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Zwischen dem Tal des Cávado und der Serra do Gerês liegt Amares. Die Region gilt als sehr fruchtbar. Ihre Themen reichen von Klöstern und sakraler Kunst bis zu Thermalquellen und ländlichen Mühlenlandschaften. Für die Planung lassen sich die Interessen nach Baugeschichte, religiösem Erbe, Thermalquellen oder Wegen durch die Landschaft ordnen. Die folgenden Orte zeigen unterschiedliche Aspekte.

Klostergeschichte und Architektur

Der Benediktinerorden gründete Mosteiro de Rendufe im 11. Jahrhundert. Bei Mosteiro de Santo André de Rendufe war die Kirche laut einer Inschrift im Boden bereits 1151 fertiggestellt. Ein Brand zerstörte das Kloster 1877 fast vollständig. Gründung, Fertigstellung der Kirche und Zerstörung markieren dabei verschiedene Stationen seiner Geschichte.

Mosteiro de Santa Maria do Bouro wurde im 12. Jahrhundert vom Zisterzienserorden gegründet. Später wurde es in einem Projekt des Architekten Souto Moura zu einer Pousada umgebaut. Bei der Pousada Mosteiro de Amares restaurierte Souto Moura das Gebäude und bewahrte dessen Erscheinungsbild als Ruine. Die beiden Bauwerke zeigen unterschiedliche architektonische Ergebnisse: hier die Umwandlung zur Pousada, dort das erhaltene Ruinenbild.

Auch die Ponte de Rodas gehört zum kulturellen Erbe der Region: Sie ist als Nationaldenkmal klassifiziert. Damit reicht das Spektrum historischer Bauwerke von Klosteranlagen bis zu einer denkmalgeschützten Brücke.

Sakrale Kunst in Nossa Senhora da Abadia

Der Aufstieg zum Santuário de Nossa Senhora da Abadia führt an acht Kapellen eines Kreuzwegs vorbei. In der dreischiffigen Barockkirche befindet sich eine Orgel aus dem späten 18. Jahrhundert. Auch die früheren Pilgerquartiere gehören zum heutigen Bild des Heiligtums: Sie beherbergen das Museu de Arte Sacra e Etnográfico da Confraria de Nossa Senhora da Abadia. Kreuzweg, Kirchenbau und Museum stehen so für verschiedene Seiten des religiösen Erbes – vom Weg zum Heiligtum bis zur sakralen und ethnografischen Sammlung.

Thermalquellen und ländliche Wege

Die Thermalquellen von Termas de Caldelas wurden schon von den Römern genutzt; bedeutende archäologische Überreste belegen diese Nutzung. Das Wasser ist bicarbonat-, calcium- und fluoridhaltig. Geschichte und Wassermerkmale geben damit zwei unterschiedliche Blickwinkel auf die Thermen.

Eine andere Perspektive bietet der Percurso Pedestre das Termas de Caldelas. Die Route führt durch eine ländliche Landschaft mit früher wasserbetriebenen Mühlen. Hier steht nicht die Thermalgeschichte, sondern die frühere Nutzung der Wasserkraft im Landschaftsbild im Mittelpunkt.

Ausblicke und ländliches Erbe

Der Baloiço de Urjal befindet sich am Miradouro do Monte das Cadeiras und bietet Ausblicke über die Täler des Cávado und des Homem. Der historische Ortskern von Urjal zeigt eine andere Art von Landschaftsbezug: Zu ihm gehören typische ländliche Häuser des Minho, Espigueiros und Wassermühlen. Aussichtspunkt und Ortskern setzen unterschiedliche Schwerpunkte – weite Blicke über zwei Täler hier, ländliche Architektur und historische Mühlen dort.

Am Homem umfasst die Área de Lazer de Felinhos Waldflächen, Tische, kleine Inseln, Wassermühlen und Badebereiche. Die verschiedenen Bestandteile prägen den Charakter dieses Erholungsbereichs. Im Vergleich zu den Klosteranlagen, dem Heiligtum und den historischen Mühlenorten geht es hier um einen Aufenthalt am Fluss und die dort vorhandenen Einrichtungen.

So lässt sich Amares anhand mehrerer konkreter Interessen erschließen: Klostergeschichte und Architektur, sakrales Erbe, Thermalgeschichte, ländliche Wege und Orte am Wasser. Welche dieser Seiten den Schwerpunkt bildet, kann den Ausgangspunkt für die eigene Suche nach einer Unterkunft bestimmen.

Weitere Reiseziele entdecken: Amares, Bouro-Santa Marta, Rendufe, Caldelas, Torre, Bico, Carrazedo, Vizela.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Braga.

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