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Jodłownik erschließt sich über zwei Marienkirchen mit unterschiedlichen Baugeschichten: die historische Holzkirche und die neue Pfarrkirche. Auch im Gemeindegebiet gibt es eigenständige Ortsbezüge: Kostrza steht für Bergwald und Natur, Szczyrzyce für ein Sanktuarium und ein Museum. So lässt sich der Aufenthalt nach den Themen ordnen, die Sie besonders interessieren.

Die historische Holzkirche und ihre Ausstattung

Die Filialkirche der Geburt der seligen Jungfrau Maria wurde 1585 unter der Patronage von Przecław Niewiarowski errichtet. Sie ist eine Blockbaukirche aus Lärchenholz; ihre Wände sind senkrecht verbrettert. Die Angaben ergänzen einander: Blockbau bezeichnet die Bauart, während Material und Wandgestaltung die konkrete Ausführung beschreiben. Die Holzkirche ist in einen größeren Pfarrkomplex mit Parkplätzen und Wegen eingebunden und in die Route der Holzarchitektur in Małopolska aufgenommen.

Auch die Ausstattung gibt einen zeitlichen Anhaltspunkt. Die Kirche bewahrt eine Kanzel aus der Spätrenaissance vom Ende des 16. Jahrhunderts und ein hölzernes Taufbecken von 1915. Die Kanzel liegt zeitlich nahe an der Errichtung der Kirche; das Taufbecken stammt aus einer deutlich späteren Epoche. Damit lässt sich die Geschichte des Bauwerks auch an den unterschiedlichen Datierungen seiner Ausstattung ablesen.

Die neue Pfarrkirche und übertragene Gegenstände

Die neue Pfarrkirche entstand nach einer Genehmigung von 1980. Der Bau begann 1981 und wurde innerhalb von sechs Jahren errichtet; konsekriert wurde die Kirche am 2. August 1987. Die Jahreszahlen bezeichnen unterschiedliche Schritte: Genehmigung, Baubeginn und Weihe.

In die neue Kirche wurden das Bild der Gottesmutter von Jodłownik und zwei Glocken aus dem 16. Jahrhundert übertragen. Das Bild, das als Gottesmutter von Jodłownik bekannt ist, gehört zum Typ der Schneemadonna. So stehen die Baugeschichte des neuen Gotteshauses und die Geschichte der übernommenen Gegenstände nebeneinander: Die Kirche entstand in den 1980er-Jahren, während die Glocken aus dem 16. Jahrhundert stammen und das Marienbild einen eigenen religiösen Bildtyp bezeichnet.

Kirchen und Radwege

Die historische Filialkirche gehört zur Route der Holzarchitektur in Małopolska. Beide Kirchen sind außerdem Sehenswürdigkeiten am Żeleński-Radweg und am Karpaten-Radweg. Der Holzarchitekturbezug betrifft damit die historische Kirche, während die beiden Radwege die alte und die neue Kirche aufführen. Für die thematische Einordnung ist das ein nützlicher Unterschied: Der Radwegebezug umfasst beide Bauwerke.

Natur und Kultur im Gemeindegebiet

Kostrza ist eine separate Siedlung und Bergregion in der Gemeinde Jodłownik. Durch einen Buchenwald führt ein steiler Anstieg auf den Gipfel des Góra Kostrza. Im Wald wächst eine Gruppe der Farnart Języcznik; außerdem beherbergt er das 180 Jahre alte Naturdenkmal Pan Buk. Der steile Anstieg und die benannten Naturmerkmale geben diesem Gemeindegebiet einen anderen Schwerpunkt als den Kirchen in Jodłownik.

Ein weiterer eigenständiger Ort in der Gemeinde ist Szczyrzyce. Das Sanktuarium Unserer Lieben Frau von Szczyrzyce bewahrt ein wundertätiges Marienbild, das dort seit fast 800 Jahren verehrt wird. In der Klosterscheune befindet sich ein Museum mit historischen, militärischen und religiösen Sammlungen. Damit kommen zur Kirchenarchitektur in Jodłownik weitere religiöse und historische Themen im Gemeindegebiet hinzu.

Bei der Wahl einer Ferienwohnung kann der Schwerpunkt des Aufenthalts eine erste Orientierung geben: Möchten Sie vor allem die Kirchen und ihre Baugeschichte in Jodłownik in den Blick nehmen, oder sollen auch Natur und weitere Kulturthemen im Gemeindegebiet dazugehören? Kostrza und Szczyrzyce sind dabei als eigene Ortsbezüge zu betrachten.

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