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Eine 600 Meter lange Bootsfahrt unter Tage führt durch die Sztolnia Czarnego Pstrąga in Tarnowitz. Die Stätte ist als Teil des UNESCO-Welterbes eingeschrieben. Auch die Zabytkowa Kopalnia Srebra bietet eine unterirdische Besucherroute mit Bootsfahrt und gehört zum UNESCO-Welterbe. Das Bergbauerbe zeigt sich hier also nicht nur als historische Kulisse, sondern als Weg in den Untergrund.

Bergbau unter Tage und auf ehemaligen Flächen

Der Stollenschacht Nr. 13 (Ewa) ist der Zugang zur unterirdischen Besucherroute der Sztolnia Czarnego Pstrąga. Damit bekommen Name und Verlauf der Route einen konkreten Ausgangspunkt. Eine andere Perspektive auf die Bergbaugeschichte eröffnet der Park Miejski in Tarnowskie Góry. Er gilt als besterhalten, ausgedehntester und vielfältigster unter den Parks, die auf ehemaligen Bergbauflächen angelegt wurden. Wo die Besucherroute unter die Erde führt, lässt sich der Wandel ehemaliger Bergbauflächen hier als Parklandschaft betrachten.

Für Ihre Entdeckungen setzt das einen klaren Kontrast: Unter Tage stehen Besucherroute und Bootsfahrt im Mittelpunkt, während der Park den Blick auf eine gestaltete Landschaft lenkt. Beide Themen knüpfen an den Bergbau an, ohne dass Sie dafür nur eine Art von Erlebnis wählen müssen.

Baukunst, Stadtgeschichte und Technik

Im Wirtshausgebäude Sedlaczek begegnet Ihnen ein bedeutendes Beispiel historischer weltlicher Architektur. Es gilt als das am besten erhaltene Beispiel dieser Architektur in der Stadt; zu seinen Merkmalen gehören Renaissance-Decken, Portale und Gewölbe. Die Kirche der Heiligen Apostel Peter und Paul setzt einen anderen Akzent: Ihr Turm stammt aus dem 16. Jahrhundert und ist fast 60 Meter hoch. Im Inneren sind Grabplatten, eine Buntglasgruppe und mehrere qualitätvolle Gemälde erhalten.

Das Muzeum w Tarnowskich Górach zeigt Erinnerungsstücke zur Stadtgeschichte sowie eine Sammlung frühneuzeitlicher westeuropäischer Malerei. Wer sich stärker für technische Entwicklungen interessiert, findet einen eigenen Schwerpunkt im Skansen Maszyn Parowych. Das Gelände umfasst etwa ein Hektar und verbindet eine industrielle Landschaft mit außergewöhnlichen technischen Erfindungen. Ergänzt wird dieses Bild durch die Dzwonnica Gwarków, die 1955 auf den Plac Gwarków versetzt wurde. Die Bauwerke, Sammlungen und technischen Zeugnisse bieten unterschiedliche Zugänge zur Geschichte der Stadt.

Wege, Bahn und lokale Traditionen

Eine offizielle Eisenbahn- und Fahrradroute führt Sie zu Fuß oder mit dem Fahrrad durch Tarnowskie Góry und den Park Repecki; anschließend verläuft sie entlang der Drama in Richtung Zbrosławice. Prüfen Sie vor dem Aufbruch die Bedingungen der Route. Das Radwegenetz in Tarnowskie Góry umfasst mehr als 30 Kilometer an Radwegen, kombinierten Fuß- und Radwegen sowie Radfahrstreifen auf Fahrbahnen. Zusätzlich gibt es den Szlak Donnesmarcków, den Szlak Gwarków und den Szlak UNESCO. Durch Tarnowskie Góry verläuft außerdem eine Schmalspurbahn.

Auch die lokalen Traditionen haben unterschiedliche Formen: Der Gwarki-Pochód ist in die Nationale Liste des immateriellen Kulturerbes eingetragen. Das Festiwal Śląskie Smaki wurde seit 2006 organisiert; seine XVIII. Ausgabe fand am 2. Juni 2024 auf dem Marktplatz statt und bot regionale Gerichte sowie kulinarische Vorführungen. So reicht das Spektrum vom technischen Erbe über Wege und Bahn bis zu Prozession und Küche.

Weitere Entdeckungen in Radzionków

Radzionków setzt einen eigenen thematischen Akzent. Das Muzeum Chleba, Szkoły i Ciekawostek besitzt mehrere tausend Exponate zu Backhandwerk, Brotgeschichte und Produktionstechnik. Durch Radzionków verläuft außerdem die Droga Św. Jakuba „Via Regia“. Sie führt zur Kathedrale in Santiago de Compostela und ist für Einzelpilger oder kleine Gruppen unabhängig von Konfession und Nationalität vorgesehen. Damit ergänzt das Pilgerthema die Bergbau-, Technik- und Kulturgeschichten, die Tarnowitz prägen.

Weitere Reiseziele entdecken: Tarnowskie Góry, Radzionków, Kalety, Wieszowa, Pyrzowice, Miasteczko Śląskie, Nowe Chechło, Ziętek, Boniowice, Świerklaniec, Nowa Wieś Tworoska, Tąpkowice, Krupski Młyn, Księży Las, Szałsza.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Schlesien.

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