Juszczyn liegt malerisch entlang des Tals der Skawa im Gebirgszug Pasmo Policy. Juszczyn Polany erstreckt sich entlang des Baches Cadyńka am Fuß des Berges Naroże. Bewaldete Berghänge rund um das Cadyńka-Tal, zahlreiche idyllische Lichtungen und Wege laden ganzjährig zu Ruhe und Erholung ein. Zugleich bewahrt der Ort deutliche Spuren einer früheren Weide- und Rodungssiedlung: Eigenständige, in den Wäldern gelegene Weiler gehören zu seinem Charakter.
Landschaft, Weiler und Wanderweg
Der gelbe Wanderweg kreuzt beim Osiedle Zgudowa am oberen Rand der geschlossenen Bebauung eine asphaltierte Straßenkurve. So stehen beim Blick auf Juszczyn die historische Siedlungsform und ein klar lokalisierter Abschnitt des Wanderwegs nebeneinander. Die Wege und Lichtungen geben der Landschaft ihren Charakter; die Waldweiler erzählen zugleich von der früheren Nutzung des Ortes.
Spuren einer Glashütte
An der Jędrzejowa Rola im oberen Teil von Juszczyn, im Seitental Cadyńka, befand sich im 17. und 18. Jahrhundert eine Glashütte. An ihrer Stelle liegt heute Hucisko. Im Boden von Hucisko finden sich Glasabfälle und Ziegelbruchstücke aus den früheren Schmelzöfen. Die Glashüttengeschichte ist damit sowohl zeitlich als auch örtlich konkret verankert: Das historische Gewerbe gehört zum oberen, vom Cadyńka geprägten Bereich Juszczyns.
Kirche und Kapellen
Im unteren Teil von Juszczyn weist die Pfarrkirche Unserer Lieben Frau vom Trost moderne Architektur aus den 1970er-Jahren auf. An der Glockenturmwand erinnern Gedenktafeln an die Tätigkeit des Solidarność-Kaplans Adolf Chojnacki; am Hauptaltar befindet sich ein Marienbild aus der sogenannten Żywiec-Schule. Unweit der Kirche steht eine steinerne Säulenkapelle mit einem eisernen Guss, der eine Kreuzigungsszene aus dem 19. Jahrhundert darstellt. Wer sich für sakrale Baukunst interessiert, kann hier moderne Kirchenarchitektur und eine ältere Kapellenform vergleichen.
Im Osiedle Zgudowa, am oberen Rand der geschlossenen Bebauung, steht eine alte Hauskapelle aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. In ihr befindet sich eine steinerne Figur des unter dem Kreuz fallenden Christus. Ein ähnliches Motiv begegnet auf dem Weg nach Juszczyn Polany: Dort steht eine gemauerte Kapelle mit einer steinernen Statue des unter dem Kreuz fallenden Christus aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Damit findet sich dasselbe Motiv in zwei unterschiedlichen Kapellenformen wieder.
Erinnerungsorte
Das Denkmal Pomnik Straconych in Juszczyn erinnert an die Erschießung von 13 Menschen auf dem Osiedle Bory während des Zweiten Weltkriegs. Zusammen mit den Spuren der Glashütte und den Kapellen verweist es auf ein weiteres Kapitel der Ortsgeschichte. Eine 2022 veröffentlichte Beschreibung nennt am Osiedle Bory zudem eine Wegfigur mit Darstellung Christi aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts.
Weitere Reiseziele entdecken: Budzów, Zachełmna, Maków Podhalański, Sidzina, Tarnawa Dolna, Zembrzyce, Kurów, Bienkówka.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Sucha.