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Auf dem gepflasterten Platz św. Jana Pawła II liegen das Renaissance-Rathaus und die gotische Pfarrkirche direkt nebeneinander. Die 0,3 Hektar große Fläche gehört zum historischen Zentrum von Gubin. Museum, Brücken, ein Torturm und die Theaterinsel eröffnen weitere Zugänge zur Geschichte der Stadt; eine Radroute führt bis zum ehemaligen Albert-Koenig-Park. So können Sie für Ihre Reise zwischen Architektur, Ausstellungen und einer längeren Strecke mit dem Rad wählen.

Museum und Stadtgeschichte

Die Museumskammer des Vereins der Freunde der Gubiner Region wurde 2004 auf Initiative seiner Mitglieder gegründet. Ihre Ausstellung umfasst sechs Themenbereiche: Urgeschichte, Stadtgeschichte, angewandte Kunst, „Orte“, Ehrenbürger von Gubin und „Unsere Stadt“. Das Spektrum reicht damit von frühen Spuren der Besiedlung bis zu Themen, die das Stadtleben und seine Persönlichkeiten aufgreifen. Wer Gubin nicht nur anhand einzelner Bauwerke kennenlernen möchte, findet hier einen thematisch gegliederten Zugang.

Für Besuche der Museumskammer werden Montag, Mittwoch und Freitag jeweils von 10 bis 14.30 Uhr als Zeiten genannt. Prüfen Sie die Besuchszeiten vorab, bevor Sie den Museumsbesuch einplanen.

Plätze, Brücken und Befestigung

Die Jungfernbrücke ist eine kleine Brücke aus dem Renaissance-Bestand der Stadt. Sie liegt am Kreisverkehr der Straßen Piastowska und Roosevelt. Ihre Geschichte umfasst zwei Umbauten: 1843 wurde die hölzerne Brücke umgebaut und verbreitert; 1907 ersetzte ein einfacher Steinbau mit schmiedeeisernen Geländern die Holzkonstruktion. An den beiden Jahreszahlen lässt sich der Wandel des Bauwerks vom Holz- zum Steinbau ablesen.

Der Ostrowska-Torturm entstand um 1530 während der Modernisierungsarbeiten an der Stadtbefestigung, die von 1523 bis 1544 dauerten. Er gilt als am besten erhaltenes Element der mittelalterlichen Befestigung in der Eurostadt Guben-Gubin. Der Turm ist für Besucher nicht geöffnet und kann nur von außen betrachtet werden. Damit lässt er sich als äußerlich sichtbares Zeugnis der Befestigung einordnen, nicht als öffentlich zugänglicher Innenraum.

Theaterinsel: Erinnerungsorte am Fluss

Der Park auf der Theaterinsel liegt auf einer Flussinsel nahe der Mündung der Lubsza in die Lausitzer Neiße. Im Park finden sich ein Denkmal für das ehemalige Stadttheater, zwei Skulpturen und Naturdenkmale. Das Theater wurde 1874 mit Goethes „Faust“ eröffnet und 1945 zerstört. An seine Geschichte erinnert auch eine im 20. Jahrhundert errichtete Eingangsfront: Sie gilt als Symbol des früheren Theaters und bewahrt originale Säulen und steinerne Stufen.

Ein weiteres historisches Detail ist das Denkmal für Corona Schröter. Die aus Gubin stammende Opernsängerin und Schauspielerin wird dort mit einem 1905 enthüllten Denkmal gewürdigt, das nur teilweise erhalten ist. Theatergeschichte, ein konkretes Bühnenwerk und die Erinnerung an eine Künstlerin treffen auf der Insel aufeinander. Der Park ist außerdem Teil des grenzüberschreitenden Grünen Pfads; prüfen Sie die Routenbedingungen vor Ort.

Park und Radroute

Der ehemalige Albert-Koenig-Park erstreckt sich über 25 Hektar und verfügt über einen reichen Baumbestand. Benannt wurde er nach seinem Stifter, einem angesehenen Gründer und Eigentümer einer örtlichen Tageszeitung, eines Verlags und einer Druckerei. Eine 21 Kilometer lange Radroute der Eurostadt Guben-Gubin führt zu diesem Park. Unterwegs verläuft sie auch am westlichen Ufer der Neiße entlang, nahe den Ruinen einer Brücke zwischen dem früheren Industriegebiet Gubens und seinem Villenviertel. Prüfen Sie vor der Fahrt den aktuellen Zustand der Route.

Die Größenordnung unterscheidet sich deutlich vom gepflasterten Platz im historischen Zentrum: 25 Hektar beim ehemaligen Albert-Koenig-Park stehen 0,3 Hektar am Platz św. Jana Pawła II gegenüber. Wenn Sie Baugeschichte und Ausstellungen bevorzugen, bieten Museum, Brücke und Torturm konkrete Anhaltspunkte; für eine längere Radstrecke sind Park und Flussufer die passenden Themen. Auf der Theaterinsel wiederum verbindet sich die Erinnerung an das frühere Stadttheater mit Skulpturen und Naturdenkmalen.

Weitere Reiseziele entdecken: Budachów, Bronkow, Gryzyna, Marcinowice, Łagów, Osiecznica, Dychów, Lubiatow.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Crossen An Der Oder.

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