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Granitwege, Flusslandschaften und Kulturstätten aus verschiedenen Epochen prägen Póvoa De Lanhoso. Für Ihre Reiseplanung bieten die Wanderwege einen Zugang zur Landschaft; Burgen, archäologische Orte und Goldschmiedekunst erzählen weitere Geschichten der Gegend. So können Sie entscheiden, ob Sie den Schwerpunkt auf Bewegung im Freien, historische Entdeckungen oder beides legen möchten.

Wanderwege zwischen Serra und Fluss

Die GR 117 – Via Romana XVII durchquert die Serra do Carvalho. Von der Route aus eröffnen sich Ausblicke auf das Tal des Rio Cávado und die Serra do Gerês. Der PR2 – Monte do Merouço verbindet Granitlandschaft und Aussicht: Auf einer Strecke von ungefähr 150 Metern führt er zwischen großen Granitmonolithen an zahlreichen Felsspalten vorbei. Anschließend gelangt der Weg zum Miradouro da Pedra Bolideira. Von dort reicht der Blick über die Serras do Carvalho, São Mamede und Cabreira sowie zum markanten Granitmassiv des Gerês.

Der PR1 – Maria da Fonte beginnt im Parque do Pontido und führt bis zur Kapelle S. Brás. Sie zählt zu den ältesten Kapellen des Concelho Póvoa de Lanhoso und fällt durch ihre ungewöhnliche Gestaltung auf. Einen anderen Landschaftseindruck bietet der PR3 – Ribeiro Queimado: Er führt durch eine Uferlandschaft am Rio Ave zum Parque de Lazer do Pontão, wo das klare Wasser zu erfrischenden Bädern einlädt. Die drei Routen setzen unterschiedliche Akzente – von Aussicht und Granitformationen bis zu Kapellen und Flusslandschaft.

Burgen, frühe Siedlungen und Sakralorte

Das Castelo de Lanhoso ist als Nationaldenkmal eingestuft und bietet weite Sicht über die Täler des Rio Ave und des Rio Cávado. Das Castro de Lanhoso erzählt von einer älteren Siedlungsgeschichte: An der Ostseite des Monte de Lanhoso entwickelte sich im 1. Jahrtausend v. Chr. eine befestigte Höhensiedlung einer Gemeinschaft aus der Eisenzeit. Auch die Mamoa do Madorro verweist auf frühe Geschichte. Sie stammt ungefähr aus dem 4. Jahrtausend v. Chr. und ist bislang die größte bekannte Mamoa im Concelho Póvoa de Lanhoso.

Ein weiterer archäologischer Ort ist das Santuário Rupestre de Garfe, ein Felsheiligtum auf einem Granitaufschluss. Auf dessen Spitze befinden sich drei aus dem Fels gehauene Becken; ein durch Abnutzung erkennbarer Pfad erleichtert den Zugang zu ihnen. Das Benediktinerkloster do Divino Salvador de Fontarcada wurde Ende des 11. oder Anfang des 12. Jahrhunderts gegründet. Die heutige Kirche dürfte aus der Mitte des 13. Jahrhunderts stammen. Die nahezu isoliert gelegene Igreja de Santa Maria de Verim veranschaulicht die mittelalterliche Organisation der Pfarreien, die Siedlungsform der Region und die Beziehung der Bewohner zu ihrem symbolischen und sakralen Zentrum.

Das Santuário de Nossa Senhora do Porto de Ave umfasst eine Kirche mit einem Museum für populäre sakrale Kunst, einen Kreuzweg mit Kapellen zu Episoden aus dem Leben der Jungfrau Maria sowie mehrere ursprünglich für Pilger errichtete Gebäude. Eine königliche Urkunde erhob es am 14. April 1874 zum Königlichen Heiligtum. Die Revolution der Maria da Fonte begann im Frühjahr 1846 in Fontarcada und wurde von Hunderten Frauen aus dem Concelho getragen.

Filigran, Architektur und lokale Kultur

Die Filigrantradition steht im Mittelpunkt zweier unterschiedlicher Einblicke. In der Sala de Interpretação da Filigrana zeigt ein Ausstellungsrundgang Werkzeuge und Arbeitsschritte der traditionellen Herstellung. Die Goldschmiedekunst ist besonders mit den Kunsthandwerkern in Travassos und Sobradelo da Goma verbunden. Das Museu do Ouro de Travassos ergänzt diesen Blick mit Werkstattausrüstung, Goldschmiedewerkzeugen, Silberobjekten und Goldstücken. Zu den archäologischen Funden der Sammlung gehören ein Diadem aus der Kupferzeit und ein römischer Ohrring.

In Travassos wird am ersten Sonntag im Dezember der Tag des Santo Elói gefeiert, des Schutzpatrons der Goldschmiede; die Feier besteht in reduzierter Form fort. Prüfen Sie vor der Reise das aktuelle Programm. Der Theatro-Club richtet sein Programm vorwiegend auf Theateraufführungen aus und war Gastgeber der letzten zehn Ausgaben des Nationalen Festivals für Amateurtheater, das heute Concurso Nacional de Teatro heißt.

Auch die Villa Beatriz bietet einen architektonischen Kontrast zu den älteren Sakral- und Wehrbauten: Das Palastgebäude stammt aus dem 19. Jahrhundert, und seine originale Innenausstattung aus dieser Zeit ist erhalten. Es liegt am Rio Ave in der Weinlandschaft von Entre Douro e Minho. Póvoa de Lanhoso gehört zudem zur abgegrenzten Weinregion der Vinhos Verdes.

Wasserlandschaft und praktische Orientierung

Der Parque de Lazer do Pontão nutzt die natürliche Landschaft der Freguesia Sobradelo da Goma. Die Albufeira das Andorinhas ist für eine große Vielfalt an Wassersportaktivitäten vorbereitet. An den Ufern des Rio Cávado liegt außerdem die Praia fluvial de Verim. Dort gibt es einen Picknickbereich und einen Amphibiensessel für Menschen mit eingeschränkter Mobilität.

Das Centro de Interpretação do Carvalho de Calvos bietet Umweltbildungsaktivitäten für Kinder, Erwachsene und ältere Menschen. Der Carvalho de Calvos ist eine Stieleiche (Quercus robur) und seit dem 22. August 1997 als Baum von öffentlichem Interesse klassifiziert. Im Bar Biológico des Zentrums werden Verkostungen biologischer Produkte angeboten; klären Sie die Verfügbarkeit vor Ihrer Reise.

Für die Anreise aus Porto führt die Straßenroute über die A3 bis zur Ausfahrt Celeirós/Braga Sul. Anschließend geht es über die EN103 in Richtung Póvoa de Lanhoso und danach über die EN205 bis zum Ort. Vor Ort helfen die unterschiedlichen Schwerpunkte bei der Planung: Aussicht und Granit auf den Wanderwegen, Flusslandschaften am Rio Ave und Kulturstätten, die von der Eisenzeit bis zur Goldschmiedetradition reichen.

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