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Im historischen Zentrum von Pinhel sind die Stadtmauern fast vollständig erhalten; fünf mittelalterliche Tore führen zum Castelo. Hier erzählen Mauern, Tore und Türme von verschiedenen Facetten des Kulturerbes.

Stadtgeschichte und Museen

Das Castelo de Pinhel besitzt zwei große quadratische Türme. Am Nordturm fällt ein Fenster im manuelinischen Stil auf. Das Centro Interpretativo do Castelo e Territórios de Pinhel bietet Besichtigungen beider Türme mit wissenschaftlichen Inhalten und ergänzenden Ausstellungsmitteln an. Es vermittelt außerdem die Geschichte des Castelo und des Grenzgebiets. So verbinden sich architektonische Details mit der historischen Einordnung dieses Gebiets.

Das Museu Municipal spannt einen weiten zeitlichen Bogen: Es präsentiert das Kulturerbe des Concelho de Pinhel von der Vorgeschichte bis zur Gegenwart. Zu sehen sind Reproduktionen von Felsmalereien und Felsgravuren aus dem Côa-Tal bei Cidadelhe, die zum UNESCO-Welterbe gehören, sowie archäologische Materialien aus Prado Galego. Die Abteilung für sakrale Kunst umfasst ein Altarretabel aus Ançã-Stein von 1537, das aus der Igreja da Misericórdia stammt.

Die Sammlung des Museu José Manuel Soares setzt andere Schwerpunkte. Sie ist in die Themen Illustration, portugiesische Geschichte sowie Landschaften und Denkmäler gegliedert. Wer die Geschichte des Landes und seine Darstellungen durch Kunst betrachtet, findet hier einen thematischen Kontrast zum lokal ausgerichteten Museu Municipal.

Objekte, Handwerk und Architektur

In Cidadelhe wurde die Casa-Forte eingerichtet, um den Pálio de Cidadelhe sicher aufzubewahren und auszustellen. Das Stück stammt aus dem Jahr 1707 und besteht aus karmesinrotem, für Venedig typischem Samt. Gold, Silber und Seide bilden die Stickerei. Wenn Sie die Casa-Forte besuchen möchten, klären Sie die aktuellen Zugangsmöglichkeiten am besten vorab.

Auch kleinere museologische Einrichtungen widmen sich der lokalen Kultur. Das Espaço Museológico do Manigoto zeigt eine Dauerausstellung zu sakraler Kunst und Ethnografie. Im Núcleo Museológico do Carvalhal da Atalaia sehen Sie eine typisch beirische ländliche Küche und die Stationen der Flachsverarbeitung – von der Anpflanzung bis zum Weben. Traditionelle wirtschaftliche Tätigkeiten, Kunsthandwerk und handwerkliche Berufe der örtlichen Bevölkerung sind dort ebenfalls Thema. Für diese beiden Einrichtungen empfiehlt es sich, die Besuchsmöglichkeiten vorab zu erfragen.

Die Casa da Cultura de Pinhel befindet sich im ehemaligen Bischofspalast, dessen Bau auf das Ende des 18. Jahrhunderts zurückgeht. Auch die Ermida Senhora das Fontes wurde im 18. Jahrhundert errichtet. Eine andere Bauform zeigt die Ponte Romana do Lamegal: Sie hat eine einzige Fahrbahn und einen Rundbogen, unter dem die Ribeira de Pega – auch Ribeira do Lamegal genannt – hindurchfließt.

Landschaft und lokale Traditionen

Am Miradouro da Faia blicken Sie von einer transparenten Plattform auf den Côa. Die Plattform befindet sich etwa 210 Meter über dem Fluss. Für die letzten 450 Meter zum Aussichtspunkt gehen Sie zu Fuß; der Weg gilt als für die meisten Besucher zugänglich. Die 220 Kilometer lange Grande Rota do Vale do Côa durchquert den Concelho von Pinhel. Wenn Sie die Route in Ihre Planung einbeziehen, prüfen Sie die aktuellen Angaben zum Routenverlauf. Die Reserva Natural da Faia Brava war das erste private Naturschutzgebiet, das vom Instituto de Conservação da Natureza e das Florestas klassifiziert wurde.

Auch die Küche bietet zwei deutlich unterschiedliche Traditionen. Cavacas de Pinhel sind traditionelle Süßwaren mit klösterlichem Ursprung. Lagaradas bestehen aus gebackenem Kabeljau, zerdrückten Kartoffeln und reichlich heißem Olivenöl. Traditionell werden sie während der Olivenernte in den Ölmühlen zubereitet, serviert und verkostet. Die Cavacas stehen damit für eine überlieferte Süßspeise, während die Lagaradas ein herzhaftes Gericht mit einem bestimmten saisonalen und handwerklichen Zusammenhang verbinden.

Die Geschichte der Feira das Tradições reicht bis 1996 zurück. Jede Ausgabe ist einem anderen Thema gewidmet; Handwerker aus dem Concelho vermitteln dabei alte Traditionen. Wenn Sie eine bestimmte Ausgabe erleben möchten, prüfen Sie deren Termine vor Ihrer Reise.

Weitere Reiseziele entdecken: Pinhel, Almeida, Vale De Amoreira, Marialva, Santo Estêvão, Seia, Vila Nova De Foz Côa, Fornos De Algodres.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Guarda.

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