Kolbatz verbindet die Geschichte eines ehemaligen Zisterzienserklosters mit einem Museum in historischen Gebäuden und einer Radverbindung zwischen mehreren Orten. Wer sich für Architektur und Kultur interessiert, findet hier konkrete historische Anknüpfungspunkte; Radfahrer können außerdem eine 9 km lange Route in ihre Planung einbeziehen. So lässt sich Kolbatz nach unterschiedlichen Reiseinteressen auswählen, ohne Klostergeschichte und Radfahren zu einem festen Ablauf verbinden zu müssen.
Klostererbe und Geschichtsdenkmal
Der ehemalige Zisterzienserklosterkomplex in Kolbatz wurde durch eine Verordnung des Präsidenten der Republik Polen vom 3. Juli 2014 zum Geschichtsdenkmal erklärt. Zum Gebiet des Denkmals gehört auch die Kirche unter dem Patrozinium des Heiligsten Herzens Jesu. Die historische Einordnung des Komplexes umfasst mehrere Nutzungen: Er war Zisterzienserkloster, später Sommerresidenz der pommerschen Herzöge und staatliche Domäne. Diese Abfolge macht die Geschichte des Ortes über seine klösterlichen Ursprünge hinaus lesbar.
Architektur aus verschiedenen Jahrhunderten
Der geschützte Zisterzienserkomplex gilt als herausragende Ausführung des Übergangs von der Romanik zur Gotik. Beschrieben werden innovative architektonische Lösungen und ein hochwertiges Baudetail. Die Verbindung beider Stilrichtungen gibt dem Ensemble ein eigenes architektonisches Profil: Statt nur eine Epoche in den Blick zu nehmen, können Sie den Übergang zwischen älteren und jüngeren Gestaltungsformen als Thema wählen.
Zur romanisch-gotischen Backsteinkirche gehört eine ungewöhnliche Rosette. Das Hauptschiff des Kirchengebäudes besitzt eine einzigartige Zimmermannskonstruktion und wurde im 16. Jahrhundert zu einem Speicher umgenutzt. Diese bauliche Besonderheit lässt sich zeitlich neben weitere Zeugnisse des Ortes stellen: Das Abtshaus und der Wehrturm stammen beide aus dem 14. Jahrhundert. Auch der gotische Flügel gehört zur Geschichte des Klosters; in früheren Jahrhunderten wurde er von Ordensbrüdern bewohnt.
Museum und kulturelle Veranstaltungen
Das Muzeum Dawnego Opactwa Cystersów ist im historischen Speicher und im Haus der Konversen untergebracht. Seine Ausstellungen und kulturellen Veranstaltungen präsentieren das Erbe der Zisterzienser sowie die revitalisierten nachklösterlichen Gebäude. Damit stehen sowohl die Geschichte des Klosters als auch die spätere Nutzung seiner Gebäude im Mittelpunkt des Museumsprogramms.
Auch im Projekt „Cienie zapomnianych kultur“ finden in den ehemaligen Zisterziensergebäuden Konzerte, Ausstellungen und Treffen statt. Das ergänzt die Museumsangebote um weitere Veranstaltungsformen. Für Besuche im Muzeum Dawnego Opactwa Cystersów können Sie dienstags bis samstags von 9:00 bis 13:00 Uhr oder von 15:00 bis 19:00 Uhr anrufen. Stimmen Sie die Besuchsregelung vor Ihrer Anreise ab.
Radfahren und Reiseplanung
Auf dem Gebiet der Gemeinde Stare Czarnowo können Radfahrer derzeit einen 9 km langen Radweg nutzen, der Stare Czarnowo, Kolbatz und die Stadt Szczecin verbindet. Kolbatz liegt außerdem an der touristischen Route „Na południe od Szczecina – Szlakiem mapy Lubinusa“. Die Radverbindung und die touristische Route sind zwei verschiedene Anknüpfungspunkte für die Planung; sie bieten jeweils einen eigenen Zugang, Kolbatz in die Reise einzubeziehen.
Wenn Sie eine Ferienwohnung in Kolbatz suchen, überlegen Sie zunächst, welcher Reiseanlass für Sie im Vordergrund steht: das Zisterziensererbe und die Architektur, das Museums- und Kulturprogramm oder die Radverbindung.
Weitere Reiseziele entdecken: Nowe Czarnowo, Stare Brynki, Stare Czarnowo, Steklno, Chojna, Krzywin, Widuchowa, Nawodna
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