Midões lässt sich für einen Aufenthalt unter zwei Themen erschließen: historische Bauwerke und der PR1 – Caminho do Xisto de Midões als Wanderweg mit Landschaftsbezügen. Vom Foral des 13. Jahrhunderts über religiöse Architektur bis zu Ausblicken und einem ungewöhnlichen Flussbett reichen die Interessenpunkte. So können Sie den Schwerpunkt auf Baugeschichte und Kultur oder auf Wandern und Landschaft legen.
Foral und Ortsgeschichte
Am 12. September 1514 erhielt Midões ein neues Foral. Ein früheres Foral verlieh im Juli 1257 D. Marinha Gomes, Äbtissin von Lorvão, dem ihr zugehörigen Teil von Midões. Die beiden Daten bezeichnen unterschiedliche historische Vorgänge: Die Verleihung von 1257 galt dem Teil, der der Äbtissin zugehörte, während 1514 Midões ein neues Foral erhielt. Diese Abgrenzung ordnet die Ortsgeschichte genauer ein, ohne die Reichweite des älteren Forals auf ganz Midões auszuweiten.
Bauwerke mit unterschiedlichen Akzenten
Im Zentrum von Midões steht der Pelourinho de Midões. Seine Lage gibt dem Ortszentrum einen konkreten Bezugspunkt für die Orientierung. Die Capela de Nossa Senhora das Dores stammt aus dem 17. Jahrhundert; ihr Altar befindet sich in einem steinernen Bogen. So lässt sich die Datierung der Kapelle mit einem klar benennbaren architektonischen Merkmal verbinden.
Die Igreja Matriz de Midões ist Nossa Senhora do Pranto geweiht und heute als Nossa Senhora das Neves bekannt. Ihre Gestaltung weist charakteristische Merkmale des späten Barocks auf und wird dem Rokoko zugeordnet. Widmung und Stil liefern dabei verschiedene Hinweise: Der Name beschreibt die religiöse Identität der Kirche, die Stilmerkmale ihre architektonische Gestaltung.
Die herrschaftlichen Häuser von Midões bilden ein Ensemble bedeutender Solarhäuser aus dem späten 16. bis zum 18. Jahrhundert. Dieser Zeitraum umfasst einen längeren Abschnitt der Baugeschichte als die Datierung der Kapelle ins 17. Jahrhundert. Der Palácio do 2º Visconde de Midões ist ein Bau des 19. Jahrhunderts mit einem Wappen; auf seinem Dach stellen Statuen die vier Jahreszeiten dar. Damit kommen im Bauwerksbestand unterschiedliche Zeitangaben und gut unterscheidbare Details zusammen.
Der PR1 zwischen Aussicht und besonderen Orten
Der PR1 – Caminho do Xisto de Midões bietet Ausblicke auf Landschaften, in deren Hintergrund die Serra da Estrela liegt. Ein kurzer Abstecher führt zu den am Casal da Senhora in Granit gehauenen anthropomorphen Gräbern – also Gräbern in menschlicher Gestalt. Im Bereich Sumes ist der kleine Rio Cavalos mit seinem ungewöhnlichen Flussbett ein besonderer Anziehungspunkt des Weges. So stehen auf derselben Route Fernblicke, die in den Granit gearbeiteten Grabformen und ein Flussbett mit eigenem Charakter als unterschiedliche Motive nebeneinander.
Die Adresse des PR1 – Caminho do Xisto de Midões lautet Sala Municipal de Desportos de Midões, 3420-136 Midões. Prüfen Sie diese Adresse vor Ihrer Anreise.
Wassermühlen in Ribeira
In Ribeira gibt es Wassermühlen; eine davon ist noch in Betrieb. Damit kommt zu den Bauwerken und den Landschaftsbezügen des Wanderwegs ein weiterer konkreter Themenpunkt hinzu. Wenn Sie eine Besichtigung einplanen, klären Sie vor der Anreise, ob sie möglich ist.
Weitere Reiseziele entdecken: Tapéus, Aldeia Das Dez, Ameal, Alvoco Das Várzeas, Caldas Da Felgueira, Coimbra, Coja, Vila Pouca Da Beira
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Coimbra.