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In Ryjewo stehen zwei unterschiedliche Entdeckungen im Mittelpunkt: Kirchen mit vielschichtiger Geschichte und ein Waldweg, der einem Bach bis zu einem kleinen See folgt. Hinzu kommen Routen mit unterschiedlichen Längen und Verläufen. So lässt sich der Aufenthalt nach Interesse ausrichten – auf Baugeschichte und kirchliche Tradition, einen Spaziergang am Wasser oder eine längere Strecke.

Kirchen und historische Orte

Die Church of the Holy Family ist eine neugotische Kirche; sie wurde 1908–1909 erbaut. 1934 wurde sie zum Sanktuarium erklärt und 1987 erneut als Sanktuarium errichtet. Jedes Jahr am ersten Sonntag nach dem 15. August findet hier das Ablassfest zu Ehren der Heiligen Familie statt. Pilger kommen dafür aus den umliegenden Orten. Vom Hügel der Kirche bietet sich ein Blick auf das Weichseltal, die umliegenden Wälder und das Schloss Gniew.

Eine andere Zeitschicht zeigt die Kirche „Bł. Michała Kozala“: Sie wurde 1895 für die örtliche protestantische Gemeinde erbaut und von 1988 bis 1991 wiederaufgebaut. Heute dient sie den Katholiken sowie der Pfarrei „bł. Michała Kozala“. Die beiden Kirchen unterscheiden sich damit sowohl in ihrer Baugeschichte als auch in ihrer religiösen Geschichte: Bei der einen stehen die Jahre 1908–1909 und die Entwicklung zum Sanktuarium im Mittelpunkt, bei der anderen der ursprüngliche Bau für die protestantische Gemeinde und der spätere Wiederaufbau.

Auch der ehemalige evangelische Friedhof an der ul. Grunwaldzka gehört zu den historischen Orten Ryjewos. Er liegt hinter Gebäude Nr. 100. Sein westlicher Abschnitt wurde etwa in der Mitte des 19. Jahrhunderts angelegt, der östliche um 1895. Der Friedhof wurde in den letzten Jahren instand gesetzt und wird dauerhaft gepflegt. Die beiden Abschnitte machen die unterschiedliche Entstehungszeit innerhalb des Friedhofs nachvollziehbar.

Der Ryjewo-Weg am Wasser

Der Ryjewo-Weg liegt an einem kleinen See am Ortseingang aus Richtung Sztum. Im Wald verläuft er entlang eines Baches, der in den See mündet. Mehrere Brücken führen über den Bach; für Spaziergänger gibt es Sitzgelegenheiten. Wasserlauf, Brücken und Wald prägen so die beschriebenen Stationen dieses Weges.

Auch der Baumbestand ist bemerkenswert: Am Ryjewo-Weg wachsen nahezu alle in Polen vorkommenden Nadel- und Laubbaumarten. Unter den Eichen stehen Naturdenkmale. Damit verbindet der Weg einen Waldabschnitt mit dem Bachlauf und den Bäumen, die ihn besonders kennzeichnen.

Routen nach Länge und Verlauf

Der Grüne Radweg in der Gmina Ryjewo ist 44 km lang. Die aufgeführte Strecke beginnt und endet in Ryjewo. Damit ist der Ort sowohl Start- als auch Endpunkt dieser Radroute.

Der Kopernikowski Trail bietet einen deutlich größeren Streckenmaßstab: Er ist 118,1 km lang und führt zwischen Biała Góra und Kwidzyn durch Ryjewo. Im Unterschied zum Grünen Radweg, dessen Anfang und Ende in Ryjewo liegen, verbindet dieser Trail die beiden genannten Orte und passiert Ryjewo auf seinem Verlauf.

Eine weitere, 23 km lange Route führt von Ryjewo über Jałowiec, Mątowskie Pastwiska, Benowo, die Leśniczówka Benowo, die schwedischen Schanzen, die Leśniczówka Sarnowo und Borowiec zurück nach Ryjewo. Bei dieser Strecke lässt sich der Verlauf an den genannten Orten und Stationen ablesen. Die drei bezifferten Routen unterscheiden sich deutlich in ihrer Länge: 23 km, 44 km und 118,1 km. Für die Auswahl zählen neben dem Umfang auch der Verlauf und die jeweilige Ausrichtung als Radweg, Trail oder Route über mehrere Orte.

Weitere Reiseziele entdecken: Prabuty, Sadlinki, Borowy Młyn, Rodowo, Grodziec, Otoczyn, Gardeja, Rodowo Male.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Marienwerder.

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