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In Favaios zeigen Brot und Moscatel zwei eng verwurzelte Seiten von Alijó. Traditionelle Bäckereien backen dort das sogenannte Trigo de quatro cantos in holzbefeuerten Öfen; Besuchern wird auch eine Verkostung des örtlichen Brotes geboten. Moscatel de Favaios wird aus der Rebsorte Moscatel Galego hergestellt und seit dem 18. Jahrhundert im Ort produziert.

Brot und Wein in Favaios

Das Núcleo Museológico Favaios, Pão e Vinho vermittelt die Geschichte des Moscatel-Weins und des Brotes von Favaios. Untergebracht ist es in einem Gebäude aus dem 18. Jahrhundert. Bei einer geführten Besichtigung der Adega de Favaios lernen Sie traditionelle Herstellungsverfahren für Moscatel- und Douro-Weine kennen. Dafür ist mindestens vier Stunden im Voraus eine Reservierung nötig; prüfen Sie die aktuellen Bedingungen, wenn Sie den Besuch planen.

Auch die Landschaft erzählt vom Weinbau: Favaios liegt auf einem von Weinbergen bedeckten Plateau, dessen Böden überwiegend schieferhaltig sind. Granitformationen erstrecken sich durch die Douro-Weinbauregion. Alijó liegt in dieser Region, deren Bedeutung eng mit dem Weinbau verbunden ist und in der viele Quintas den berühmten Portwein erzeugen. Das jährlich in Favaios stattfindende Festival do Moscatel D'Ouro dient der Förderung des Moscatel. Prüfen Sie die Termine vor Ihrer Reise.

Flussufer, Wege und geschützte Landschaft

Mehrere Wanderwege eröffnen unterschiedliche Einblicke in die Landschaft. Der PR2 Trilho da Senhora da Cunha folgt etwa einen Kilometer lang dem rechten Ufer des Tua und führt zum Monte da Senhora da Cunha. Auf dem Berg steht eine Kapelle, die der Senhora dos Prazeres gewidmet ist. Der PR4 Trilho de Santa Eugénia-Carlão verläuft durch das Gebiet des Parque Natural Regional do Vale do Tua.

Der lineare PR15 Trilho de Alijó-Senhora da Cunha beginnt in Alijó. Am Ende der Strecke führt der Weg aus dem Weinbaugebiet der Douro-Weinbauregion in den Parque Natural Regional do Vale do Tua. Dort prägen eine Waldlandschaft und ein imposantes Granitmassiv die Umgebung; durch das Massiv zieht sich das Vale da Cabra. Der PR16 Trilho de Alijó-Castedo ist dagegen ein Rundweg, der in Alijó beginnt und endet und einen Abstecher zum Monte de São Domingos umfasst. Prüfen Sie vor dem Losgehen die aktuellen Wegbedingungen.

Beim PR1 Trilho das Fragas Más bieten sich bei Safres Ausblicke auf den Fluss Tua und die Mikroreserve Amieiro-Safres-São Mamede de Ribatua. Zudem verläuft der Weg über mehrere Abschnitte einer römischen Straße. Im weiteren Umfeld von Alijó kommen im Parque Natural Regional do Vale do Tua 164 Vogelarten vor. Der Park ergänzt damit die Wegperspektive um einen Blick auf die regionale Vogelwelt.

Spuren von der Vorgeschichte bis zur Kultur

Zu den archäologischen Entdeckungen zählt die Anta de Fonte Coberta, ein seltener Dolmen des Vestibültyps auf dem Planalto da Chã. Das Abrigo Rupestre da Pala Pinta ist ein prähistorischer Felsüberhang mit schematischer Felskunst und einer Darstellung mit Sonnensymbolik. Castelo de Vilarelho wiederum ist eine befestigte Siedlung, in der in der Eisenzeit die ersten Bevölkerungsgruppen der Region lebten. Zusammen geben diese Orte unterschiedliche Einblicke in die frühe Besiedlung und die sichtbaren Zeugnisse vergangener Zeiten.

Die Mutterkirche von Alijó stammt aus dem 18. Jahrhundert. Das Teatro de Favaios wurde 1919 eröffnet und bietet Platz für 400 Zuschauer. Der Plátano Centenário in Alijó wurde 1856 gepflanzt. Wer sich für Kunst interessiert, findet in der Fundação Casa Museu Maurício Penha Ausstellungen mit Malerei und Skulptur. Das Programm kann sich ändern; informieren Sie sich vorab, welche Ausstellungen während Ihrer Reise zu sehen sind.

Weitere Reiseziele entdecken: Alijó, Pinhao, Vale De Mendiz, Cotas, Pópulo, Santa Eugénia, Favaios, Castedo, Vilar de Maçada

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Vila Real.

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