Funchal bietet mehrere Anknüpfungspunkte für einen Aufenthalt: historische Bauwerke und Museen, Gärten mit Sammlungen, Aussichtspunkte und Wege am Wasser. Wer Kulturgeschichte sucht, findet Denkmäler und Sammlungen aus unterschiedlichen Jahrhunderten; wer Landschaftsblicken den Vorzug gibt, kann zwischen einem Aussichtspunkt auf 1.129 Metern Höhe und einem Stadtpark-Panorama wählen.
Geschichte und Bauwerke in Funchal
Die Zona Velha umfasst das Gebiet, in dem vermutlich die erste Siedlung von Funchal entstand. Die Capela de Santa Catarina gilt als ältestes religiöses Denkmal der Hauptstadt. Die Sé do Funchal trägt seit 1910 den Status eines Nationaldenkmals. Im Convento de Santa Clara kann der gotische Kreuzgang besichtigt werden – ein konkreter Einblick in die Architektur des Klosters.
Die Fortaleza de São Tiago stammt aus dem frühen 17. Jahrhundert und liegt oberhalb der Uferzone der Zona Velha. Ein Besuch bietet die Möglichkeit, die Geschichte Madeiras kennenzulernen und auf den Atlantik zu blicken. Damit setzen die Festung und die religiösen Bauwerke unterschiedliche historische Akzente: Die Festung ist mit der Inselgeschichte verbunden, während Capela und Sé als religiöse Denkmäler eingeordnet werden.
Auch der Mercado dos Lavradores verbindet einen festen historischen Bezug mit einem wiederkehrenden Termin. Der Markt wurde 1940 eröffnet und weist eine für die Estado-Novo-Zeit typische Architektur auf. Jährlich am 23. Dezember findet dort die Noite do Mercado statt. Wenn dieser Termin für Ihre Reiseplanung wichtig ist, prüfen Sie die Veranstaltungsdaten vor der Reise.
Museen und Sammlungen
Das Museu de Arte Sacra do Funchal befindet sich in einem ehemaligen Bischofspalast aus dem 16. Jahrhundert. Seine eklektische Sammlung umfasst Werke aus dem 15. bis zum 19. Jahrhundert. Baugeschichte und Sammlung reichen damit über unterschiedliche Zeiträume; der frühere Zweck des Gebäudes und die zeitliche Spannweite der Werke geben zwei eigene Anhaltspunkte für einen Besuch.
Im Museu de História Natural do Jardim Botânico werden Sammlungen von Fossilien, Mineralien, Insekten sowie ausgestopften Wirbeltieren und Wirbellosen gezeigt. Mit einer einzigen Eintrittskarte können die Gartenbereiche, das Naturkundemuseum und die Wechselausstellungen besucht werden. Prüfen Sie die Eintrittsregelung vor Ihrem Besuch, da sie sich ändern kann. So lassen sich Gartenbesuch, naturkundliche Sammlungen und wechselnde Ausstellungen als unterschiedliche Bestandteile desselben Besuchs betrachten.
Gärten, Aussichtspunkte und Wege am Wasser
Der Miradouro do Pico Alto liegt auf 1.129 Metern Höhe. Von dort reicht die Aussicht über die Küstenlinie von Funchal und den Atlantik bis zur Bucht der Stadt. Im Parque de Santa Catarina erstreckt sich das Panorama von der Bucht von Funchal bis zur Ponta do Garajau. Die Aussichtsbeschreibungen unterscheiden sich in ihrem Schwerpunkt: Für Pico Alto sind Höhe und mehrere Blickziele genannt, beim Park ist die weite Spanne des Panoramas maßgeblich.
Im Parque de Santa Catarina gibt es außerdem eine kleine Lagune mit einer Insel, die für die dort lebenden Vögel zum Ruhen und Nisten angelegt wurde. Entlang des gesamten Passeio Marítimo do Funchal wachsen endemische Arten Madeiras neben verschiedenen exotischen Pflanzen.
Der Passeio Público Marítimo im Westen der Stadt verläuft von der Rua do Gorgulho (Lido) bis zur Ponta da Cruz. Unterwegs führt er an der Praça da Região Autónoma da Madeira, dem Clube Naval do Funchal, der Estação de Biologia Marítima und dem Complexo Balnear da Ponta Gorda vorbei. Die genannten Endpunkte und Stationen bieten eine klare Orientierung für alle, die sich für diesen Stadtabschnitt am Wasser interessieren. Zusammen mit den Pflanzen entlang des Passeio Marítimo do Funchal ergeben sich so zwei konkrete Aspekte für die Beschäftigung mit Funchals Uferwegen: der Verlauf mit seinen benannten Stationen und die Bepflanzung entlang einer Promenade.
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