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Swinemünde verbindet einen langen Strand mit Wegen entlang der Küste und historischen Orten aus verschiedenen Kapiteln der Stadtgeschichte. Für Ihre Reiseentscheidung bieten sich damit zwei Schwerpunkte an: Küstenlandschaft und Bewegung oder Leuchtturm, Forts und unterirdische Verteidigungsanlage. Die einzelnen Orte unterscheiden sich deutlich darin, was sie über die Stadt erzählen.

Strand und Küstenlandschaft

Der Strand von Swinemünde erstreckt sich über Uznam und Wolin und ist insgesamt 10 Kilometer lang. Davon liegen 3,7 Kilometer auf Uznam und 6 Kilometer auf Wolin. Zum Küstenbild gehören auch die Wellenbrecher aus dem frühen 19. Jahrhundert. Auf dem westlichen steht das windmühlenförmige Seezeichen „Młyny“; der zentrale Wellenbrecher reicht mehr als 1.400 Meter ins Meer hinaus.

Eine andere Seite der Landschaft zeigt der Park Zdrojowy. Er stammt aus dem 19. Jahrhundert und wurde nach einem Entwurf des Gartenarchitekten Peter Josef Lenné angelegt. Mediterrane Vegetation und ein etwa 150 Jahre alter Baumbestand gehören zu seinen besonderen Merkmalen. So stehen in Swinemünde die offene Küste und ein historisch gestalteter Park als unterschiedliche Landschaftseindrücke nebeneinander.

Wege, Radstrecken und Wassersport

Die grenzüberschreitende Strandpromenade ist 12,5 Kilometer lang. Sie verläuft durch Grünanlagen in Swinemünde sowie in Ahlbeck, Heringsdorf und Bansin und bietet vielerorts Meerblick. Eine andere Streckenbeschreibung führt auf die Insel Karsibór: Die Radroute ROUND KARSIBÓR ist etwa 21 Kilometer lang und verläuft durch Schilfgebiete, Wiesen und Wälder am Piast-Kanal entlang bis zum neuen östlichen Wellenbrecher. Dieser ragt 430 Meter in das Stettiner Haff hinein. Die Promenade führt durch mehrere benannte Orte; die Route auf Karsibór verbindet unterschiedliche Landschaften mit einem konkreten Ziel am Wasser.

An der Grunwaldzka-Straße gibt es einen Pumptrack für akrobatisches Radfahren. Der geschlossene Rundkurs hat schnelle Kurven und Wellen. Für kürzere Wege ist die Promenada Zdrowia eine weitere Option: Sie ist durch eine Dünenreihe vom Meer getrennt und bietet getrennte Wege für Fußgänger, Radfahrer und Rollschuhfahrer. Zur Anlage gehören außerdem Landschaftsarchitektur, Freiluft-Fitnessgeräte, Trinkwasserbrunnen, ein Springbrunnen, Fahrradständer, Spielplätze und ein Freizeitpark. Für den Fußweg sind 950 Meter vorgesehen; auch eine Bahn für Roll- und Inlineskater sowie ein Radweg gehören zur Planung.

Wer lieber zu Fuß unterwegs ist, findet in Swinemünde zahlreiche Wanderwege mit Längen von 4 bis 20 Kilometern, die sich für Spaziergänge und Nordic Walking eignen. In Swinemünde herrschen gute Bedingungen zum Windsurfen, Kitesurfen und Skimboarden. In den umliegenden Gewässern finden außerdem Segelveranstaltungen und Regatten statt, darunter die Sea Days Regatta, die Tourist Regatta, die Unity Line Regatta und Sail Świnoujście. Bei Sail Świnoujście sind Segelboote zu sehen. Wenn Sie Ihre Reise an einer Regatta ausrichten möchten, prüfen Sie die Veranstaltungstermine vorab.

Leuchtturm, Forts und unterirdische Geschichte

Das Muzeum Rybołówstwa Morskiego befindet sich im ehemaligen Rathaus. Die Sammlungen umfassen die Geschichte der Fischerei, der Stadt und der Region ebenso wie alte Navigationsinstrumente und Exponate zur Meeresfauna. Im Museum finden zahlreiche Ausstellungen statt. Die Latarnia Morska in Swinemünde stammt aus dem Jahr 1858; in ihr gibt es eine Ausstellung über Leuchtturmwesen und Seenotrettung.

Auch die Forts erzählen unterschiedliche Teile der Festungsgeschichte. Fort Anioła wurde zwischen 1854 und 1858 nach dem Vorbild des Mausoleums von Hadrian in Rom erbaut. Fort Wschodni (Gerharda) ist eine von drei erhaltenen Befestigungsanlagen aus dem 19. Jahrhundert in der Festung Swinemünde. Im Fort sind eine Ausstellung über die Befestigungsanlagen der Stadt und dort gefundene Exponate zu sehen.

Podziemne Miasto setzt einen anderen historischen Akzent: Der Komplex besteht aus Schutzräumen, die durch einen Kilometer Tunnel verbunden sind. Während des Zweiten Weltkriegs diente die Anlage als Küstenverteidigungsbatterie; nach dem Krieg war sie Gefechtsstand des polnischen Militärs. Der Wechsel zwischen diesen beiden Nutzungen gibt dem Ort eine andere Geschichte als den oberirdischen Befestigungsanlagen.

Karsibór und Kulturveranstaltungen

Auf der Insel Karsibór steht eine gotische Kirche aus dem 15. Jahrhundert. Auch ihre Ausstattung verbindet verschiedene Zeiten: Der Altar stammt aus dem 15. Jahrhundert, die Kanzel aus dem 17. Jahrhundert. Der Besuch dieses Bauwerks ergänzt die Küsten- und Festungsorte um ein weiteres konkretes Stück regionaler Geschichte.

Zum kulturellen Angebot gehört auch das FAMA-Festival, das seit 1966 in Swinemünde stattfindet. Es gab den Anstoß zum Ausbau des Amphitheaters. Zusammen mit den Ausstellungen im Fischereimuseum und den Regatten zeigt das Festival eine andere Seite des Reiseziels als Strand und Radstrecken. Prüfen Sie für konkrete Festivaltermine die aktuellen Veranstaltungsdaten.

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