In Olkusz treffen Spuren des Bergbaus auf gotische Kunst, Ausstellungen und Angebote für aktive Tage. Der Silberne Gauklerweg führt durch die Altstadt; Rad- und Naturwege reichen darüber hinaus in die Gemeinde Olkusz. So lässt sich der Aufenthalt nach unterschiedlichen Interessen ausrichten, ohne dass dafür ein einzelnes Thema den ganzen Besuch bestimmen muss.
Altstadt: Bergbaugeschichte auf Wegen und im Pflaster
Der lehr- und geschichtliche Silberne Gauklerweg ist ein konkreter Zugang zur Bergbaugeschichte von Olkusz. In der Altstadt stehen entlang des Weges 18 Bergmannsfiguren. Außerdem umfasst er mehr als 130 in den Gehweg eingelassene Nachbildungen von Olkuszer Trojaken – Münzen mit dem Bildnis von König Sigismund III. Wasa. Figuren und Münzen machen die Geschichte auf unterschiedliche Weise im Stadtraum sichtbar: hier als Bergmannsfiguren, dort als Münzbilder im Pflaster.
Eine weitere Möglichkeit, sich mit der Altstadt zu beschäftigen, ist das Stadtspiel „Zagadki olkuskiej starówki“. Die Route ist etwa 1,5 Kilometer lang und führt durch die Altstadt von Olkusz. Im Vergleich dazu bildet das Radspiel „Od olkuskich gwarków do rabsztyńskich rycerzy“ eine 14 Kilometer lange Rundstrecke von Olkusz zur Burg Rabsztyn und zurück. Die Angaben beschreiben zwei unterschiedliche Formate und Streckenlängen: ein Stadtspiel in der Altstadt und eine Radrunde mit Start und Ziel in Olkusz.
Kirche, Ausstellungen und Sammlungen
Die gotische Basilika St. Andreas wurde an der Wende vom 13. zum 14. Jahrhundert errichtet. Zu ihren Kunstwerken zählt ein gotischer Flügelaltar aus dem späten 15. Jahrhundert, der als einer von vier solchen Altären in Polen gilt. Kirche und Altar bieten damit zwei unterschiedliche historische Anknüpfungspunkte: die Bauzeit der Basilika und die spätere Entstehungszeit des Altars.
„Podziemny Olkusz“ verbindet die Geschichte des Ortes mit zwei Ausstellungsbereichen in Kellerräumen. Eine Präsentation befindet sich im ehemaligen Rathaus aus dem 14. Jahrhundert; eine zweite liegt im ehemaligen Königlichen Viertel, das einst Sitz der Olkuszer Bergbaubehörden war. Besucher können dort Modelle und Nachbildungen historischer Bergbaugeräte selbst in Bewegung setzen. Die ehemalige Funktion des Königlichen Viertels und die interaktiven Modelle ergänzen so die Spuren des Bergbaus, die auch der Gauklerweg im Stadtbild aufgreift.
Weitere Sammlungen setzen unterschiedliche Schwerpunkte. Die Dauerausstellung der GSW BWA umfasst etwa 300 Werke polnischer zeitgenössischer Kunst, vor allem Malerei, Grafik, Skulptur, Keramik und Fotografie. Das Museum der Werke von Władysław Wołkowski befindet sich im historischen Machnicki-Herrenhaus aus dem 19. Jahrhundert und besitzt die größte Sammlung seiner Werke in Polen. Im Feuerwehrmuseum des Olkuszer Landes ist das historische Feuerwehrfahrzeug „Jaśek“ aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs die Hauptattraktion.
Die Sammlung der Mineralien des Olkuszer Landes und der Fossilien der Krakau-Tschenstochauer Jura umfasst mehrere tausend Exponate. Dazu gehören wertvolle Erze und Mineralien sowie Kalksteine, die 150 Millionen Jahre alt sind. Damit reicht das Spektrum von zeitgenössischer Kunst und einer einzelnen Künstlerpersönlichkeit bis zu Mineralien und Fossilien.
Aktive Angebote in der Stadt und der Gemeinde
Für aktive Erholung in Olkusz gibt es verschiedene Angebote. Der Freizeit- und Landschaftspark „Silver Park“ bietet Möglichkeiten zur aktiven Erholung für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Im Freizeitbad-Komplex befindet sich die 64 Meter lange Wasserrutsche „Anakonda“ mit einem einen Meter tiefen Auslaufbecken. Das sind eigenständige Anlaufpunkte neben den Kulturangeboten der Stadt.
Weitere Rad- und Naturwege liegen auf Ebene der Gemeinde Olkusz. Der blaue Radweg „Okrężny“ ist 38 Kilometer lang und verbindet historische und natürliche Attraktionen der Gemeinde, darunter die Ruinen der Burg Rabsztyn, den Januszkowa-Berg und die Quellen des Flusses Sztoła. Der grün markierte Radweg „Wschodni“ erschließt die nordöstlichen Gebiete der Gemeinde und bildet zusammen mit dem blauen Radweg eine 19 Kilometer lange Rundstrecke. Außerdem führt der fünf Kilometer lange Lehrpfad durch das Naturschutzgebiet Pazurek. Der Januszkowa-Berg umfasst 56 Hektar und gehört zum Natura-2000-Gebiet „Jaroszowiec“.
Auch zwei weitere Routen zeigen unterschiedliche Möglichkeiten in der Gemeinde: Der schwarze Radweg „Szlak Kordonu Granicznego“ bildet eine 20 Kilometer lange Rundstrecke; der rote PTTK-Szlak Orlich Gniazd verläuft durch die Gemeinde Olkusz. Für die Auswahl des Aufenthaltsschwerpunkts ergibt sich damit ein klarer Unterschied: Altstadt, Kirche und Sammlungen liegen in Olkusz, während die genannten längeren Rad- und Naturangebote auf Gemeindeebene beschrieben sind.
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