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Am Terreiro do Castelo sind Abschnitte der ursprünglichen Mauer der großen Festung erhalten, die König D. Dinis 1309 errichten ließ. Monforte verbindet diese mittelalterliche Geschichte mit Kirchenkunst, römischer Archäologie und mehreren Wanderoptionen. Für Ihre Reiseplanung lohnt es sich, die unterschiedlichen Schwerpunkte zu betrachten: Kirchen und Sammlungen, Torre de Palma sowie Wege durch die Landschaft sprechen jeweils andere Interessen an.

Kirchen, Sammlungen und Kunst

Die Igreja de Santa Maria da Graça hat einen rechteckigen Grundriss mit Hauptkapelle und einschiffigem Langhaus. Eine Empore wird von einem Rundbogen getragen. In der Igreja de Santa Maria Madalena begegnen Ihnen andere Details: Dort befinden sich Fresken aus dem 17. Jahrhundert, geschnitzte Granitsäulen, dekorativer Stuck und Malereien sowie flache Gräber aus dem 17. und 18. Jahrhundert.

Das Museu Municipal – Igreja da Madalena zeigt sakrale Kunstgegenstände, liturgische Geräte und alte Dokumente. Dort ist auch die Dauerausstellung „Sagrado & Profano em Monforte“ eingerichtet. Für das Museum sind werktags Besuchszeiten von 09:00 bis 12:30 Uhr und von 14:00 bis 17:30 Uhr genannt; prüfen Sie vor Ihrer Anreise, ob diese Zeiten weiterhin gelten.

Monforte Sacro eröffnet einen eigenen Zugang zur Fliesenkunst. Die Fliesen wurden etwa 1745 bemalt und 1749 in der Kirche angebracht. Im Langhaus befinden sich sechzehn große figurative Erzählbilder. Die Fliesenarbeiten werden der Lissabonner Werkstatt von Valentim de Almeida (1692–1779) zugeschrieben. In der Igreja do Espírito Santo zeigt Monforte Sacro außerdem Fliesenbilder aus dem 18. Jahrhundert über das Leben und die Wunder der Heiligen Königin Isabel.

Auch die Tauromachie ist Teil des kulturellen Angebots Monfortes. Das Centro Interpretativo Tauromáquico ist eine Einrichtung der Gemeinde, die Aktivitäten rund um die Tauromachie fördern, organisieren und aufwerten soll. Dabei geht es um ihre Bedeutung als Teil der lokalen, regionalen und nationalen Kultur sowie um ihren kulturellen, touristischen und wirtschaftlichen Wert.

Torre de Palma und römische Spuren

Die Villa Romana de Torre de Palma liegt auf der Herdade de Torre de Palma an der EN 369 von Monforte in Richtung Vaiamonte, etwa fünf Kilometer von Monforte entfernt. Klären Sie vor einem Besuch die aktuellen Zugangsbedingungen. Die frühchristliche Basilika der Anlage wurde über einem römischen Tempel errichtet und zwischen dem späten 4. und dem 7. Jahrhundert mehrfach umgebaut. So treffen an diesem Ort römische und frühchristliche Baugeschichte aufeinander.

Die Mosaikfußböden der Villa Romana de Torre de Palma gehören landesweit zu den eindrucksvollsten künstlerischen Sammlungen. Sie sind reich an Details und Szenen aus der griechisch-römischen Mythologie. Das Mosaico dos Cavalos legt zudem nahe, dass Pferdezucht zu den wirtschaftlichen Tätigkeiten der Villa gehörte. Die vorsichtige Deutung dieses Mosaiks unterscheidet sich von der unmittelbar sichtbaren Bildfülle der mythologischen Szenen.

Wanderwege, Wasserläufe und Archäologie

Die Grande Rota dos Montes de Monforte führt in die ZPE Monforte und weiter zur archäologischen Station von Torre de Palma samt dem zugehörigen Monte. Beim Percurso Entre Ribeiras prägen andere Merkmale den Weg: Sein Profil ist nahezu eben, und er quert häufig Wasserläufe. Er führt durch dichte Ufervegetation, in der Fischotter (Lutra lutra) und Ginsterkatzen (Genetta genetta) vorkommen.

Die Rota das Antas da Rabuje beginnt an der Praça da República in Monforte und führt auf derselben Strecke zurück. Die archäologischen Stätten von Rabuje sind in einen Wanderweg mit dem Titel „das Antas de Rabuje“ eingebunden. Die Gruppe der Antas umfasst sieben Dolmen aus dem Neolithikum beziehungsweise Chalkolithikum, bezeichnet als Rabuje 1 bis Rabuje 7. Als Rabuje 8 wird ein Granitaufschluss mit einer Felskunsttafel aus sogenannten Schälchen oder Näpfchen bezeichnet. Damit stehen bei Rabuje sowohl monumentale Gräber als auch eine Felskunsttafel im Mittelpunkt.

Regionale Küche und Orientierung vor Ort

Zur regionalen Küche im Raum Monforte gehört Açorda, die mit Koriander oder Polei-Minze zubereitet wird. Zu den regionalen Produkten zählen Wurstwaren vom schwarzen Schwein und Queijo Nisa mit geschützter Ursprungsbezeichnung. Die pastorale Handwerkstradition umfasst Arbeiten aus Holz, Horn, Kork, Haut und Leder. Küche, Produkte und Handwerk ergänzen so die Bau- und Kunstgeschichte um weitere Aspekte der lokalen Kultur.

Das Fremdenverkehrsamt von Monforte befindet sich im Gebäude der Galeria Municipal; dort gibt es eine Dauerausstellung und einen Verkauf traditioneller Produkte. Die Fonte da Praça wurde 1903 errichtet. Die Ponte Velha mittelalterlichen Ursprungs führt über die Ribeira de Assumar und ist vom IP2 zwischen Monforte und Portalegre aus sichtbar.

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