Zum Inhalt

Costinești lässt sich über mehrere klar unterscheidbare Zeitspuren einordnen: frühe schriftliche Belege, eine archäologische Entdeckung sowie die Bau- und Ausstattungsgeschichte einer Kirche. Für die Reiseplanung ergibt sich daraus ein kultureller Schwerpunkt, dessen einzelne Hinweise verschiedenen Epochen angehören.

Frühe Ortsgeschichte und Name

Die früheste dokumentierte Erwähnung von Costinești stammt vom 6. Juni 1617. Ein Dokument aus dem Jahr 1620 führt den Ort unter dem Namen „Șarba“. Die beiden Angaben markieren unterschiedliche schriftliche Zeugnisse: 1617 ist die früheste Erwähnung, 1620 ist der Ort unter einer anderen Namensform festgehalten. Der Name Costinești wird vom Personennamen Costin hergeleitet. Wer Costin war und wann er lebte, lässt sich nicht näher bestimmen. Die Namensherkunft bleibt damit eine etymologische Deutung, während die Jahreszahlen konkrete frühe Belege zur Ortsgeschichte liefern.

Eine archäologische Spur ergänzt diese Geschichte: N. Beldiceanu und Gr. Butureanu entdeckten zwischen 1892 und 1895 auf dem Gebiet von Costinești eine Siedlung, die vermutlich der Cucuteni-Kultur angehörte.

Kirche und überlieferte Gegenstände

Der Bau der aus behauenem Stein errichteten Kirche „Sfinții Arhangheli Mihail și Gavriil“ begann 1941. 1963 wurde sie fertiggestellt und am 6. Dezember geweiht. Baubeginn, Fertigstellung und Weihe sind dabei verschiedene Stationen: Zusammen beschreiben sie eine Baugeschichte, die sich über mehr als zwei Jahrzehnte erstreckt.

Im Dorf stand zuvor eine Holzkirche, die 1886 durch einen Brand zerstört wurde. Die Kirche „Sfinții Arhangheli Mihail și Gavriil“ bewahrt aus diesem früheren Gebäude unter anderem ein „Penticostal“ aus dem Jahr 1800 und ein Evangelium von 1806. Die beiden Bücher stammen somit aus einer Zeit vor der Zerstörung der Holzkirche und führen deren Geschichte über das Ende des Gebäudes hinaus. Beide sind älter als der 1941 begonnene Bau der steinernen Kirche.

Davon zu unterscheiden ist die Ikonostase: Sie wurde 1853 angefertigt und aus einer Kirche in Stulpicani übernommen. Ihre Herkunft und ihr Herstellungsjahr bilden einen eigenen Ausstattungsweg; die beiden datierten Bücher sind dagegen ausdrücklich mit der früheren Holzkirche in Costinești verbunden. Wer die Kirchenchronologie betrachtet, kann so zwischen dem Bau des steinernen Gebäudes, erhaltenen Gegenständen aus dem Vorgängerbau und der übernommenen Ikonostase unterscheiden.

Geografische Orientierung

Im Westen und Norden wird Costinești vom rechten Ufer des Baches Bucecea begrenzt. Der Bach bietet damit einen konkreten räumlichen Bezugspunkt für die Ortslage: Die Grenze ist für zwei Seiten benannt und ergänzt die historischen Zeitspuren um eine geografische Orientierung.

Die Straße Leorda–Costinești trägt die Bezeichnung DC66A. Wenn Sie diese Kennung für die Anreise heranziehen, prüfen Sie die aktuelle Karte; die zugrunde liegenden Kartendaten können aktualisiert werden.

Weitere Reiseziele entdecken: Zăiceşti, Mesteacăn, Ștefănești, Botoşani.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Botosani.

Unterkünfte suchenAnzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.