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In Quinta Grande treffen sakrale Baugeschichte, landwirtschaftliche Entwicklung und Wege mit unterschiedlichen Verläufen aufeinander. Dazu kommt Cabo Girão mit seinem Aussichtspunkt und Skywalk. Für Ihre Reiseplanung lohnt sich ein Blick auf die verschiedenen Schwerpunkte: Kapellen erzählen von der Baugeschichte, während Küstenroute, Hochlagenweg und Fußpfad jeweils andere räumliche Orientierungspunkte bieten.

Cabo Girão: Aussicht und benannte Aktivitäten

Der Aussichtspunkt von Cabo Girão gehört zu Quinta Grande und gilt als wichtigster touristischer Anziehungspunkt der Freguesia. Das Cabo Girão ist 580 Meter hoch. Am Aussichtspunkt befindet sich der Skywalk, eine bekannte schwebende Glasplattform. So stehen die Höhe des Cabo Girão und die Plattform am Aussichtspunkt als zwei unterschiedliche Merkmale nebeneinander.

Auch sportliche Nutzungen sind mit dem Namen verbunden: Die Klippe Cabo Girão wird zum Gleitschirmfliegen und für BASE-Jumping genutzt. Der Surf Spot Cabo Girão wiederum ist der erste Surfspot in Portugal, der durch einen Gesetzesbeschluss formell geschützt wurde. Aussichtspunkt, Klippe und Surf Spot stehen damit für unterschiedliche Themen, die Sie bei der Reiseplanung getrennt betrachten können.

Küstenroute, Levada und Fußwege

Der Caminho Real 23 umrundet Madeira an der Küste und führt durch die Freguesias Quinta Grande und Câmara de Lobos. Die Levada do Norte durchquert von Westen nach Osten die Hochlagen von Quinta Grande, Câmara de Lobos und Estreito de Câmara de Lobos. Entlang ihres Verlaufs entstand der Fußweg Vereda da Levada do Norte. Die Namen bezeichnen also unterschiedliche räumliche Verläufe: eine Küstenroute rund um die Insel und eine Levada durch die Hochlagen mehrerer Freguesias.

Die Vereda da Partilha bietet einen weiteren, klar bezifferten Orientierungspunkt: Sie ist etwa 850 Meter lang und dient als Fußweg zu einem ausgedehnten landwirtschaftlich genutzten Gebiet in Vera Cruz. Im Zuge der Neugestaltung und Pflasterung der Vereda entstand außerdem ein Aussichtspunkt mit Blick auf die Fajã dos Padres und den Hang von Campanário. Für einen Routenvergleich stehen hier Länge und Ziel des Fußwegs im Vordergrund, während beim Caminho Real 23 und der Levada do Norte vor allem der jeweilige Verlauf beschrieben ist.

Kapellen und Baugeschichte

Die Capela Vera Cruz de Quinta Grande ist eine der ältesten Kapellen der Diözese Funchal. Sie wurde Mitte des 16. Jahrhunderts im Auftrag von João Gonçalves Zarco erbaut. Bauzeit und Auftraggeber geben der Kapelle einen konkreten historischen Rahmen. Wer die sakrale Baugeschichte der Freguesia erkundet, kann diese Angaben mit den Merkmalen weiterer Kirchengebäude vergleichen.

Die Igreja de Nossa Senhora dos Remédios besitzt ein Portal, zwei Fenster, einen mittelgroßen Kirchhof und einen Glockenturm mit Uhren. Bei der Capela de Nossa Senhora de Fátima reichen die historischen Anknüpfungspunkte bis ins 20. Jahrhundert: Sie wurde 1931 errichtet. Ihre Errichtung soll durch den Felssturz am Cabo Girão vom 4. März 1930 ausgelöst worden sein.

Landwirtschaft, Fajã dos Padres und Festkalender

Nach dem Bau der Levada do Norte verlagerte sich die Landwirtschaft in Quinta Grande im 20. Jahrhundert auf Garten- und Obstbau. Heute ist die Freguesia für diese Produktion bekannt. Das ergänzt die Baugeschichte um einen Blick auf die landwirtschaftliche Entwicklung des Ortes.

Die Fajã dos Padres gehörte mehr als 150 Jahre der Gesellschaft Jesu. Ihre Seilbahn bietet eine vierminütige Fahrt über die Steilküste bis zur Fajã, mit Ausblicken auf die Südküste Madeiras. Das Fest Nossa Senhora dos Remédios findet jährlich am zweiten Sonntag im September statt. Wenn Sie Ihre Reise an diesem Fest ausrichten möchten, prüfen Sie vor der Planung den konkreten Veranstaltungstermin.

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