Zum Inhalt

Łeba lässt sich über unterschiedliche Spuren kennenlernen: Die Kirche Mariä Himmelfahrt verbindet einen Bau aus dem Jahr 1683 mit Materialien einer älteren Kirche; an ihrer Außenwand erinnert ein Granitfindling an Menschen aus Łeba und den umliegenden Dörfern. Ein Haus mit benanntem Bauherrn, eine umfangreiche Insektenausstellung und die Geschichte einer Fahrt von Łeba nach Schweden ergänzen diesen kulturhistorischen Blick. In der Umgebung verläuft außerdem ein 15,10 Kilometer langer Rundweg.

Kirche, Baugeschichte und Gedenken

Die Kirche Mariä Himmelfahrt wurde 1683 erbaut. Teilweise wurden dafür Materialien der St.-Nikolaus-Kirche verwendet, die 1558 durch Stürme zerstört worden war. Die Baugeschichte hat damit zwei Bezugspunkte: das Errichtungsjahr der Kirche Mariä Himmelfahrt und die Herkunft eines Teils der verwendeten Materialien.

An der Außenwand derselben Kirche befindet sich ein 2 Meter hoher und 1 Meter breiter Granitfindling als Versöhnungsobelisk. Er erinnert an Einwohner von Łeba und den umliegenden Dörfern, die im Ersten Weltkrieg ums Leben kamen. Neben der Baugeschichte steht hier ein eigener Erinnerungsbezug: Das Gedenken schließt ausdrücklich Menschen aus den umliegenden Dörfern ein.

Ein Haus mit bekanntem Bauherrn

Das älteste Haus Łebas steht in der Kościuszki-Straße 86. Es wurde vom Kaufmann und Konsul Johann G. Mampe an der früheren Hauptstraße 18 erbaut. Während die Geschichte der Kirche über Baujahr und wiederverwendetes Material erzählt wird, ist beim Haus ein konkreter Bauherr benannt. So zeigt sich Ortsgeschichte hier nicht nur in Gebäuden und Daten, sondern auch in der Verbindung eines Hauses mit einer namentlich bekannten Person.

Eine naturkundliche Sammlung

Das Schmetterlingsmuseum in Łeba zeigt in einer Dauerausstellung mit 102 entomologischen Schaukästen mehr als 4.000 Schmetterlinge und andere Insekten aus nahezu aller Welt. Die Ausstellung ist damit nicht auf Schmetterlinge beschränkt; auch weitere Insektengruppen gehören zu ihrem Thema. Anders als bei Kirche und Haus liegt der Schwerpunkt hier auf einer naturkundlichen Sammlung statt auf Bau- oder Ortsgeschichte.

Eine maritime Geschichte am Jachthafen

Im Jachthafen von Łeba steht eine Nachbildung des sogenannten Fichtenfloßes (Świerkowa Tratwa). Mit dem Floß verbunden ist die Fahrt von drei Seglern am 28. August 1957 von Łeba nach Schweden. Zu ihnen gehörte Andrzej Urbańczyk, der später als Segler bekannt wurde. Datum, Zahl der Segler, Ausgangsort und Ziel benennen eine konkrete maritime Episode.

Auch die Zeitbezüge unterscheiden sich: 1558 und 1683 markieren die Zerstörung der St.-Nikolaus-Kirche und den Bau Mariä Himmelfahrt; der 28. August 1957 gehört dagegen zu einer einzelnen Fahrt von Łeba nach Schweden. So stehen eine Baugeschichte mit einer älteren Materialverbindung und eine datierte maritime Episode nebeneinander.

Rundweg über Küste und Łącka-Düne

In der Umgebung von Łeba führt ein saisonal kostenpflichtiger Rundweg von Stara Łeba über die Meeresküste und die Łącka-Düne zurück nach Stara Łeba. Die Strecke ist 15,10 km lang. Start und Ziel liegen damit beide in Stara Łeba; der Verlauf unterscheidet sich von den einzelnen Kulturorten und der Ausstellung in Łeba. Für die Planung sind die Länge und die saisonale Kostenpflicht wichtige Eckdaten. Prüfen Sie für Ihre Reisezeit, wann die Gebühr anfällt.

Damit stehen unterschiedliche Reiseinteressen nebeneinander: Bau- und Erinnerungsgeschichte, eine naturkundliche Dauerausstellung, eine datierte Fahrt und eine Runde mit festgelegter Länge. Bei den historischen Themen unterscheiden sich Bauwerk, Person und maritimer Bezug; beim Rundweg zählen Verlauf und saisonale Gebühr. Diese Unterschiede helfen Ihnen, den Schwerpunkt Ihrer Łeba-Reise zu bestimmen.

Weitere Reiseziele entdecken: Nowecin, Wicko, Lebork, Roszczyce, Żarnowska, Dymnica, Łebień, Lędziechowo

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Lauenburg.

Unterkünfte suchenAnzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.