Saint-Paul lässt sich über seinen Freiluftmarkt, kreolische Baugeschichte und den Naturraum im näheren Umfeld entdecken. Für die Planung sind unterschiedliche Besuchsbedingungen wichtig: Der Markt findet freitags und samstags statt, die Villa Rivière ist nach Vereinbarung zugänglich. So können Sie den Reisetag danach ausrichten, ob Marktbesuch, Architektur oder die Landschaft Ihr Schwerpunkt ist.
Freiluftmarkt an der Uferpromenade
Der Freiluftmarkt von Saint-Paul liegt an der Uferpromenade und findet freitags und samstags statt. Er ist vermutlich der von Touristen meistbesuchte Markt. Wenn in der Nähe kein Parkplatz verfügbar ist, empfiehlt es sich, früh zu kommen oder ein Stück zu Fuß zu gehen.
Auf den Marktständen werden tropische Früchte und landwirtschaftliche Erzeugnisse ebenso angeboten wie kreolische Snacks, hausgemachte Kuchen und Konfitüren. Die Produkte variieren saisonal. Zum Angebot gehören außerdem Bertels aus Vacoa-Fasern, traditionelle Instrumente und handgefertigter Schmuck. So stehen Lebensmittel und Kunsthandwerk nebeneinander: Sie können den Besuch auf die kreolischen Snacks und Erzeugnisse ausrichten oder sich die handgefertigten Waren und Instrumente ansehen.
Kreolische Häuser und Ortsgeschichte
Die Villa Rivière ist ein kreolisches Haus aus dem späten 18. Jahrhundert. Sie wurde im neoklassizistischen Stil aus Basaltstein und Holz erbaut. Ein Besuch ist ganzjährig dienstags bis samstags nach Vereinbarung möglich. Bestätigen Sie die Verfügbarkeit eines Termins vor Ihrem Besuch.
Eine andere Bauweise zeigt La Longère im Zentrum von Saint-Paul. Das Gebäude besteht aus verputztem und gestrichenem Bruchsteinmauerwerk, das zunächst ockergelb und später weiß war. Ein Kutschportal und ein Blechdach gehören ebenfalls zu seiner Gestaltung. La Longère diente seit jeher als Dienstgebäude und hat keine dekorativen Elemente. Bei der Villa Rivière prägen kreolischer Haustyp und neoklassizistischer Stil die Beschreibung; bei La Longère stehen Material, Funktion und schmucklose Ausführung im Vordergrund.
Auch die Grotte du Peuplement ist Teil des historischen Ortsbezugs. Sie ist ebenso als „grotte des premiers Français“ und „grotte des premiers Réunionnais“ bekannt. Die drei Bezeichnungen beziehen sich auf denselben Höhlenort und verweisen auf die frühe Besiedlungsgeschichte von Saint-Paul. Auf Gemeindeebene trägt Saint-Paul das Label „Ville d’art et Histoire“ und beherbergt zahlreiche Denkmäler.
Étang de Saint-Paul und Wege im näheren Umfeld
Das Étang de Saint-Paul im näheren Umfeld umfasst 485 Hektar. 2019 wurde es zum einzigen Ramsar-Feuchtgebiet internationaler Bedeutung auf Réunion. Als geschütztes Naturgebiet weist es endemische und einheimische Arten auf. Besuche sind eigenständig oder in Begleitung eines Mitarbeiters des Gebiets möglich.
An der dem Meer zugewandten Seite des Étang de Saint-Paul sind Kajak, Paddleboard und Angeln als eigenständige Aktivitäten möglich. Der Naturraum bietet damit einen anderen Schwerpunkt als Markt und Baugeschichte: Hier stehen die geschützte Landschaft und Aktivitäten am Wasser im Mittelpunkt.
Der Chemin Pavé Bellemène beginnt im Dorf Bouillon am Tour des Roches und führt durch die Savanne. Die Strecke verläuft entlang eines dreihundert Jahre alten Weges, der früher dem Transport von Kaffeeernten ins Tiefland diente. Diese frühere Funktion gibt dem Weg einen Bezug zur Kaffeeernte und zur Geschichte der Landschaft. Wenn Sie den Chemin Pavé Bellemène einplanen, erkundigen Sie sich vorab nach den Wegbedingungen, da sie sich ändern können.
Besuchstage planen
Markt und Villa Rivière können freitags und samstags in die Tagesplanung einbezogen werden: An diesen Tagen findet der Markt statt, und die Villa nimmt nach Vereinbarung Besuche an. Der Termin bei der Villa bleibt dabei erforderlich. Für die übrigen Tage sind die Natur- und Landschaftsthemen im näheren Umfeld eine eigenständige Möglichkeit, den Aufenthalt auf andere Interessen auszurichten.
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