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Im Park des Pałac Maltzanów wachsen 80 Arten von Sträuchern und Bäumen; außerdem fließt die Młynówka Milicka hindurch. Diese Verbindung aus Park und Wasserlauf gibt der Schlossgeschichte einen konkreten landschaftlichen Bezug. Der klassizistische Pałac Maltzanów wurde von 1790 bis 1798 nach einem Entwurf von Karol G. Geissler erbaut. Architektur und Grünraum stehen hier nicht nebeneinander als bloße Stichworte: Der Park gehört zum beschriebenen Umfeld des Pałac und bringt eine eigene botanische Vielfalt mit.

Baugeschichte und Orientierung in Milicz

Ein älterer zeitlicher Bezug führt zur Kirche św. Andrzeja Boboli: Ihr Bau dauerte von 1709 bis 1714, also mehrere Jahrzehnte vor der Errichtung des Pałac Maltzanów. Wer sich für die Entwicklung der Architektur interessiert, kann die beiden Bauzeiten gut voneinander unterscheiden. Sie verweisen auf unterschiedliche Abschnitte der Ortsgeschichte, ohne dass dafür eine längere Besichtigungsliste nötig ist.

Für die Orientierung in Milicz ist auch das Gebäude „Stara Rzeźnia“ relevant. Dort befinden sich eine Touristeninformation, ein Konferenz- und Veranstaltungssaal sowie Werkstatträume. Die Burgruinen von Milicz sind derzeit für Besucher nicht zugänglich. Prüfen Sie die Zugangslage vor Ihrer Reise vor Ort, denn sie kann sich ändern.

Radfahren auf der früheren Bahntrasse

Eine konkrete Verbindung von Landschaft und Verkehrsgeschichte bietet der 23 Kilometer lange Radweg auf der Trasse der ehemaligen Schmalspurbahn. Er führt von Gruszeczka über Sułów und Milicz nach Grabownica. Die Bahn wurde ab 1894 betrieben; der letzte Zug fuhr am 14. September 1991. So lässt sich die Radroute zugleich als Weg durch mehrere benannte Orte und als Spur der früheren Schmalspurbahn einordnen.

Weitere markierte Radwege gibt es auf dem Gebiet der Gmina Milicz: Insgesamt sind es dort mehr als 100 Kilometer. Der blaue Szlak Stawów Milickich ist 28,7 Kilometer lang und verläuft von Grabówka über Milicz und Grabownica nach Czatkowice. Beim schwarzen Radweg „W Dolinę Baryczy“ ist für das Gebiet der Gmina ein 10,1 Kilometer langer Abschnitt beschrieben, von südlich von Niesułowice bis östlich von Nowy Zamek. Die Längen machen einen Vergleich möglich; beim schwarzen Weg handelt es sich ausdrücklich um einen Abschnitt.

Teiche, Vögel und Aussicht in der Gmina Milicz

Der Landschaftspark „Dolina Baryczy“ umfasst etwa 90 Prozent der Fläche der Gmina Milicz. Im Park wurden 277 Vogelarten festgestellt, darunter 169 Brutvogelarten. Am Teich Grabownica halten sich regelmäßig mehr als 100 Silberreiher auf. Der Teich ist das größte Gewässer des Komplexes Stawno; an seinem Südufer steht der Aussichtsturm. Der 13 Meter hohe Turm ermöglicht die Beobachtung von Vögeln und der umliegenden Landschaft.

Diese Angaben eröffnen verschiedene Blickwinkel auf die Teichlandschaft: Die Vogelzahlen beziehen sich auf den Landschaftspark, während sich die Silberreiher und der Aussichtsturm konkret am Teich Grabownica verorten lassen. Wenn Sie Naturwege vergleichen, hilft diese Unterscheidung dabei, die jeweils beschriebene Landschaft und den genannten Ort im Blick zu behalten.

Lehrpfade nach Länge und Landschaft wählen

Der fünf Kilometer lange Lehrpfad „Ruda Sułowska“ führt zwischen Teichen über von alten Eichen gesäumte Dämme. Er ermöglicht die Erkundung des südlichen Teils des Teichkomplexes Ruda Sułowska, der zum Naturschutzgebiet „Stawy Milickie“ gehört. Der acht Kilometer lange Lehrpfad „Milicz – Ostoja Konika Polskiego – Barycz“ führt durch ein für das Barycz-Tal typisches Mosaik aus Teichen, Wiesen und Wäldern.

Ein weiterer Weg, „Wokół Stawu Grabownica“, ist sieben Kilometer lang. Er beginnt im Dorf Grabownica, endet in der Nähe des Aussichtsturms am Teich Grabownica und verläuft vollständig durch das Naturschutzgebiet „Stawy Milickie“. Der neun Kilometer lange Naturlehrpfad „W krainie ptaków“ führt durch den Komplex Stawno. Die vier Beschreibungen setzen unterschiedliche Schwerpunkte: Bei Ruda Sułowska stehen Teiche und alteichengesäumte Dämme im Vordergrund, beim acht Kilometer langen Weg das Landschaftsmosaik; die beiden anderen nennen den Verlauf durch das Schutzgebiet beziehungsweise durch Stawno. So können Sie die Wegwahl an Länge und ausdrücklich beschriebenem Umfeld ausrichten.

Weitere Reiseziele entdecken: Milicz, Łazy Wielkie, Legnicki, Bolesławiecki, Świdnicki, Reichenbach, Powiat Lubiński, Kłodzki.

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