Im Wietrznia-Reservat wird die Geologie Kielces als Landschaft sichtbar: Drei miteinander verbundene Abbaustätten bilden einen von Felswänden begrenzten Canyon. Eine interaktive Ausstellung zur Devonzeit ergänzt den geologischen Schwerpunkt; historische Innenräume und das Muzeum Zabawek i Zabawy setzen andere Akzente. So finden Sie in Kielce Natur- und Kulturthemen für unterschiedliche Interessen.
Geologie: Wietrznia und die Devonzeit
Im östlichen Teil von Kielce liegt das Wietrznia-Reservat zwischen den Straßen Wojska Polskiego, Daleszycka und Księcia Józefa Poniatowskiego. Es ist das größte der geologischen Reservate von Kielce; insgesamt liegen vier geologische Reservate im Stadtgebiet. Die Abbaustätten Wietrznia, Międzygórz und Międzygórz Wschodni bilden zusammen einen etwa 800 Meter langen Canyon, der von Felswänden begrenzt wird.
Auf dem Gelände des Reservats befindet sich das Centrum Geoedukacji. Besucher können dort eine interaktive Ausstellung zum geologischen Erbe der Region erkunden, deren Schwerpunkt auf der Devonzeit liegt. Landschaftsform und Ausstellung setzen damit zwei geologische Akzente: den Canyon und die Erdgeschichte. Prüfen Sie vor der Anreise die aktuellen Besucherarrangements des Centrums.
Spielzeugmuseum: Sammlung und Mitmachen
Das Muzeum Zabawek i Zabawy zeigt unter anderem historische und volkstümliche Spielsachen, Puppen aus aller Welt, Fahrzeugmodelle, eine elektrische Eisenbahn und Theatermarionetten. Die Auswahl einzelner Exponate kann sich ändern. Kinder können interaktive Ausstellungen besuchen, Exponate berühren und die Spielecke nutzen. Im Sommer steht ihnen außerdem der Museumshof zum Spielen offen. Wenn gerade die Mitmachangebote für Ihre Planung wichtig sind, prüfen Sie vor dem Besuch die aktuellen Ausstellungsarrangements.
Historische Innenräume in Kielce
Der ehemalige Krakauer Bischofspalast in Kielce besitzt originale Innenräume aus dem 17. und 18. Jahrhundert. Zu den Details gehören gerahmte Decken mit Gemälden aus der Werkstatt von Tomasz Dolabella, bemalte Balkendecken und Deckenfriese. Die Deckenmalerei und die sichtbare Gestaltung der Balken zeigen unterschiedliche Aspekte historischer Raumkunst.
Kultur im übergeordneten Reiseziel Kielce
Im übergeordneten Reiseziel Kielce erweitert der Ethnografische Park in Tokarnia den Blick auf ländliche Architektur. Das Freilichtmuseum umfasst mehr als 65 Hektar und über 80 historische Bauwerke, darunter Bauernhäuser, Scheunen, Windmühlen, Kirchen und Herrenhäuser. Es rekonstruiert typische Siedlungsstrukturen von Dörfern aus vier Teilregionen der Kielecczyzna: dem Świętokrzyskie-Gebirge, der Krakau-Tschenstochauer Jura, der Sandomierz-Hochebene und dem Nidatal-Becken. Damit stehen nicht nur einzelne Gebäudetypen, sondern auch dörfliche Siedlungsformen im Mittelpunkt. Thematische Führungen mit Guide werden Gruppen und Einzelbesuchern angeboten; dafür ist eine Reservierung erforderlich.
Auch das Herrenhaus Henryk Sienkiewiczs in Oblęgorek gehört zum kulturellen Angebot im übergeordneten Reiseziel Kielce. Dort befindet sich Polens erstes Museum, das dem Leben und Werk des Nobelpreisträgers gewidmet ist. Die historischen Innenräume im Erdgeschoss rekonstruieren seine Wohnung mit Arbeitszimmer, Wohnzimmer, Esszimmer, Raucherzimmer und Schlafzimmer. Die Königsburg von Chęciny war im Mittelalter eine der bedeutenden Festungen der Krone. Das Kloster Święty Krzyż ist eine aktive sakrale Einrichtung, die früher mit Benediktinern verbunden war und heute von den Missionaren der Oblaten der Unbefleckten Jungfrau Maria bewohnt wird.
Weitere Reiseziele entdecken: Mojcza, Ciecierze, Cedzyna, Mniów, Radlin, Cisów, Miedziana Góra, Wielebnów.
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