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In Alfândega da Fé treffen Sie auf zwei sehr unterschiedliche Arten, Geschichte zu entdecken: Der Roteiro da História führt durch alte Gassen, vorbei an einem Wappenhaus, religiösen Gebäuden und der Torre do Relógio. Der Roteiro da Arte Pública richtet den Blick auf Skulpturen, Keramikmalerei und Graffiti in den öffentlichen Bereichen der Vila. So begegnen Ihnen hier sowohl historische Bauformen als auch Kunst im öffentlichen Raum.

Historische Spuren und Kunst in der Vila

Die Torre do Relógio bestand wahrscheinlich bereits im 16. Jahrhundert; ihre Bauchronologie und ursprüngliche Funktion sind jedoch ungeklärt. Die restaurierte Torre beherbergt die Fotoausstellung „Quando o relógio voltou a dar horas“. Klären Sie vor einem Besuch, welche Besichtigungsmöglichkeiten bestehen. In der Casa da Cultura Mestre José Rodrigues verbindet sich ein jüngerer Abschnitt des Kulturlebens mit einem markanten Bau: Das Haus wurde im September 2004 eröffnet und von dem renommierten Architekten Alcino Soutinho entworfen.

Auch archäologische Orte eröffnen einen Blick auf verschiedene Zeitschichten. Zum Erbe gehören das Castro, die Nekropole und das Heiligtum Nossa Senhora dos Anúncios. Dazu zählen eine befestigte Siedlung aus der Eisenzeit, die später von den Römern bewohnt wurde, sowie eine frühmittelalterliche Grabnekropole. Eisenzeit, römische Nutzung und frühmittelalterliche Bestattungsgeschichte stehen hier als unterschiedliche Kapitel nebeneinander.

Das Kultur-Netzwerk Sete Sóis Sete Luas umfasst 33 Städte in 13 Ländern des Mittelmeerraums und der lusophonen Welt. Alfândega da Fé ist die einzige Gemeinde im Norden Portugals, in der das internationale Festival stattfindet. Dieser kulturelle Rahmen ergänzt die Entdeckungen vor Ort um einen Blick über die Region hinaus.

Sakrale Orte und ihre Geschichten

Die ursprüngliche Kapelle von Santo Antão da Barca stand am rechten Ufer des Flusses Sabor und gab den Anlass für eine große Wallfahrt von regionaler Bedeutung. Das verlegte Santuário de Santo Antão da Barca beherbergt eine kleine Museumseinheit mit Gemälden, einer Fotoausstellung, einer Videoinstallation über die Verlegung des Heiligtums und einer Sammlung von Votivgaben. Vom verlegten Heiligtum aus lassen sich die Sabor-Seen und die umliegenden Berge betrachten. So verbinden sich an diesem Ort religiöse Überlieferung, Erinnerungsstücke und Landschaftsblick.

Die Capela de Nossa Senhora de Jerusalém ist eine neoklassizistische Kapelle mit einem Portal mit Rundbogen; im Inneren sind Reste von Malereien erhalten. Die Anfahrt verläuft über die EN 215 von Alfândega da Fé in Richtung Vila Flor. Etwa fünf Kilometer hinter Alfândega da Fé zweigt eine Gemeindestraße nach Sendim da Serra ab; anschließend folgen weitere vier Kilometer unbefestigter Weg. Dieser letzte Abschnitt ist damit ein konkreter Teil der Routenplanung.

Landschaft und Wege rund um Alfândega da Fé

Zur Landschaft des Gemeindegebiets gehören die Serra de Bornes und das Sabor-Tal; das Vilariça-Tal gehört ebenfalls zum Gemeindegebiet. Die Vila Alfândega da Fé liegt auf einem Hügel in ungefähr 575 Metern Höhe. Vom Santuário de Santo Antão da Barca reicht der Blick zu den Sabor-Seen und den umliegenden Bergen. Diese Landschaftsbezüge geben unterschiedliche Orientierungspunkte, ohne sie zu einem einzigen Aussichtsort zusammenzufassen.

Auch die Wege unterscheiden sich in Form und Charakter. Der Trilho da Serra de Bornes ist ein etwa neun Kilometer langer, markierter und ausgeschilderter Rundwanderweg mit mittlerem Schwierigkeitsgrad. Er führt durch Kastanienhaine; entlang des Weges können unter anderem Eichhörnchen, Kaninchen, Wildschweine, Reptilien und verschiedene Schmetterlingsarten beobachtet werden. Der Trilho Vilares da Vilariça verläuft am Südhang der Serra de Bornes entlang und bietet Panoramablicke auf das Vilariça-Tal. Der Trilho das Capelas wiederum ist ein linearer PR-Wanderweg mit mittlerem bis hohem Schwierigkeitsgrad, der nach internationalen Richtlinien markiert und ausgeschildert ist. Vergleichen Sie bei der Tourenwahl also die ungefähre Länge und Rundform des einen Weges mit dem linearen Verlauf und der ausgewiesenen Schwierigkeit eines anderen. Prüfen Sie vor einer Wanderung die örtlichen Wegverhältnisse.

Der Parque Micológico de Alvazinhos umfasst Eingangsbereiche, die wichtigsten Wege, ein mykologisches Interpretationszentrum und Erholungsbereiche rund um Teiche. Damit stehen neben den Wanderwegen auch eine Anlage mit unterschiedlichen Bereichen und ein Interpretationszentrum als weitere Facetten der Landschaft zur Auswahl.

Feste und lokale Produkte

Die Festa da Cereja in Alfândega da Fé blickt auf eine mehr als 30-jährige Geschichte zurück und präsentiert lokale Produkte sowie die Kultur der Gemeinde. An den Ständen gibt es Kunsthandwerk und lokale Produkte; die Kirsche wird besonders hervorgehoben. Wenn Sie das Fest in Ihre Reiseplanung einbeziehen möchten, prüfen Sie die Veranstaltungstermine.

Weitere Reiseziele entdecken: Sambade, Ferradosa, Gebelim, Eucisia, Sendim da Serra, Colmeais, Chacim und Torre de Moncorvo.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Braganca.

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