd ist landschaftlich reizvoll. Die beiden Angaben geben unterschiedliche geografische Orientierung: Die Flussnähe bezieht sich auf den Ort, der Landschaftshinweis auf einen bestimmten Straßenabschnitt zwischen Zagórów und Ląd. Dieser Landschaftsbezug ergänzt die kulturellen und zeitgebundenen Interessen um einen weiteren Aspekt.
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