Perafita eröffnet mehrere Zugänge zu einem Aufenthalt an der Küste: offene Sandflächen und Dünen, die Vermittlung von Natur sowie Spuren aus verschiedenen historischen Epochen. Die Praia do Marreco und die Praia da Memória setzen landschaftlich eigene Akzente. Archäologische Spuren aus Montedouro und Pampelido ergänzen die Küstenthemen; an der Praia da Memória erinnert ein Obelisk an ein Ereignis des 19. Jahrhunderts. So lässt sich Perafita nicht nur über seine Strände, sondern auch über Natur- und Kulturgeschichte kennenlernen.
Strände und Küstennatur
Die Praia do Marreco liegt nahe der Ortschaft Perafita. Ihr breiter Sandstrand befindet sich an einem Küstenabschnitt, an dem die Küste eine Art Bucht bildet. Die Praia da Memória zeigt ein anderes Landschaftsbild: Ihre offene Sandfläche ist von Dünen und einigen Felsen umgeben. Wer zwischen den beiden Strandmotiven abwägt, kann sich an diesen konkreten Formen orientieren: Am Marreco prägt die buchtenartige Küstenform die Beschreibung, während an der Praia da Memória Sandfläche, Dünen und einzelne Felsen hervorstechen.
Zum Küstenbild gehört auch der Parque de Dunas da Praia da Memória. Er widmet sich der Förderung und Vermittlung des Naturerbes der Küste und bietet interpretative Besuche zur Beobachtung von Fauna und Flora an. Damit steht neben dem Blick auf die Strandlandschaft auch die Küstennatur im Mittelpunkt. Die Besuche richten sich thematisch auf Tier- und Pflanzenwelt; sie geben dem Naturerbe einen eigenen Platz neben den historischen Sehenswürdigkeiten Perafitas.
Geschichte an der Praia da Memória
Der heutige Name der Praia da Memória kam nach der Errichtung eines Gedenkobelisken an der Stelle auf, an der 1832 liberale Truppen unter D. Pedro IV. landeten. Die Landung fand am 8. Juli an einem Strand bei Arnosa do Pampelido zwischen Perafita und Lavra statt. Früher war die Praia da Memória als Arenosa oder Ladrões Beach bekannt. Der Obelisk erinnert an dieses historische Ereignis und prägt damit auch die Namensgeschichte des Strands.
Das Denkmal ist aus Granit errichtet. An seiner Spitze befinden sich zwei Metallkronen, an der Basis vier Kalksteinplatten. Auch seine Baugeschichte gehört zum historischen Bild: Der Grundstein wurde am 1. Dezember 1840 gelegt, fertiggestellt wurde der Obelisk 24 Jahre später. Wer sich für Geschichte interessiert, findet hier sowohl den Bezug zur Landung von 1832 als auch ein Denkmal mit genau beschriebener Gestaltung und Bauzeit.
Archäologische Spuren in Montedouro und Pampelido
Für einen deutlich älteren Zeithorizont steht die Necrópole Medieval de Montedouro in Pampelido in Perafita. Sie besteht aus fünf nicht anthropomorphen, in Granitfels gehauenen Gräbern, die in das Hochmittelalter vom 7. bis zum 11. Jahrhundert datiert werden. Ein Grab befindet sich auf der Kuppe eines Hügels in Montedouro; es ist oval und besitzt einen Rand. Anzahl, Material und Form geben der Anlage mehrere konkrete Merkmale, neben ihrer zeitlichen Einordnung.
Im Gebiet von Montedouro wurden außerdem handgefertigte Keramiken aus der Bronzezeit des 2. Jahrtausends v. Chr. gefunden. Sie weisen darauf hin, dass die Besiedlung der Gegend bis in die Vorgeschichte zurückreicht. Die Keramikfunde und die mittelalterlichen Gräber stehen damit für unterschiedliche historische Zeitabschnitte: prähistorische Besiedlungsspuren auf der einen, eine Grabstätte aus dem Hochmittelalter auf der anderen Seite. Zusammen mit dem Obelisken an der Praia da Memória entsteht so ein vielschichtiges Bild der Geschichte Perafitas.
Weitere Reiseziele entdecken: Rans, Vila Nova De Gaia, Perre, Foz Do Douro, Lever, São Gemil, Pedroso, Sobreira.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Porto.