Jankowice Rybnickie lässt sich über mehrere konkrete Entdeckungen erschließen: Studzienka mit Quelle, Kapelle und Grotten, verschiedene Routen sowie eine hölzerne Kirche mit besonderem Grundriss. Die Themen reichen von örtlichen Überlieferungen bis zu Wegen mit religiösem Bezug und einer Radroute.
Studzienka: Quelle, Legende und Kapelle
Der Legende nach entsprang die Quelle von Studzienka an der Stelle, an der Pater Walenty starb und später begraben wurde. Walenty soll um 1430 von den Hussiten ermordet worden sein. Auch dem Wasser wurden wundersame Eigenschaften zugeschrieben: In der Gegend glaubte man, es könne Krankheiten heilen. Die Geschichte der Quelle ist damit eng mit einer örtlichen religiösen Überlieferung verbunden.
Pater Edward Bolik ließ Ende des 19. Jahrhunderts in Studzienka eine der Jungfrau Maria geweihte Kapelle errichten. Anlass war seine Dankbarkeit für die wiedererlangte Gesundheit. Die Kapelle wurde dem Vorbild der Kapelle über der Grotte in Lourdes, Frankreich, nachempfunden und am 15. August 1895 feierlich geweiht. Im Inneren befinden sich Skulpturen der Muttergottes von Lourdes und der vor ihr knienden Bernadette Soubirous.
Zu Studzienka gehören außerdem zwei kleinere Grotten. Eine ist der heiligen Barbara, der Schutzpatronin der Bergleute, gewidmet; die andere heißt Grotte der Arbeitslosen. Zusammen mit Quelle und Kapelle geben die Grotten dem Ort weitere religiöse Bezüge, die sich in den unterschiedlichen Widmungen und Namen zeigen.
Routen mit religiösem Bezug
Der Jankowicki Trail führt im Waldgebiet Studzienka an der Kapelle vorbei und endet an der hölzernen Kirche in Jankowice. Damit sind Kapelle und Kirche feste Orientierungspunkte in der Beschreibung dieses Weges. Der Verlauf stellt einen Bezug zwischen dem religiösen Ort Studzienka und einem weiteren kirchlichen Bauwerk in Jankowice her.
Der Pilgerweg Nr. 323 beginnt an der Kirche Bożego Ciała in Jankowice und führt von Świerklany nach Pszów entlang religiöser Kultstätten und sakraler Kulturdenkmäler. Für den gesamten Weg beträgt die Länge 17,4 Kilometer. Wird der Verlauf geändert, kann sich auch diese Länge verändern. Die Route bietet damit eine andere Orientierung als der Jankowicki Trail: Hier werden eine längere Strecke und ihre Orte entlang des Weges beschrieben.
Radweg und Orientierung
Der markierte blaue Radweg Nr. 292 verbindet Boguszowice und Jankowice. In Jankowice durchquert er den Ort von Nordwesten nach Osten und verbindet sich dort mit dem Rybniker Radweg, der um Boguszowice führt. So unterscheiden sich die beiden Radweg-Bezüge: Der eine beschreibt die Verbindung zwischen Boguszowice und Jankowice, der andere den weiteren Verlauf um Boguszowice.
Im Abschnitt des blauen Radwegs Nr. 292 in Jankowice gibt es vergleichsweise wenige Wegmarkierungen. Der letzte Abschnitt nahe Jankowice verläuft teilweise auf Schotter und stellenweise auf schlammigem, unbefestigtem Untergrund. Prüfen Sie vor der Fahrt den aktuellen Routenverlauf und die Bedingungen, da sich Markierungen und Untergrund verändern können.
Holzkirche und Michał-Eichbaum
Die hölzerne Kirche Bożego Ciała in Jankowice wurde 1675 erbaut und gehört zu den wenigen schlesischen Kirchen mit griechischem Kreuzgrundriss. Für Interessierte an Baugeschichte ist dieser Grundriss ein konkretes architektonisches Merkmal des Ortes. An der Akacjowa befindet sich außerdem am rechten Straßenrand der Michał-Eichbaum, der als monumentaler Baum bezeichnet wird.
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