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Jugowice verbindet die lang gestreckte Gestalt eines Straßendorfs mit einer Geschichte, die von Handwerk, Bahn und Tourismus erzählt. Zu den markanten Themen gehören historische Sakral- und Wohnbauten ebenso wie drei Radrouten mit unterschiedlichen Längen und Schwierigkeitsstufen. So können Sie den Ort über seine Baugeschichte kennenlernen oder eine Radtour als Teil Ihres Aufenthalts einordnen.

Ein Dorf im Bystrzyca-Tal

Jugowice ist ein großes Straßendorf, das sich entlang des Bystrzyca-Tals zwischen dem Eulengebirge und dem Waldenburger Gebirge erstreckt. Der Ort liegt auf 370 bis 400 Metern über dem Meeresspiegel. Das lang gezogene Tal ist damit der räumliche Bezugspunkt für das Siedlungsbild. Ein kommunaler Plan für den Zeitraum 2007 bis 2015 verortet einen kleinen Teil Jugowices im Landschaftspark Eulengebirge am Fuß des Włodarz. Diese Gebietsbeziehung betrifft einen kleinen Teil des Ortes.

Handwerk, Bahn und Tourismusgeschichte

Für das Jahr 1786 werden in Jugowice eine evangelische Schule, zwei Wassermühlen, eine Bleiche und 25 Webwerkstätten genannt. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts trugen der Bau der Bahnstrecke Świdnica–Jedlina und der elektrischen Walim-Bahn zum Aufschwung des Tourismus in Jugowice bei. Die Gebäude des ehemaligen Bahnhofs bilden einen Haltepunktbau aus dem frühen 20. Jahrhundert.

Glockenturm, Kapelle und Herrenhaus

Der hölzerne Friedhofsglockenturm stammt aus dem Jahr 1828 und wurde 1893 renoviert. Seine Ständerkonstruktion trägt ein Zeltdach; im unteren Bereich umgibt ihn eine gemauerte Einfassung. Auf der Friedhofsseite befindet sich eine offene Nische mit Altar.

Ebenfalls auf dem Friedhof steht die 1975–1976 errichtete Messkapelle Najświętszego Serca Pana Jezusa. In ihrem Inneren befindet sich eine polychrome Holzfigur des heiligen Josef im Barock-Klassizismus. Sie wurde aus der Kirche in Walim übertragen.

Das Herrenhaus an der Główna 4 stammt aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Das zweigeschossige Gebäude aus Mauerwerk steht auf einem hohen Sockel. Zu seinen baulichen Merkmalen gehören ein Satteldach mit Staffelgiebeln, ein zurückgesetztes Kranzgesims und segmentbogige Fenster mit Halbrundstäben.

Drei Radrouten mit unterschiedlichem Profil

Die Rowerowa 500, Route W2, ist eine leichte, 14 Kilometer lange Straßenradroute. Als Start wird das Zentrum von Zagórze Śląskie empfohlen. Von dort führt sie über Niedźwiedzica, Podlesie, Olszyniec und Jugowice zurück nach Zagórze Śląskie.

Die ebenfalls zur Rowerowa 500 gehörende Route W3 ist mit 20 Kilometern länger und als anspruchsvoll eingestuft. Auch für sie wird das Zentrum von Zagórze Śląskie als Start empfohlen. Der Verlauf führt an der bandförmigen Fußgängerbrücke über den Jezioro Bystrzyckie vorbei und weiter über Michałkowa, Glinno, Walim, Jawornik und Jugowice, bevor die Route nach Zagórze Śląskie zurückkehrt. W2 und W3 haben damit denselben empfohlenen Start- und Rückkehrort, unterscheiden sich aber sowohl bei der Länge als auch bei der angegebenen Schwierigkeit.

Eine weitere Möglichkeit ist Route W9 im System Tras Active: eine leichte, 14 Kilometer lange Straßen- und Waldroute. Sie beginnt im Zentrum von Walim an der ul. St. Żeromskiego und führt von Jedlina Zdrój über Olszyniec, Jugowice, Walim und Górna Rzeczka. Der weitere Abschnitt folgt der mit G9 markierten Rowerowa 500 nach Głuszyca und zum Tourismuskomplex Osówka. Im Vergleich zu W2 ist W9 ebenfalls mit 14 Kilometern und als leicht angegeben, umfasst aber neben Straßen auch Waldabschnitte. W3 ist mit 20 Kilometern die längere und anspruchsvollere der drei beschriebenen Optionen. Prüfen Sie vor der Fahrt lokale Hinweise zu den aktuellen Streckenbedingungen.

Weitere Reiseziele entdecken: Sokołowsko, Głuszyca Górna, Bad Charlottenbrunn, Mieroszów, Głuszyca, Zagórze Śląskie, Unisław Śląski, Wałbrzych.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Wałbrzyski.

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