Zum Inhalt

Die Pfarrkirche des heiligen Wacław, ein Gartendenkmal des 18. Jahrhunderts und ein Augustfest eröffnen unterschiedliche kulturgeschichtliche Zugänge zu Irządze. Eine etwa 500 Jahre alte Linde ergänzt die Ortsgeschichte um ein Naturdenkmal. Für die Naturplanung gilt eine klare Grenze: Das Naturschutzgebiet Kępina liegt in der Gemeinde und ist nicht für Besichtigungen zugänglich.

Die Pfarrkirche und ihre Baugeschichte

Die Pfarrkirche des heiligen Wacław wurde um 1326 erbaut. 1390 ließ Stefan Świętopełk aus Zawada sie mit dem Wappen LIS umbauen. 1657 wurde sie von den Schweden niedergebrannt; gegen Ende des 17. Jahrhunderts folgte der Wiederaufbau. Dabei verlor das Gebäude einen Teil seines früheren Charakters und seiner Pracht. Diese Abfolge umfasst Errichtung, Umbau, Zerstörung und Wiederaufbau; sie zeigt, dass die Geschichte der Kirche nicht mit ihrem ersten Baujahr endet.

Das gotische Presbyterium stammt aus der Wende vom 14. zum 15. Jahrhundert. Ein Presbyterium ist der Chor- und Altarbereich einer Kirche. Die Datierung ergänzt die Baugeschichte um einen konkret bezeichneten Teil des Gebäudes; sie ist von den Daten der Errichtung und des späteren Wiederaufbaus zu unterscheiden. Für einen kulturgeschichtlichen Blick sind daher sowohl die zeitliche Folge als auch die architektonische Einordnung relevant.

Gartenkunst und Naturdenkmal

Der Park in Irządze ist ein wertvolles Gartendenkmal des 18. Jahrhunderts. Sein Barockgarten ist im italienischen Stil mit französischen Merkmalen angelegt. Die Anlage verbindet damit zwei unterschiedliche gestalterische Bezüge in einem Garten; das gibt ihr einen anderen kulturgeschichtlichen Schwerpunkt als der mehrphasigen Pfarrkirche.

Bei dem Herrenhaus in Irządze steht eine kleinblättrige Linde, ungefähr 500 Jahre alt und als Naturdenkmal ausgewiesen. Ihr Stammumfang wird mit 750 cm angegeben; dieser Wert kann sich im Lauf der Zeit verändern. Die Altersangabe und der Stammumfang benennen unterschiedliche Merkmale des Baums, während die Ausweisung seinen Status als Naturdenkmal festhält.

Kępina: Naturschutz in der Gemeinde

Im südöstlichen Teil der Gemeinde Irządze, innerhalb der Wälder von Pradła, liegt das Naturschutzgebiet Kępina. Es umfasst den Quellabschnitt der Rajecznica und deren kleinere Zuflüsse. Das 2005 eingerichtete Gebiet ist 89,6 Hektar groß und schützt natürliche Pflanzengesellschaften aus wissenschaftlichen, naturkundlichen und didaktischen Gründen. Der Gewässerbezug umfasst also den Quellabschnitt und kleinere Zuflüsse; die Pflanzengesellschaften bilden einen weiteren Teil des Schutzthemas.

Kępina ist nicht für Besichtigungen zugänglich; dort gilt ein Betretungsverbot. Prüfen Sie die geltenden Hinweise vor einer geplanten Fahrt und planen Sie das Gebiet nicht als Ausflugsziel ein.

Dożynki und Johannisbeerfest im August

Im August findet in Irządze alljährlich das Gemeindefest der Ernte (Dożynki) zusammen mit dem Johannisbeerfest statt. Anders als die Kirchen- und Gartengeschichte ist das Fest damit an eine Jahreszeit gebunden. Wenn Sie wegen der Feier reisen möchten, prüfen Sie vorab den Termin der jeweiligen Ausgabe, damit Sie Ihre Übernachtung auf den konkreten Veranstaltungstag abstimmen können.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Zawiercie.

Unterkünfte suchenAnzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.

Weitere Reiseziele

Weitere Orte unter demselben Reiseziel: