Zum Inhalt

Eine ehemalige Kapelle, die zeitweise als Speicher diente, gibt Żyraków einen ungewöhnlichen historischen Ausgangspunkt. Daneben stehen die Geschichte der heutigen Pfarrkirche und die Merkmale des Herrenhausparks. Für Ihre Reiseplanung lassen sich damit verschiedene Interessen auseinanderhalten: die wechselnde Nutzung eines Sakralbaus, kirchliche Bau- und Ausstattungsdetails sowie Park und Baumbestand. Diese Motive ergänzen sich, ohne dieselbe Baugeschichte zu erzählen. So können Sie schon bei der Wahl des Aufenthaltsschwerpunkts überlegen, ob Sie vor allem historische Abläufe, sakrale Kunst oder Landschaftsmerkmale verfolgen möchten.

Von der Kapelle zum Gottesdienst

Ende des 18. Jahrhunderts ließ der damalige Eigentümer des Dorfes die Kapelle der Heiligsten Dreifaltigkeit aufgeben und nach dem Aufstocken in einen Speicher umbauen. 1946 gab Witold Pieniążek, der damalige Gutsherr, das Gebäude der ehemaligen Kapelle an die Pfarrei zurück. Dadurch konnte es umgebaut und wieder als Ort des Gottesdienstes genutzt werden. Bereits 1947 weihte Bischof Jan Stepa die renovierte Kapelle. Die beiden Daten markieren verschiedene Schritte: Die Rückgabe ermöglichte den Umbau, die Weihe folgte im Jahr darauf. Für die Ortsgeschichte ist gerade dieser zeitliche Zusammenhang aufschlussreich, weil er die spätere Wiederaufnahme des Gottesdienstes von der früheren Umwandlung unterscheidet.

Pfarrkirche: Weihe, Grundstein und Innenausstattung

Die heutige Pfarrkirche gehört zu einer späteren Etappe. Bischof Jerzy Ablewicz weihte sie am 29. Mai 1983. In ihren Grundstein wurden drei Steine aus dem Heiligen Land eingelassen: aus der Geburtsgrotte in Bethlehem, aus Ain Karim und vom Ölberg. Diese Herkunftsorte geben dem Grundstein einen konkreten religiösen Bezug; die Weihe markiert ein klar datiertes Ereignis in der Geschichte der Kirche. Auch die Innenausstattung bietet unterschiedliche Anhaltspunkte. Im Zentrum des Chorraums befindet sich ein Gemälde aus dem 17. Jahrhundert, das die Heiligste Dreifaltigkeit darstellt. Das Bild greift damit dasselbe Dreifaltigkeitsmotiv auf, das bereits in der Kapellengeschichte begegnet. Die übrigen Elemente der Innenausstattung stammen von Bogdana Ligęza-Drwal. So lassen sich das einzelne datierte Gemälde und die übrige Ausstattung als zwei verschiedene kunstgeschichtliche Blickpunkte unterscheiden. Wenn Sie diese Details selbst im Kircheninneren ansehen möchten, klären Sie vorab, ob ein Besuch möglich ist.

Herrenhaus und Parklandschaft

Im östlichen Teil des Herrenhausparks liegt ein Teich. Reste eines alten Baumbestands sind erhalten; Eichen und Ahornbäume überwiegen. Neben der Wasserfläche ist damit auch die Zusammensetzung des verbleibenden Baumbestands ein konkretes Merkmal des Parks. Beim Herrenhaus in Żyraków steht dagegen die Bauform im Mittelpunkt. Es hat den Charakter eines schlichten, vorstädtischen Gutshauses und ähnelt etwas städtischen öffentlichen Gebäuden. Für Ihre thematische Auswahl sind das zwei unterschiedliche Ansätze: Der Park lässt sich über Teich und Baumarten einordnen, das Herrenhaus über seine architektonische Gestalt. Wer sich sowohl für historische Bauten als auch für Landschaft interessiert, findet damit neben der sakralen Geschichte weitere Aspekte, die den Aufenthalt in Żyraków prägen.

Weitere Reiseziele entdecken: Bielowy, Pustków-Osiedle, Grabiny, Łęki Dolne, Brzeźnica, Góra Motyczna, Podgrodzie, Żdżary.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Dębica.

Unterkünfte suchenAnzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.