Zum Inhalt

Zwei Themen prägen den Blick auf Nekla: die Kirche des heiligen Andreas mit ihrer Baugeschichte und Kunst sowie das Gutshofensemble mit seinem Park. Die Details führen von sakraler Ausstattung über Architektur bis zur Umgestaltung einer Grünanlage. So erschließt sich Neklas Geschichte über unterschiedliche Gebäude, Kunstwerke und Gartenformen.

Kirche des heiligen Andreas: Baugeschichte und Kunst

Der Bau der neuen Pfarrkirche des heiligen Andreas begann im September 1899; geweiht wurde sie am 21. Juni 1901. Zwischen Baubeginn und Weihe lagen weniger als zwei Jahre. In der Kirche befinden sich drei barocke Altäre, eine Kanzel und ein Rokoko-Taufbecken, die aus der früheren Kirche übertragen wurden. Die Baugeschichte und die ältere Ausstattung verweisen damit auf unterschiedliche Zeitlagen, die in Nekla an einem Kirchenbau zusammentreffen.

An der Fassade befindet sich eine steinerne Passionsgruppe, geschaffen vom Posener Künstler Władysław Marcinkowski. Die Glasfenster stammen aus der königlichen Kunstanstalt in München. Fassadenplastik und Fenster ergänzen die übertragenen Ausstattungsstücke um weitere kunsthistorische Aspekte: einen benannten Künstler und die Herkunft der Fenster aus einer Münchner Kunstanstalt.

Gutshofensemble und Baugeschichte in Nekla

Das Gutshofensemble in Nekla besteht aus einem Palast, dem ehemaligen Stall- und Kutschenhaus sowie dem umgebenden Park. Das Herrenhaus in Nekla wurde um 1870 im eklektischen Stil errichtet. In der Architektur bezeichnet „eklektisch“ eine Gestaltung, die Elemente unterschiedlicher Stilrichtungen aufnimmt. Bauzeit und Stilbegriff geben zwei verschiedene Anhaltspunkte, um das Herrenhaus einzuordnen. Zeitlich liegt die Kirchenbauphase rund drei Jahrzehnte nach der Errichtung des Herrenhauses: Der Bau der Kirche begann 1899, die Weihe folgte 1901.

Das ehemalige Stall- und Kutschenhaus im Park des Gutshofensembles wurde in den 1980er-Jahren für das Nekielski Ośrodek Kultury umgebaut. Diese spätere bauliche Veränderung liegt zeitlich nach der Errichtung des Herrenhauses um 1870 und ergänzt die Baugeschichte Neklas um eine weitere Etappe.

Parkgeschichte und Naturdenkmale

Der Park rund um das Gutshofensemble umfasst 17,33 Hektar. Aus einem französischen Garten wurde ein englischer Landschaftspark. Damit gehören sowohl die Größe als auch der Wandel der Gartengestaltung zu seiner Geschichte. Mehr als 3.500 Laub- und Nadelbäume sowie Sträucher wachsen im Park.

Zu den Naturdenkmalen zählen europäische Lärchen, Eichen und Schwarzerlen; außerdem gehört die mehr als 200 Jahre alte Birne Józefinka zum Park. So verbinden sich die Entwicklung der Anlage und ihre konkrete Pflanzenwelt. Die benannten Baumarten stehen dabei neben einem einzelnen, nach Alter und Namen unterscheidbaren Baum. In Nekla liegen die thematischen Akzente entsprechend verschieden: In der Kirche stehen Bauzeit, übertragene Ausstattung und Kunstwerke im Vordergrund, im Park Gartenentwicklung, Gehölze und Naturdenkmale.

Weitere Reiseziele entdecken: Grzybowo, Węgierki, Zasutowo, Miłosław, Wreschen, Lipie, Bierzglinek

Unterkünfte suchenAnzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Wreschen.