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Vier Seen, ein ovaler Wasserturm und ein jährlich wiederkehrender Jahrmarkt geben Kalisz Pomorski unterschiedliche Anknüpfungspunkte für einen Aufenthalt. Die Stadt lässt sich über ihre Wasserlandschaft ebenso wie über Baugeschichte und lokale Traditionen erschließen. Wer den Ort auswählt, kann entscheiden, ob Seen, historische Bauwerke, öffentliche Kunst oder ein Veranstaltungstermin den Schwerpunkt bilden sollen.

Wasserlandschaft und Ortsgeschichte

Kalisz Pomorski liegt zwischen vier Seen, die noch vor etwa zwei Jahrhunderten einen einzigen großen See bildeten. Die heutige Landschaft lässt sich dadurch zugleich räumlich und historisch betrachten: Die Seen prägen die Lage des Orts, während ihre frühere Einheit eine Veränderung des Seeraums sichtbar macht. Ein Kanal verbindet Bobrowo Wielkie mit Bobrowo Małe; beide Seen waren früher ein See. Das städtische Strandbad von Kalisz Pomorski liegt am Bobrowo Wielkie. Dessen Gewässer werden ausschließlich von unterirdischen Quellen gespeist. So reichen die Wasserbezüge von der Lage zwischen den Seen bis zur Verbindung des benannten Seenpaars und zur Herkunft seines Quellwassers.

Bauwerke aus unterschiedlichen Epochen

Am Bahnhof steht der Wasserturm von Kalisz Pomorski. Er entstand gegen Ende des 19. Jahrhunderts, vermutlich um 1888. Der ovale Turm gehört zum Typ „Grzybek“: Sein Behälter kragt weit aus, darüber sitzt ein Kegeldach mit erhöhtem Oberlicht. Diese Formbeschreibung macht den Wasserturm als eigenständiges Bauwerk kenntlich. Einen anderen architektonischen und zeitlichen Bezug bietet die klassizistische Kirche Matki Bożej Królowej Polski. Sie wurde von 1772 bis 1781 errichtet, nach einem Großbrand und dem Abbruch der mittelalterlichen Kirche. Beim Vergleich stehen damit die klassizistische Kirche des späten 18. Jahrhunderts und der Wasserturm vom Ende des 19. Jahrhunderts nebeneinander. Die unterschiedlichen Zeitmarken und Formen geben zwei konkrete Zugänge zur Baugeschichte des Orts.

Kunst und markante Orte

Das Motiv „Beczuś“ erscheint in Kalisz Pomorski in zwei verschiedenen Formen. Die Skulptur „Ogórek Beczuś“ steht beim Sitz des Stadtamts; am Strand entstand auf einer fast 100 Meter langen Mauer ein Beczuś gewidmetes Wandbild. Zusammen betrachtet, lassen sich hier eine Skulptur und eine großflächige Wandgestaltung unterscheiden, die beide auf Beczuś Bezug nehmen. Ein weiterer markanter Punkt ist der restaurierte Kamień szlifierski. Er wurde an seinen früheren Standort im Wäldchen am Młyńskie-See zurückgebracht und liegt an der Leśna Ścieżka Edukacyjna. Bei diesem Objekt gehören Restaurierung und Rückkehr an den früheren Standort zur Geschichte des Ortes. So unterscheiden sich die Motive: Beim Beczuś stehen Widmung und Darstellungsform im Vordergrund, beim Kamień szlifierski die Restaurierung und seine Ortsgeschichte.

Jarmark Ogórkowy

Mit dem Jarmark Ogórkowy kommt ein jährlich wiederkehrender Termin hinzu. Das Fest ist seit 2005 lokale Tradition; zu den Programmpunkten gehören Kochvorführungen und Handwerksworkshops. Damit treffen kulinarisches Vorführen und handwerkliche Workshops aufeinander – ein anderer Schwerpunkt als die dauerhaft prägenden Seen und Bauwerke. Wenn Sie Ihre Reise auf den Jarmark ausrichten möchten, prüfen Sie den Termin der jeweiligen Ausgabe.

Weitere Reiseziele entdecken: Stare Kaleńsko, Warniłęg, Psie Głowy, Bobrowo, Borne, Lubieszewo, Siemczyno, Złocieniec

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Dramburg.

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