Zum Inhalt

Am Fuß der Świętokrzyskie-Berge liegt Domaszowice. Für eine Reise mit kulturgeschichtlichem Schwerpunkt geben die Kapelle Unserer Lieben Frau von Tschenstochau, die domaszowskie-Zapaski und historische Erinnerungszeichen verschiedene Einblicke in den Ort. Die Themen reichen von Bauphasen und Ausstattung über textile Gestaltung bis zu früheren Wegen und Bräuchen.

Kapelle: Baugeschichte und Ausstattung

Die Kapelle Unserer Lieben Frau von Tschenstochau wurde Mitte des 19. Jahrhunderts in Domaszowice Rządowe, auch Stara Wieś genannt, nahe dem heute nicht mehr bestehenden Bischofshof errichtet. Zunächst bestand sie nur aus dem heutigen Presbyterium; später kamen das Langhaus und ein kleiner Glockenturm mit Dachreiter hinzu. Anders als die meisten anderen Kapellen desselben Bauvorhabens, die aus Holz gebaut wurden, entstand diese Kapelle aus Mauerwerk.

Im Langhaus hängt ein Madonnenbild, dessen Rahmen die Jahreszahl 1815 trägt. An den Seitenaltären befinden sich links ein vermutlich aus dem späten 18. Jahrhundert stammendes Bild des heiligen Isidor und rechts ein vermutlich aus derselben Zeit stammendes Bild des heiligen Antonius. Ein Weihwasserbecken aus Bolechów-Stein gehört ebenfalls zur Ausstattung. Die Zeitangaben beziehen sich auf unterschiedliche Details: 1815 steht auf dem Rahmen des Madonnenbildes, während die Datierung der beiden Seitenaltar-Bilder nur wahrscheinlich ist. Auf dem Kirchhof steht ein gusseisernes Kruzifix aus dem Jahr 1897, gestiftet von Franciszek und Maciej Strużyk.

Textiltradition und Erinnerungszeichen

Domaszowice gilt als Ausgangspunkt der Mode für die sogenannten domaszowskie-Zapaski. Sie zeichnen sich durch schmale Streifen aus und gelten als ältester Zapaski-Typ in der Region Świętokrzyskie. Die Einordnung verbindet zwei Maßstäbe: Domaszowice als Ausgangspunkt der Mode und Świętokrzyskie als Region, in der der Typ als ältester gilt.

Ein weiteres Erinnerungszeichen ist ein Eisenkreuz auf einem steinernen Sockel. Seine Inschrift „Błogosław Boże Twojemu ludowi“ erinnert an patriotische Kundgebungen vor dem Januaraufstand. Walery Przyborowski wurde in Domaszowice geboren; er war Januaraufständischer, Historiker und Schriftsteller.

Historische Wege und regionale Einordnung

Früher führte durch Domaszowice ein Pilgerweg nach Tschenstochau. Historisch liefen dort außerdem zwei Wege zusammen: einer aus Kielce, die heutige Domaszowska-Straße, und einer aus Szydłówek. Der Pilgerweg war auf Tschenstochau ausgerichtet; die beiden anderen Wege kamen aus unterschiedlichen Orten. So stehen ein religiöser Zielweg und historische Verbindungen nach Kielce und Szydłówek nebeneinander.

Eine Baumgruppe und verwilderte Parkreste sind sichtbare Spuren des ehemaligen Gutshofs in Domaszowice. Östlich grenzt Domaszowice an Cedzyna; dort liegt ein Stausee am Fluss Lubrzanka. Am Ende der Karnevalszeit finden in Domaszowice auf Initiative des Gesangsensembles Domaszowianki die Kusoki statt. Die zeitliche Einordnung unterscheidet sich von den Bau- und Landschaftsspuren: Die Kusoki gehören zum Karnevalskalender, während Kapelle, Kreuze und Gutshofreste die Ortsgeschichte räumlich prägen.

Weitere Reiseziele entdecken: Wola Kopcowa

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Masłów.

Unterkünfte suchenAnzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.