Babimost verbindet sakrale Kunst mit regionaler Erinnerungskultur. In der Pfarrkirche St. Laurentius befinden sich ein spätgotisches Polyptychon und ein Marienbild aus dem 15. Jahrhundert; die ethnografische Sammlung und der Skwer Muzyków Ludowych setzen andere kulturelle Akzente. So treffen in der Stadt religiöse Kunst, Gegenstände des Alltags und die Tradition der Kozioł-Musikkapellen aufeinander. Der Bildungs- und Geschichtspfad erweitert den Blick auf historische Orte in der zugehörigen Gemeinde.
Sakrale Kunst im Sanktuarium
Die Pfarrkirche St. Laurentius in Babimost ist das Sanktuarium Matki Bożej Gospodyni Babimojskiej. In der Kirche befindet sich ein spätgotisches Polyptychon des Meisters von Gościeszowice aus dem Jahr 1499, das aus Sulechów übertragen wurde. Ein Polyptychon ist ein mehrteiliges Bildwerk; bei diesem Werk kommen die spätgotische Einordnung und die Zuschreibung an einen Meister hinzu. Im Presbyterium befindet sich außerdem ein auf Metall gemaltes Bild Matki Bożej Gospodyni Babimojskiej aus dem 15. Jahrhundert. Das Polyptychon trägt die Jahreszahl 1499, das Marienbild ist dem 15. Jahrhundert zugeordnet: Beide Angaben verweisen auf dasselbe Jahrhundert, beim Polyptychon jedoch mit genauer Jahreszahl.
Ethnografische Sammlung und Kozioł-Tradition
Eine andere Perspektive bietet die Izba Pamiątek Regionalnych. Sie wurde 1963 auf Anregung von Lubuskie Towarzystwo Kultury in Zielona Góra gegründet. Die ethnografische Sammlung umfasst unter anderem landwirtschaftliche Werkzeuge, Volkstrachten, Haushaltsgegenstände und Musikinstrumente. Dazu zählen kozioł weselny, sierszeńki und mazanki; außerdem gehören Webstühle, Werkzeuge zur Flachsverarbeitung und Erinnerungsstücke der Bractwo Rybackie zur Sammlung. Die aufgeführten Bereiche reichen damit von Landwirtschaft und textiler Arbeit bis zu Kleidung, Haushalt und Musik. Dieser Schwerpunkt unterscheidet sich von der sakralen Kunst des Sanktuariums: In der Izba stehen ethnografische Sammlungsgegenstände im Vordergrund. Wenn Sie die Izba Pamiątek Regionalnych in Ihre Planung aufnehmen, prüfen Sie vorab die Besuchsmöglichkeiten.
Der Skwer Muzyków Ludowych in Babimost erinnert an die für die Region Kozioł charakteristischen Traditionen der Kozioł-Musikkapellen. Zusammen mit den in der Izba genannten Instrumenten zeigt sich so ein weiterer Zugang zur regionalen Musik: Am Skwer gilt der Blick den Musikkapellen als kultureller Tradition, in der Izba den Instrumenten innerhalb einer größeren ethnografischen Sammlung.
Geschichtspfad in der Gemeinde Babimost
Der Bildungs- und Geschichtspfad der Gemeinde Babimost führt an historischen Bauwerken, nationalen Gedenkstätten und weiteren historischen Orten vorbei. Informationstafeln entlang des Pfads beschreiben die Orte auf Polnisch und Deutsch. Die Tafeln erleichtern es, die Stationen auch auf Deutsch einzuordnen. Der räumliche Rahmen unterscheidet den Pfad von den einzelnen Kulturorten in Babimost: Er bezieht sich auf die Gemeinde Babimost, während Sanktuarium, Izba und Skwer einzelne Orte in der Stadt sind.
Weitere Reiseziele entdecken: Sulechow, Zielona Góra, Nowe Kramsko, Słone, Przylep, Zatonie, Nowogród Bobrzański, Przewóz
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Zielonogórski.